09.12.2021 | Gesundheit Sehschwäche: Diese Probleme kann das Augenlasern lösen

Die meisten Menschen haben schon einmal von der Möglichkeit gehört, mittels Laser Augenprobleme lösen zu lassen. Doch was kann ein solcher Laser überhaupt und für wen ist die Therapie geeignet?

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Renommierte Praxen, wie Relex Smile in Köln – Lasik-Welt haben es sich zur Aufgabe gemacht, nicht nur die Behandlung selbst durchzuführen, sondern auch Aufklärung zu leisten. Und diese ist wichtig, denn noch immer kursieren Gerüchte über die gut wirksame Laserbehandlung, die vielen Patienten Angst machen.

Augenlasern ist keine Schönheitsoperation – ein Mythos unter der Lupe

Es gibt viele beliebte Schönheitsoperationen und auch das Augenlasern wird fälschlicherweise häufig als solche deklariert. Ein großer Irrtum, denn eine Laserbehandlung der Augen erfolgt nicht aus schönheitstechnischen Aspekten, sondern zur Verbesserung und Wiederherstellung der Sehkraft. Das Sehvermögen ist ein wichtiger Bestandteil des Lebens und fällt nicht in die Kategorie der Schönheit.

Der Mythos entstand, weil Laserbehandlungen bei kurz- und weitsichtigen Patienten zur Folge haben können, dass auf eine Brille gänzlich verzichtet werden kann. Es wurde anfangs daher behauptet, dass der Eingriff lediglich auf die optische Verschönerung abziele. Dabei wurde der gesundheitliche Aspekt in den Hintergrund gerückt, denn Deformationen, wie die Hornhautverkrümmung können durch die Behandlung beseitigt werden. 

Für wen kommt Augenlasern überhaupt in Betracht?

Im Jahr 2020 wurden ca. 160.000 Lasik-Operationen in Deutschland durchgeführt. In den Jahren zuvor war die Anzahl immer weiter angestiegen. Die Laserbehandlung kommt grundsätzlich für die meisten Patienten in Betracht, die unter einer Sehschwäche in Form von Kurz- oder Weitsichtigkeit leiden.

Bei kurzsichtigen Patienten darf die Kurzsichtigkeit nicht mehr als -10 Dioptrien betragen, bei Betroffenen mit Weitsicht ist eine Abweichung von der Norm bis + 4 Dioptrien mittels Laser korrigierbar. Auch bei einer Hornhautverkrümmung kommen Laserbehandlungen bis zu einer Veränderung von 6 Dioptrien zum Einsatz. Ob ein Patient für die Laserbehandlung geeignet ist, entscheidet der Behandler individuell. Es können mitunter auch Patienten behandelt werden, deren Werte von der obigen Norm abweichen. Entscheidend ist das Ergebnis der persönlichen Untersuchung, bei der vor allem die Beschaffenheit der Hornhaut kontrolliert wird.

Als Voraussetzung für eine Laserbehandlung ist es entscheidend, dass sich die Fehlsichtigkeit nicht kontinuierlich verändert. Betroffene, deren Schwankungen bei mehr als 0,5 Dioptrien pro Jahr liegen, sind nur bedingt für das Verfahren geeignet. Das Resultat wäre nur kurzfristig zu verzeichnen, denn auch nach dem Lasereingriff können sich die Augen wieder verschlechtern.

Die Sache mit der Angst – Panik vor Laser ist unbegründet

Es kursieren Horrorvorstellungen, die sich rund um die Laserbehandlung der Augen drehen. Ein gewisses Maß an Nervosität ist vollkommen normal, immerhin gehören die Augen zu den wichtigsten Sinnesorganen des Menschen und ihre Gesundheit ist enorm wichtig. Doch die Erfahrung tausender Menschen hat gezeigt, dass alle Angst zuvor am Ende überflüssig war. Die Behandlung mit dem Laser erfolgt mit modernster Technologie und findet für den Betroffenen schmerzfrei statt. Anwender neuester Techniken können mit einem einzelnen Laser den kompletten Behandlungsplan in einer Sitzung umsetzen und die, oft jahrelang vorhandene, Fehlsichtigkeit in kürzester Zeit komplett korrigieren.

Lasern vs. Sehhilfe – welche Vorteile gibt es?
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Eine Brille ist heute nichts mehr besonderes. Noch vor 50 Jahren wurden Kinder in der Schule von ihren Klassenkameraden gehänselt, wenn sie eine Sehhilfe benötigten. Moderne Brillen sind so aufgebaut, dass sie mehr als Modeaccessoire und weniger als Hilfe im Alltag gesehen werden. Doch auch wenn sich Betroffene einer Sehschwäche mit ihrer Brille arrangieren können, gibt es dauerhafte Einschränkungen, die auch moderne Fassungen nicht verändern können.

Regnet es, wird die Brille nass und verschmutzt. Wird es heiß, rinnt der Schweiß und die Brille rutscht. Kontaktlinsen sind auch oft keine Alternative, da die Augen austrocknen und das wiederum zu einem paradoxen, vermehrten Tränenfluss führen kann. Der Wunsch vieler Nutzer von Sehhilfen ist daher, endlich wieder richtig sehen zu können und nicht mehr spätestens alle zwei Jahre hunderte Euro für eine neue Brille zu bezahlen.

Die Augenoperation mittels Laser ist zum Wunscherfüller dieser Menschen geworden, denn binnen kürzester Zeit ist es möglich, die Sehfähigkeit des Auges wieder herzustellen. Die Risiken sind sehr gering, eine umfassende Aufklärung durch den Behandler ermöglicht es individuell abzuwägen, ob die Laserbehandlung geeignet ist oder nicht.

Wer bezahlt das Augenlasern?

Eine Behandlung der Augen mittels Laser ist kostenpflichtig und kann hinsichtlich der Gebühren schwanken. Von 600 bis 2600 Euro sind die Preise sehr weit gefächert. Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Kosten für eine Augenlaserbehandlung nicht. Privat versicherte Personen müssen sich zuvor bei ihrer Kasse erkundigen, ob eine (teilweise) Kostenübernahme erfolgen kann.

Doch auch der Kauf einer Brille kostet Geld und besonders bei stark ausgeprägter Sehschwäche können die Kosten schnell mehrere hundert Euro betragen. Auch hier übernimmt die Krankenkasse keine Kosten und so ist die Lasertherapie langfristig für Brillenträger sogar die günstigere Variante. Wenn sich die Augen nicht wieder verschlechtern, ist keine Nachbesserung mehr nötig und die entstehenden Kosten sind einmalig.

Wenn es noch einmal zu einer Verschlechterung der Augen kommt, kann dies aber eine Nachbehandlung mit zusätzlichen Kosten nötig machen. Verglichen mit den Kosten eines zweijährigen Brillenkaufs ist die Laserbehandlung langfristig oft die günstigere Methode.