20.05.2019 | Gesundheit Warmer Winter, trockener Sommer: Experten warnen vor Zecken-Plage 2019

Was Menschen angenehm finden, bietet auch Insekten und Spinnentieren ein perfektes Klima. Aufgrund milder werdender Winter und trockener Sommerzeiten haben Zecken immer bessere Bedingungen, um sich zu vermehren. Zuletzt haben Experten bereits mehr von den Krabblern wahrgenommen, einige befürchten dieses Jahr sogar eine Zeckenplage.

Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Schon für das Jahr 2018 haben renommierte Zeckenexperten analysiert: „Es gibt so viele Zecken wie seit zehn Jahren nicht mehr.“ Im Jahr 2019 könnten die Krabbler zahlenmäßig sogar nochmal draufsatteln. Für den diesjährigen Sommer erwarten die Spezialisten ein nach wie vor hohes Infektionsrisiko für Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), weil es auch weiterhin so viele Zecken gebe, wie lange nicht.

Neuer Zeckenrekord im Jahr 2019?

Im Jahr 2018 wurden laut Robert-Koch-Institut bundesweit 583 FSME-Fälle gemeldet, das ist ein Höchststand seit Beginn der Meldepflicht. Und es ist zugleich ein Indikator, dass sich die Zecken tatsächlich immer mehr ausbreiten können. Ein weiteres Indiz: Katzenbesitzer aus Bayern schilderten zuletzt, dass ihre Tiere „so viele Zecken am Körper hatten wie lange nicht“. Als Gründe für die Entwicklung nennen Forscher unter anderem den Klimawandel und die zunehmende Globalisierung. Diese Veränderungen ermöglichen es neben Zecken auch Mücken, neue Lebensräume in Europa zu erschließen. Eines der jüngsten Beispiele: die tropische Riesen-Zecke.

Biologen beobachteten in den vergangenen Jahren zudem, dass Zecken immer früher und immer länger aktiv sind. Nach Angaben des Nationalen Konsiliarlabors für FSME München werden Fälle der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) in einem größeren Zeitraum gemeldet als noch vor 20 Jahren. Die Forscher sehen darin einen etwa zwei Monate längeren Aktivitätszeitraum von Zecken.

Die wichtigsten Fragen und Antworten rund um Zecken: