04.02.2021 | Gesundheit Sturzprophylaxe und Prävention: Wie sicher sind Treppenlifte?

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Älterwerden ist oft kein Zuckerschlecken. Krankheiten, eine eingeschränkte Mobilität und Unsicherheitsgefühle beeinträchtigen den Alltag. Im eigenen Zuhause zu stürzen, gehört zu den größten Ängsten. Ein Sturz ist im betagten Alter meist folgenreich, die Genesung langwierig. Auf Treppen fällt das Sturzrisiko besonders hoch aus. Um die Gefahr zu minimieren und dennoch mobil zu sein, ist der Einbau eines Treppenlifts eine sinnvolle Präventivmaßnahme. Wir zeigen, weshalb der Treppenlift für ein dickes Plus an Sicherheit sorgt und welche Vorzüge er noch bietet.

Warum sind Stürze im Alter so gefährlich?

Die Statistik spricht eine deutliche Sprache. Dass sich die allermeisten Unfälle im Haushalt ereignen, ist nahezu Allgemeingut. Auch die bei Senioren verbreitete Angst vor Stürzen ist nicht von der Hand zu weisen. 65 Prozent aller pflegebedürftigen Menschen stürzen mindestens einmal im Jahr in ihren eigenen vier Wänden. Die Folgen sind oft verheerend. Prellungen, schwere Verstauchungen und komplizierte Knochenbrüche werden am häufigsten diagnostiziert. Hinzu kommt, dass Verletzungen im Alter nur langsam verheilen. Mitunter sind Betroffene wochenlang ans Krankenbett gefesselt – was ihre Mobilität auf den Nullpunkt sinken lässt.

Von Treppen geht die größte Sturzgefahr aus. Selbst Todesfälle sind kein Einzelfall. Ohnehin ist das Treppensteigen bei eingeschränkter Beweglichkeit eine Herausforderung, bei chronischen Schmerzen (z. B. Arthrose) eine Tortur. Hinzu kommen alterstypische Begleiterscheinungen wie nachlassende Kraft, eingeschränktes Sehvermögen oder Koordinationsprobleme. Sie erschweren das sichere Bewältigen einer Treppe zusätzlich. Zu den häufigsten Gründen für Treppenstürze zählen:

  • es ist kein Geländer vorhanden
  • die Treppe ist zu steil oder zu eng
  • die Treppenstufen sind zu hoch oder zu schmal
  • die Oberfläche der Stufen ist zu glatt
  • das Schuhwerk war nicht angemessen

Mit Sturzprophylaxe den Teufelskreis durchbrechen

Treppen sind nicht nur Stolperfalle Nummer eins. Kommt es zu einem Sturz, sind hier die Verletzungen wesentlich schwerwiegender als auf ebener Erde. Oberschenkelhalsbrüche sind besonders gefürchtet. Hat man diese „Erfahrung“ schon hinter sich, ist die Angst vor neuen Stürzen täglicher Wegbegleiter. Die Konsequenz: Man meidet die Treppe. Das bedeutet mitunter, die Räume im Obergeschoss seines Eigenheims nicht mehr nutzen zu können. Ein Teufelskreis bricht sich Bahn, der mit zunehmender Immobilität und dem Verlust von Lebensqualität einhergeht.

Höchste Zeit, dass sich der Betroffene und seine Angehörigen Gedanken machen, wie man dem Risiko von Treppenstürzen vorbeugen kann. Sturzprophylaxe nennen das Experten. Darunter ist ein Blumenstrauß von Maßnahmen zu verstehen, die Stürze vermeiden helfen – natürlich nicht nur auf der Treppe. Neben Bewegungstraining und dem Aussetzen von Medikamenten, die ein Sturzrisiko begünstigen (z. B. Schlafmittel), gehört auch das Entfernen von Stolpergefahren dazu. Kabel oder lose Teppiche sind Beispiele dafür. Nicht zuletzt rücken Hilfsmittel in den Fokus, die Stürze verhindern.

Treppenlifte als effektives Mittel zur Sturzprophylaxe

Dabei denkt man zunächst (und zu recht) an die Anschaffung von Gehhilfe oder Rollator. Doch auf Treppen machen diese Mobilitätshelfer wenig Sinn. Sie werden hier im Einzelfall sogar zum Risikofaktor – und vermitteln nicht das ersehnte Sicherheitsgefühl. Zugleich ist die Sturzgefahr sehr hoch. Anlass genug, der Treppe die nötige Aufmerksamkeit in Sachen Sturzprävention zu widmen. Der Einbau eines Treppenlifts ist die sicherste Möglichkeit, bequem das Obergeschoss zu erreichen. Das Elektro-Gefährt ist einfach zu bedienen und befördert Personen langsam auf- bzw. abwärts.

Die beste Nachricht: Treppenlifte passen auf nahezu jede Treppenanlage in Haus oder Wohnung. Der Montageaufwand dafür ist überschaubar. Die Bedürfnisse des Nutzers und die bauliche Situation (v. a. Form der Treppe) bestimmen den Gerätetyp. Anlaufpunkt sind die oft bayernweiter aktiven Treppenlift-Anbieter aus München. Sie beraten kostenlos, nehmen das Aufmaß vor Ort, kümmern sich um Einbau, Wartung und Reparatur. Schon bei leichten Gehproblemen macht ein Treppenlift Sinn. Dann und bei einem unsicheren Stand ist ein klassischer Sitzlift erste Wahl. Bei Dauerschmerzen oder Problemen mit dem Durchdrücken der Beine ist ein Stehlift empfehlenswert.

Damit punktet ein Treppenlift

Viele Gründe sprechen für die Anschaffung eines Treppenlifts aus der Region. Zuallererst gibt er das nötige Sicherheitsgefühl. Die TÜV-geprüften Markengeräte werden fest an der Treppe installiert und regelmäßig gewartet. Mit einem Treppenlift können Personen jeden Alters die Stufen komfortabel bewältigen – Tag und Nacht. Die Angst vor folgenreichen Treppenstürzen ist Vergangenheit! Auch die Skepsis, dass der Lift zu schnell unterwegs sei, ist unbegründet. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 15 cm/Sekunde. Kurzum: Lifte geben Sicherheit und sind sicher. Das fürs Älterwerden prophylaktisch gesicherte oder zurück gewonnene Mobilsein im vertrauten Zuhause verleiht Selbstständigkeit. Weniger auf Dritte angewiesen zu sein, macht auch psychisch stabiler.

Auch zur Schonung der Gelenke sind Treppenlifte optimal. Betroffene, die unter chronischen Gelenkproblemen leiden (z. B. bei Arthrose, Rheuma) oder eine Operation an Knie bzw. Hüfte hinter sich haben, wissen das zu schätzen. Im zweiten Fall macht ggf. ein Mietlift Sinn – da man das Hilfsmittel nur für einen begrenzten Zeitraum nutzen möchte. Lifte unterbinden auch nicht die im Alter so wichtige Bewegung. Als Übungsort taugen Treppen jedoch nicht! Ein Treppenlift kann auch in anderer Hinsicht praktisch sein. Denn der Korb mit frisch gewaschener Kleidung lässt sich so ohne Mühe ins Obergeschoss transportieren. Das entlastet und birgt zugleich Stürzen vor.

Was kostet mich ein Treppenlift?

Die Kosten für einen Treppenlift sind nicht von Pappe. Das liegt daran, dass dessen Führungsschiene oft auf die Treppe zugeschnitten werden muss. Je kurviger die Treppe ausfällt, desto höher ist der Preis. Mehrere tausend Euro sind in jedem Fall einzukalkulieren. Die Preisspannen variieren je nach Liftvariante. Ein Tipp: Online-Vergleichsportale helfen, sich zu orientieren. Das günstigste Modell ist ein Sitzlift, der eine Etage überwindet und dabei eine gerade Treppe entlangfährt. Hier sind ab 3.800 Euro zu berappen. Bei kurvigen Treppen liegen die Kosten dafür bei 8.000 Euro aufwärts.

Doch es gibt Hilfe bei der Finanzierung! Treppenlift-Anbieter beraten zu möglichen Zuschüssen und Fördermitteln. Diese laufen meist unter dem Label barrierefreier Umbau. Auf Antrag beteiligt sich bspw. die Pflegekasse an den Lift-Kosten. Bereits ab Pflegegrad 1 wird ein Zuschuss als „Maßnahme zur Verbesserung des Wohnumfeldes“ gewährt. Dieser kann bis zu 4.000 Euro pro Person betragen. Zinsgünstige Kredite der KfW-Bank oder Förderprogramme der Bundesländer sind weitere Optionen.

Fazit: Treppenlifte sind ein Musterbeispiel der Sturzprophylaxe. Sie nehmen die Angst vor Stürzen und ermöglichen die sichere Bewältigung der Treppe – ohne dass der Nutzer durch sie immobil wird.