06.06.2019 | Gesundheit Neue Studie zum Hautkrebs: Mit dieser Methode prüft ihr, ob ihr betroffen seid

Immer mehr Deutsche erkranken an Hautkrebs. Mit ein paar einfachen Tipps könnt ihr der Erkrankung aber vorbeugen und rechtzeitig handeln.

Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Hautkrebs ist nach wie vor die häufigste Form der Krebserkrankung weltweit - jährlich erkranken 270.000 Deutsche neu. Das zeigt eine neue Studie der Techniker Krankenkasse. Gerade jetzt im Sommer sollten wir auf der Hut sein, die UV-Strahlung ist einer der häufigsten Auslöser von Hautkrebs. 

Doch viele unterschätzen die Kraft der Sonne und schützen sich nicht ausreichend durch lange Kleidung oder Sonnencreme. Was dann erst einmal wie ein harmloser Sonnenbrand aussieht, kann sich noch Jahre später in einer Hautkrebserkrankung bemerkbar machen.

Spätestens ab 35: Vorsorgeuntersuchung für jeden kostenlos

Eine der wichtigsten Tipps in der Krebsfrüherkennung ist die regelmäßige Hautkrebs-Vorsorgeuntersuchung (Screening). Ab dem Alter von 35 Jahren haben alle gesetzlich Versicherten das Recht alle zwei Jahre ein kostenloses Screening durchführen zu lassen. Da mittlerweile aber auch schon viele junge Leute betroffen sind, haben viele Krankenkassen diesen Altersschnitt gesenkt. Ab wann eure Krankenkasse die Voruntersuchung bezahlt, könnt ihr in den Versicherungsbedingungen nachlesen.

Diese Methode hilft zur Früherkennung

Mithilfe der ABCDE-Methode könnt ihr aber schon ganz einfach daheim checken, ob ihr eine besorgniserregende Hautstelle habt. 

  • A (Asymmetrie): Solange das Muttermal eine runde Form hat, ist alles gut. Ist die Form aber ungleichmäßig, solltet ihr zum Hautarzt gehen.
  • B (Begrenzung): Wenn die Ränder des Muttermals ausgewaschen und ungleichförmig sind, solltet ihr das Muttermal von einem Hautarzt begutachten lassen.
  • C (Color): Muttermale mit einer gleichmäßigen Farbe sind meist gutartig. Sind die Farben aber unterschiedlich oder ihr seht Punkte, dann bitte zum Hautarzt gehen.
  • D (Durchmesser): Ist das Muttermal an seiner größten Stelle kleiner als 5mm - dann ist alles gut. Größere Muttermale solltet ihr beim Hautarzt begutachten lassen.
  • E (Entwicklung): Bösartige Muttermale werden mit der Zeit größer oder es bilden sich Knötchen. In diesem Fall solltet ihr sofort zum Hautarzt.
Foto: Techniker Krankenkasse Die ABCDE-Methode in Bildform
Wie viel Sonnenlicht ist gut für die Haut?

Wärme und Sonnenlicht ist für unsere Haut sogar wichtig, denn sie trägt zur Bildung von Vitamin D bei. Dieses Vitamin soll uns unter anderem vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen. Doch wie alles im Leben gilt auch beim Sonnetanken: alles in Maßen.

Schon 15 bis 20 Minuten am Tag reichen aus, um genügend Vitamin D zu bilden. Wenn ihr euch sonnt, achtet auf regelmäßige Pausen und cremt euch ausreichend dick ein. Da Kinder eine dünnere Haut besitzen, sind diese besonders anfällig für Sonnenbrand. Hier empfiehlt sich die Verwendung von Kindersonnen-Cremes. Grundsätzlich solltet ihr das Sonnen zwischen 12 und 15 Uhr vermeiden. Hier ist die UV-Strahlung am höchsten. 

Je nach Hauttyp hat unsere Haut durchschnittlich einen Eigenschutz von 10 Minuten. Mithilfe von Sonnencreme könnt ihr diesen verlängern. Multipliziert dazu einfach die Zahl des Schutzfaktors der Sonnencreme (z.B. 30) mit dem Eigenschutz der Haut, also 10. In diesem Beispiel ergibt sich dann eine Zeit von maximal 300 Minuten, die ihr in der Sonne geschützt seid. 

Schutz der Haut (10 Minuten) x Schutzfaktor der Sonnencreme = maximale Zeit, die ihr geschützt seid

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