27.10.2021 | Gesundheit RS-Virus verbreitet sich rasant: Bayerische Kinderärzte & Krankenhäuser am Limit

Die bayerischen Kinderärzte und Kliniken kommen an ihre Grenzen. Der Grund: Unsere Kids erkranken immer häufiger am RS-Virus - einer besonders starken Atemwegsinfektion. Woran das liegt und was Eltern jetzt wissen müssen, erfahrt ihr hier.

Foto: unsplash / Vitolda Klein

Die Kinderkliniken in Bayern sind am Limit.

"Die Krankenhäuser sind voll - und zwar bayernweit,"

sagt Dr. Dominik Ewald, der Vorsitzende des Berufsverbands der Kinder- & Jugendärzte in Bayern, auf Nachfrage von ANTENNE BAYERN. 

Der Grund

Kinder erkranken im Moment immer häufiger am RS-Virus. Drei Jahrgänge stecken sich gerade immer wieder gegenseitig an: die Drei-, Vier- und Fünfjährigen. Dr. Dominik Ewald rechnet damit, dass die Welle noch bis in den April hineingehen wird. 

Was ist das RS-Virus?

Das Virus ist ein Verwandter der Grippeviren und extrem ansteckend. Es löst heftigen Husten oder sogar Atemnot aus und kann besonders für Säuglinge und Kinder im ersten Lebensjahr gefährlich werden. 

Warum tritt das RS-Virus dieses Jahr so häufig auf?

Gerade jetzt entsteht ein Nachhol-Effekt - die Kinder hätten das Immunsystem normalerweise im letzten Winter mit Erkältungsviren trainiert, aber durch den Lockdown gab es dazu keine bis kaum Gelegenheit. Jetzt greift das RS-Virus dementsprechend die besonders untrainierten Immunsysteme an. 

Wie können wir Eltern unsere Kids schützen?
  • Babys und Kleinkinder sind besser vor dem RS-Virus geschützt, wenn sie gestillt werden.
  • Auch ein rauchfreier Haushalt ist fördernd.
  • Haltet allgemeine Hygieneregeln ein - also zum Beispiel regelmäßiges Hände waschen.
  • Putzt regelmäßig das Spielzeug eurer Kids, denn das RS-Virus wird per Schmierinfektion übertragen.