10.12.2020 | Gesundheit Taxi fahren in Corona-Zeiten: Hygieneregeln und Sicherheit

So langsam haben sich vermutlich die meisten daran gewöhnt, dass wir ohne Maske nicht mehr aus dem Haus gehen sollten. Bei der Fahrt im ÖPNV ist das Tragen eines Mund- & Nasenschutzes selbstverständlich verpflichtend. Aber was muss man sonst noch beachten? Und welche Alternativen gibt's?

Die Angst vor Infektionen oder das oftmals beklemmende Gefühl unter der Maske in der ohnehin schon stickigen U-Bahn – diese Dinge führen dazu, dass Personen im Moment den ÖPNV weniger frequentieren als vor der Corona-Krise. Alternativen, wie z.B. E-Scooter oder das Fahrrad, waren im Sommer sicherlich praktikabel. Mit Anbruch des Herbstes und spätestens im Winter fällt diese Option aber für die meisten auch weg.

Wenn es besonders schnell und komfortabel gehen soll, ist das Taxi natürlich immer eine Möglichkeit. Doch es ist das teuerste Verkehrsmittel, um kurze Strecken zu überwinden. Außerdem ist das Corona-Virus auch nicht spurlos an der Taxibranche vorbeigezogen. Wir schauen uns in diesem Artikel an, wie das Taxifahren in Zeiten von Corona so ist.

Umfassendes Hygienekonzept für ansteckungsfreie Fahrten

Um die Möglichkeiten zur Ansteckung mit dem Coronavirus zu reduzieren, mussten die Taxibetriebe ein Hygienekonzept erarbeiten. Folgende Regeln haben sich dabei etabliert:

  • die Fahrgäste müssen hinten sitzen
  • eine Plexiglasscheibe trennt den Fahrer von den Fahrgästen
  • Fahrer und Fahrgäste tragen Masken
  • die Bezahlung sollte idealerweise nicht bar erfolgen
  • nach jeder Fahrt wird gelüftet
  • nach jeder Fahrt wird desinfiziert

Durch diese Regeln wird die Sicherheit für die Fahrgäste, aber auch für den Fahrer, erhöht.

Eine Möglichkeit, um so wenig Kontakt wie möglich zum Fahrer zu haben, ist etwa das System von Sixt Ride. Über die App kann direkt bezahlt werden, sodass eine Zahlung mit Bargeld nicht notwendig und somit ein Austausch von Krankheitserregern nicht vorhanden ist. Sixt erklärt zudem, dass alle Richtlinien des WHO Hygieneprotokolls streng eingehalten. Jeder Gast bekommt zu den oben genannten Sicherheitsvorkehrungen jedes Mal Handdesinfektionsmittel angeboten, um insgesamt alle Risiken zu minimieren.

Wer ein Taxi benötigt: Verschiebung der Zielgruppen!

Viele Gründe für eine Taxifahrt sind seit Monaten nicht mehr gegeben:

  • um zum Bahnhof oder Flughafen zu fahren
  • sich nach einer Party nach Hause bringen zu lassen
  • nach einem Theaterbesuch im schicken Outfit die U-Bahn vermeiden zu können

Allerdings sind Taxiunternehmen gerade seit der Pandemie von größter Wichtigkeit. Als Krankentransport spielen sie sicherlich eine Schlüsselrolle. Viele zu Risikogruppen gehörende Menschen haben unter Umständen seit Monaten das eigene Haus oder die Wohnung nur für Arzttermine verlassen. Wenn kein eigenes Auto vorhanden ist, sei es aus Krankheits- oder Altersgründen, ist ein Fahrdienst die einzige Möglichkeit, um die Ansteckungsgefahr so gering wie möglich zu halten. Glücklicherweise gibt es mittlerweile gute, leider meist privat organisierte Nachbarschaftshilfen, die diese Menschen beispielsweise mit Einkäufen versorgen.

Somit sind zwar die Anlässe für eine Taxifahrt in der aktuellen Zeit stark reduziert, sowie die Gründe für eine Fahrt verändert, aber dafür wohl umso wichtiger. Für die Taxiunternehmer brechen also vermutlich sehr schwierige Zeiten heran, nicht zuletzt wegen der Herausforderung jedem Fahrgast ein sicheres und gutes Gefühl zu geben.