14.01.2019 | Gesundheit Grippewelle: Kommt sie jetzt nach Bayern oder bleiben wir verschont?

Bis Anfang Januar hat das Robert Koch-Institut die Anzahl an Grippe-Fälle in Bayern gesammelt. Demnach gab es mit 589 Grippe-Fällen fast halb so wenige wie noch im Vorjahr. War es das also jetzt schon, oder kommt das Schlimmste noch auf uns zu? Antenne Bayern checkt, auf was wir uns einstellen müssen.

Foto: Maurizio Gambarini/dpa

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Grippe-erkrankten fast im ganzen Freistaat deutlich zurückgegangen. In Unterfranken beispielsweise beklagte man im Vorjahr noch 67 Kranke, jetzt sind es nur noch acht gemeldete Fälle. In Mittelfranken waren es in diesem Jahr 80 gemeldete Grippefälle (272 im Vorjahr) und auch Oberbayern konnte einen signifikanten Rückgang vermelden: Von 714 Fälle im Vorjahr auf 275 in diesem Jahr.

Lediglich Schwaben machte dem erfreulichen Trend einen Strich durch die Rechnung – wenn auch nur einen Kleinen. Die Zahl der gemeldeten Grippe-Erkrankten stieg leicht von 58 auf 62.

Wie sind diese neuen zurückgehende Zahlen also zu erklären?

Laut dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) war der Höhepunkt der Grippewelle im letzten Jahr zwischen Ende Januar und Anfang März. Im Gegensatz zu diesem Jahr startete sie aber früher – schon Anfang Dezember. Auch wegen der höheren Zahl an Erkrankten ließen sich in diesem Jahr mehr gegen Grippe impfen. Laut dem LGL gab es November an manchen Orten Sogar Engpässe bei Impfstoff-Lieferungen.

Bleibt die Zahl der Erkrankten weiterhin niedrig?

Es ist definitiv kein Indiz dafür, dass uns die Grippewelle jetzt noch überrollt, nur weil sie bis jetzt noch nicht gekommen ist. Eine präzise Vorhersage der LGL gibt es aber auch nicht. Das Landesamt spricht von mehreren Faktoren, die die Grippewelle beeinflussen. Unter anderem das Wetter, die vorkommenden Virustypen sowie die Immunität in der Bevölkerung.

Wie schütze ich mich vor Influenza?

Wenn der Krankheitserreger erstmal im Umlauf ist, können sich die Viren im öffentlichen Raum leicht verbreiten. Sei es in U-Bahnen, der Schule oder anderen öffentlichen Plätzen. Wichtig ist hier gründliche Hygiene. Gründliches Desinfizieren und Waschen der Hände reduziert die Ansteckungsgefahr. 

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