11.10.2021 | Gesundheit Neue Studie: Durch Corona starker Anstieg bei Depressionen

Durch Corona sind weltweit die Fälle von Depressionen stark angestiegen. Hier lest ihr, um wie viel und wer vor allem betroffen ist.

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Eine Studie der medizinischen Fachzeitschrift "The Lancet" stellte einen deutlichen Anstieg bei psychischen Folgen durch die Corona-Pandemie fest.

Die Fakten

Im ersten Corona-Jahr soll es einen Viertel mehr Depressionen und Panikattacken als Diagnose gegeben haben. In Zahlen sind das 52 Millionen mehr erkrankte Menschen als es ohne die Pandemie gegeben hätte. Neben schweren depressiven Störungen hatten auch viel mehr Menschen mit Panikattacken zu kämpfen. Hier lag der Anstieg bei 76 Millionen.

Woran lag's? 

Der Grund soll hauptsächlich im engen Zusammenhang mit den Corona-Fallzahlen und den Lockdowns stehen. Gerade die Menschen aus Ländern mit strengeren Regeln und Vorschriften und die, die besonders von Corona betroffen waren, litten unter starken psychischen Folgen. Insgesamt analysierten Forscher Daten aus Nordamerika, Europa und Ostasien. 

Frauen besonders betroffen

Besonders hart traf es vor allem Frauen hinsichtlich der psychischen Folgen der Pandemie. Der Hauptgrund sei hier, dass die Corona-Maßnahmen in den meisten Ländern die bereits vorhandene Ungleichheit zwischen den Geschlechtern verstärkte. Die To-Dos im Haushalt und das Betreuen der Kids wurde hauptsächlich von den Frauen übernommen. Auch die häusliche Gewalt hat während der Pandemie stark zugenommen.

Auch Studenten und Azubis leiden

Insgesamt fühlen sich zwei Fünftel aller Studenten, Studentinnen und Azubis stark durch Corona und die einschränkenden Maßnahmen gestresst, so die Forsa-Umfrage im Auftrag der KKH Kaufmännischen Krankenkasse. Bei den Befragten haben rund 40 Prozent depressive Symptome und sie gaben an, dass sie schneller gereizt als üblich und häufiger demotiviert seien. Auch bei der Planung von zukünftigen Praktika und Auslandssemestern befürchten 65 Prozent Schwierigkeiten. Fast die Hälfte der Befragten machen sich Sorgen, dass es zu einer Verzögerung bei der Ausbildung oder dem Studium kommt, weil sie befürchten, viel Lernstoff nachholen zu müssen.