13.04.2021 | Gesundheit Neue Studie: Asthmaspray kann schwere Corona-Verläufe lindern

Ein kleines Spray macht gerade Hoffnung in der Corona-Krise. Laut einer neuen Studie kann der Stoff "Budesonid" schwere Verläufe in vielen Fällen verhindern. Auch erste Politiker in Deutschland stellen sich dahinter.

Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

Schon lange wird international nach Medikamenten und Impfstoffen gegen das Corona-Virus geforscht. 

Arzneistoff Budesonid

Jetzt bringt eine Studie aus Oxford einen neuen Kandidaten ins Spiel: Das Asthmamittel Budesonid. Dabei handelt es sich um einem dem körpereigenen Stresshormon Cortisol ähnlichen Stoff, der entzündungshemmend wirkt und das Immunsystem dämpfen kann. 

Schwere Verläufe seltener

Laut der Studie kann das Arzneimittel das Risiko einer Krankenhauseinweisung wegen Corona deutlich verringern. Wichtig sei dabei aber besonders, dass der Stoff direkt zu symptombeginn schon eingesetzt werde. 2020 wurde der Stoff an 4100 Personen getestet. Ein schwerer Verlauf mit Krankenhausaufenthalt konnte bei rund 90 Prozent der Probanden vermieden werden.

Mittel von Experten befürwortet

Die Ergebnisse liegen schon länger vor ohne für größere Aufmerksamkeit gesorgt zu haben. Epidemiologe und SPD-Politiker Karl Lauterbach stellt sich hinter das Mittel und hält es für vielversprechend:

Das könnte dich auch interessieren