04.04.2017 | Gesundheit Warnung vor FSME - Neuer Erreger entdeckt

Bayern zählt seit Jahren zu den Zecken-Risikogebieten in Deutschland. Jetzt haben Forscher eine neue Zeckenart entdeckt, die FSME übertragen kann. Die Auwaldzecke.

  • Bayern zählt seit Jahren zu den Risikogebieten in Deutschland.

  • Forscher haben jetzt herausgefunden, dass nicht nur der Holzbock das Virus überträgt.

  • Sondern auch die Auwaldzecke. Sie tritt früh im Jahr und im Herbst bis zum ersten Schnee noch einmal auf. Sie hat einen weißlich marmorierten Rücken und ist zwischen fünf und 16 Millimeter groß.

  • Der beste Schutz ist, laut dem Gesundheitsministerium immer noch die Zecken-Schutz-Impfung. Bei einem Besuch in den bayrischen Wäldern sollte darauf geachtet werden lange Kleidung zu tragen, auf diese Weise ist der Weg zur Haut für die Zecken schwerer.

Bayern zählt seit Jahren zu den Risikogebieten in Deutschland. Nur vier der 96 Landkreise werden als FSME-freie Gebiete genannt, dazu zählen Schweinfurt, Hof, Dillingen an der Donau und Garmisch Partenkirchen. Einzelne Fälle würden in den Landkreisen Günzburg, Augsburg und Augsburg Land, Landsberg am Lech, Ostallgäu, Kaufbeuren, Kempten, Weilheim-Schongau, Bad Tölz-Wolfratshausen Starnberg, Dachau, Fürstenfeldbruck München und München Land gemeldet. Jährlich werden etwa 100 Fälle von FSME-Erkrankungen erfasst.

In den Monaten März bis Oktober sind die Zecken wieder los. Diese können die gefährliche Erkrankung Frühsommer-Meningoezephalitis (FSME) übertragen. Auch wenn bei den meisten infizierten Personen keine Symptome auftreten, darf dieser Krankheitserreger nicht unterschätz werden. Grippeähnliche Symptome können auftreten, in schwereren Fällen kommt es zu Entzündungen im Gehirn, der Gehirnhaut und des Rückenmarkes.

Forscher haben jetzt herausgefunden, dass nicht nur der Holzbock das Virus überträgt sondern auch der die Auwaldzecke. Noch ist unklar, ob die Zecke erst neu dazugekommen ist oder erst vor kurzem entdeckt worden ist. Das Auftreten der beiden Arten unterscheidet sich: Die Auwaldzecke tritt früh im Jahr und im Herbst bis zum ersten Schnee noch einmal auf. Sie hat einen weißlich marmorierten Rücken und ist zwischen fünf und 16 Millimeter groß. Im Gegensatz dazu ist der Holzbock Dauergast auf bayrischen Wiesen und Wäldern von März bis Oktober. Er wird zwischen 2,5 und 4,5 Millimeter groß und hat eine braun-rötliche Färbung.

Nicht nur Zecken können das Virus auf den Menschen übertragen. In Baden-Württemberg sind zwei Menschen an dem Virus erkrankt, die Ursache war die Rohmilch einer Ziege. Die Milch was durch den FSME-Erreger verunreinigt. Auch eine Übertragung durch Rohmilchkäse ist denkbar, doch pasteurisierter Milch kann ohne Bedenken getrunken werden.

Der beste Schutz ist, laut dem Gesundheitsministerium immer noch die Zecken-Schutz-Impfung. Bei einem Besuch in den bayrischen Wäldern sollte darauf geachtet werden lange Kleidung zu tragen, auf diese Weise ist der Weg zur Haut für die Zecken schwerer.

Wer in höheren Lagen des Freistaates zu Hause ist kann Glück haben, denn die kleinen Krabbeltierchen kommen ab 1.000 Höhenmetern nicht mehr vor.