08.05.2019 | Gesundheit Neue Alkoholstudie: Jeder dritte junge Erwachsene anfällig für Rausch

Der Alkohol wird bei Jugendlichen immer unpopulärer - junge Erwachsene trinken sich hingegen wieder häufiger in den Rausch. Vor allem bei den jungen Frauen wird der Alkoholrausch wieder beliebter.

Foto: Jens Büttner/ZB/dpa

Alkohol ist immer noch die beliebteste Volksdroge, das zeigt die aktuelle Alkoholstudie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Das erfreuliche an der Studie: Der Alkohol büßt bei den Jugendlichen immer mehr an Beliebtheit ein. Bei den 12- bis 17-Jährigen trinken aktuell 8,7 Prozent einmal in der Woche Alkohol. Das ist ein neuer Tiefstand. Zum Vergleich: 2004 waren es noch 21,2 Prozent. Für die aktuelle Studie wurden knapp 7.000 Personen befragt.

Mehr Rauschtrinker: Junge Frauen besonders anfällig

Während Jugendliche weniger Alkohol trinken, ist bei den jungen Erwachsenen ein leichter Anstieg im Konsumverhalten erkennbar. Erschreckend ist vor allem der Anteil der Personen, die sich regelmäßig in einen Rausch trinken. Darunter fallen Personen, die 30 Tage vor der Befragung an mindestens einem Tag mehr als fünf Gläser Alkohol konsumiert haben. 37,8 Prozent der befragten jungen Erwachsenen gaben an, sich mindestens einmal im Monat in den Rausch zu trinken. 

Besonders bei jungen Frauen ist ein Anstieg erkennbar. Etwa jede vierte junge Frau (2018: 28,4 Prozent) trinkt mindestens einmal im Monat vier Gläser Alkohol und landet in einem Rausch. Zum Vergleich: Bei der letzten Befragung 2016 lag der Wert noch bei 22,6 Prozent. 

Suchtprävention wird immer wichtiger

Auch wenn der Alkoholkonsum bei Jugendlichen auf einem Tiefstand angekommen ist, sind die steigenden Zahlen der Rauschtrinker alarmierend. "Ziel müsse es sein, lebenslang einen bewussten Umgang mit Alkohol zu erreichen", sagte die Bundesdrogenbeauftragte Marlene Mortler (CSU). 

Zukünftig will die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung in den kommenden Jahren verstärkt in die Aufklärung der gesundheitlichen Risiken von Alkohol investieren. Hier sollen die Jugendlichen zielgruppengerecht angesprochen werden, beispielsweise in den sozialen Netzwerken.