24.04.2020 | Gesundheit Maskenpflicht: Ist das Ausatmen unter dem Mundschutz gefährlich?

Ab Montag muss in Bayern verpflichtend im öffentlichen Raum ein Mund-Nase-Schutz getragen werden. Im Internet kursieren etliche Meldungen über gesundheitliche Folgen beim Tragen der Maske. Wir klären die Behauptungen auf.

Foto: Tobias Hase/dpa

Ab kommenden Montag (27.04.) gilt in Bayern die Maskenpflicht. Dabei muss verpflichtend, zum Beispiel beim Einkaufen oder in den öffentlichen Verkehrsmitteln ein Mund-Nase-Schutz aus Papier, Stoff oder wahlweise auch ein Schal getragen werden. 

Im Internet gehen hierzu etliche Falschmeldungen rum, wo vor negativen gesundheitlichen Folgen beim Tragen einer Maske gewarnt wird. Wir klären auf.

CO2-Gehalt im Blut steigt?

Im Internet wird behauptet, dass durch die Maske die Luft beim Ausatmen nicht entweichen kann und daher der Anteil an Kohlenstoffdioxid (CO2) im Blut steigt. "CO2 ist ein Gas und bleibt im Stoff nichthängen. Dieser sei ja kein luftundurchlässiges Plastik.", sagt der Berliner Mediziner und Pressesprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), Jakob Maske. Von komplett geschlossenen Masken, wie zum Beispiel Staubschutzmasken aus dem Baumarkt rät der Kinderarzt aber ab. 

Sind Masken für Kinder gefährlich?

Für kleine Kinder besteht also keine Gefahr, ebenso wenig für Erwachsene. "Mit jedem Atemzug komme wieder ausreichend frische, sauerstoffreiche Luft in die Lungen", so Kinderarzt Jakob Maske.

Vorsicht bei Do-it-yourself Masken

Wenn ihr euch selbst eine Maske bastelt, dann verzichtet auf den Einsatz von Staubsaugerbeuteln als Filter in der Maske. Nach Angaben des Drogerieunternehmens dm enthalten diese Beutel meist ein feines antibakteriell wirkendes Pulver. Wenn ihr dieses einatmet können Schäden an der Lunge und an den Verdauungsorganen auftreten.