29.09.2021 | Gesundheit Tipps und Tricks für gesunde Haut im Herbst

Um des Menschens größtes Organ, die Haut, ranken sich viele Wahrheiten, Mythen und Geheimnisse – vor allem was die Hautpflege betrifft. Diese sollte nämlich im besten Fall mit Bedacht und durchdacht angewandt werden.

Abbildung 1: Wenn die Blätter bunt werden und von den Bäumen purzeln, ist es wichtig, sich ganz besonders intensiv, um die Haut zu kümmern. Die leidet nämlich unter dem Temperaturwechsel und verliert Feuchtigkeit.

Mit recht simplen Hinweisen zur sanften Reinigung, zur richtigen Pflege, zum Sonnenschutz sowie zu den Auswirkungen gesunder Ernährung, reichlich Wasser und Schlaf schafft ihr die perfekte Basis für ein gesundes Hautbild. Darüber hinaus gibt es saisonabhängig einige Tipps und Hinweise, wie die Haut gepflegt werden möchte. Diese sind – mit Blick auf den nahenden Herbst – Thema im folgenden Beitrag.

Was passiert im Herbst? Mit den bunten Blättern verändert sich auch das Hautbild

Der sonnengebräunte Teint verschwindet spätestens dann, wenn die Tage kürzer werden, der Sommer sich verabschiedet und der Herbst die Blätter an den Bäumen bunt färbt. Auch für die Haut bedeutet das, dass eine Umstellung naht: Weg von pickelfreier Haut und einem ebenmäßigen Teint, hin zu trockenen Hautstellen, Flecken und im schlechtesten Fall sogar Hautunreinheiten. Kurz um: Im Herbst geht’s eurer Haut nicht so gut wie im Sommer. Deswegen müsst ihr euch ganz besonders um sie kümmern.

Tipp 1: Milde Reinigungsmittel verwenden

Die Haut bekommt – beim Wechsel von sommerlichen Temperaturen zum Herbst – buchstäblich einen Schock. Darauf reagiert die Haut mit Rötungen und zeigt damit an, dass sie unter dem Wechsel leidet. Wer die Rötungen auf der Haut, die trockenen Stellen und die unreinen Hautpartien mit scharfen Mitteln bekämpft, verschlimmert die Hautreaktion, denn jedes scharfe Reinigungsmittel trocknet die Haut zusätzlich aus. Im Umkehrschluss bedeutet das: Eine sanfte Reinigung, die die Haut beim Übergang von Sommer zum Herbst unterstützt, ist die bessere Wahl. Das Reinigungsmittel mit antibakterieller Wirkung, das im Sommer für reine Haut gesorgt hat, ist für den Herbst ungeeignet. Reinigungslotionen, die zusätzlich Feuchtigkeit spenden, sind nun die bessere Wahl.

Tipp 2: So marschiert ihr mit einem kräftigen Hautbild in den Herbst

Es ist vor allem das Klima, das der Haut im Herbst mächtig zu schaffen macht. Der Temperatursturz ist wahrlich ein Schock für die Haut. In der Wärme weiten sich die Hautgefäße; in der Kälte ziehen sie sich zusammen. Dieses Verhalten ist nicht nur eine Reaktion auf den Temperaturwechsel, sondern hat auch schnell unangenehme Folgen. Die Durchblutung wird schlechter. Damit kann die Haut wichtige Pflegestoffe kaum mehr aufnehmen.

Abbildung 2: Im Herbst braucht die Haut eine andere Pflege. Die Tagescreme sollte Feuchtigkeit spenden; die Nachtpflege sollte rückfettende Wirkung haben.

Das nasskalte Herbstwetter kann diese Problematik noch zusätzlich verschlechtern.

Besser durch den Herbst kommt die Haut mit einer kräftigen, gesunden und widerstandsfähigen Hautbarriere. Hautmassagen sind ein guter Weg, die Durchblutung zu optimieren. So können Pflegemittel auch in den Zellen ankommen. Nach der Massage sollten feuchtigkeitsspendende Cremes verwendet werden, die die trockene Hautschicht pflegen. Wer ein straffes, waches, gesundes Hautbild hat, stärkte seine Haut auch gegen Bakterien. Die Tagescreme sollte Feuchtigkeit spenden, die Nachtcreme rückfettende Inhalte haben. Zudem müsst ihr reichlich trinken – auch das hilft der Haut und schützt sie davor auszutrocknen.

Tipp 3: Ein wetterangepasstes Outfit wählen, das die Haut nicht stresst

Der Herbst ist bekanntermaßen die Zeit nach Flip-Flops und Shorts und vor Wollpulli und Wintermantel. Das heißt auch: Natürlich muss die Haut jetzt mit einer Schicht mehr klarkommen, die im besten Fall nicht kratzt und reibt, sondern die Haut atmen lässt. Wer um seine empfindliche Haut weiß, sollte helle Kleidung tragen, denn besonders die künstlichen Farbstoffe in dunkelblauer und schwarzer Kleidung sind sehr aggressiv. Hinweise auf der Kleidung, dass das Kleidungsstück separat zu waschen sei, die Farbe ausblute oder das Kleidungsstück besonders pflegeleicht (bügelfrei, knitterfrei, schmutzabweisend) sei, zeugen davon, dass viel Chemie in der Klamotte steckt. Naturnaher und oft auch hautfreundlicher sind Bananen-, Holz-, Bambus- oder Sojafasern. Sogar funktionelle Kleidung lässt sich so herstellen.

Abbildung 3: Bei der Kleidungswahl sei gesagt: Natürliche Fasern helfen der Haut beim Atmen. Zudem ist eine häufige Reinigung der Kleidungsstücke wichtig, die sich direkt auf der Haut befinden. Dazu gehört mitunter auch der Schal.

Zudem gilt: Wenig Stoff ist immer noch das Angenehmste für die Haut. Um den Sommerteint im Gesicht möglichst lange frisch zu halten, solltet ihr beispielsweise auch auf Schals im Herbst verzichten. Sie halten die frische Luft von der Haut ab und sind wahre Bakterienschleudern, wenn sie nicht regelmäßig gewaschen werden.

Tipp 4: Den Sommerteint erhalten

Selbstbräuner könnte den sommerlichen Teint der Haut in die Herbstzeit retten. Wer zu unreiner oder empfindlicher Haut neigt, könnte auch einfach die Tagespflege um ein paar Tropfen Selbstbräuner ergänzen. Wird es nicht zu nasskalt draußen, ist frische Luft natürlich auch im Herbst für eure Haut eine Wohltat.

Abbildung 4: Achtung: Wenn die Sonne durch die Herbstwolken blinzelt, sollte ein Lichtschutzfaktor von 10 die Haut vor den UV-Strahlen schützen.

Aber Achtung: Auch in die Herbstsonne solltet ihr nur mit einem entsprechenden Sonnenschutz gehen. Eine Tagespflege mit UV-Schutz sorgt für die Hautzellen, die unter UV-Licht ohne Schutz schneller altern würden. Mit einer Tagespflege mit Lichtschutzfaktor 10 lassen sich die positiven Effekte der UV-Strahlen erhalten: Die Zellen produzieren Melanin, was für einen leicht bräunlichen Teint sorgt. Die UV-Strahlen reduzieren die Talgproduktion, was Hautunreinheiten verhindert. Zudem macht die Herbstsonne die Haut widerstandskräftig.