16.09.2020 | Gesundheit Wegen Corona: Krankenkassen-Beiträge werden teurer

Durch die Mehrbelastung der Krankenkassen in der Corona-Krise sollen im kommenden Jahr die Zusatzbeiträge steigen.

Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Bei den gesetzlichen Krankenkassen steigt ab 2021 der durchschnittliche Krankenkassen-Zusatzbeitrag um 1,3 Prozent. Der Gesamtbeitrag umfasst neben dem allgemeinen Satz von 14,6 Prozent den sogenannten Zusatzbeitrag. Dieser steigt im Schnitt dann von derzeit 15,7 Prozent auf 15,9 Prozent. Das haben Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Finanzminister Olaf Scholz (SPD) vereinbart. 

Corona-Krise lässt Beiträge steigen 

Grund für die Beitragserhöhung sind die gestiegenen Kosten der Krankenkassen in der Corona-Krise. Dafür wird für 2021 ein Zusatzbedarf von 16 Milliarden Euro benötigt. Drei Milliarden Euro kommen dann über die höheren Zusatzbeiträge zustande. Zum weiteren sollen acht Milliarden Euro aus den Reserven der Krankenkassen kommen und fünf Milliarden Euro vom Bund. 

Sozialbeiträge sollen stabil bleiben

Die Bundesregierung hatte betont, die Sozialbeiträge gerade in der jetzigen Wirtschaftskrise unter 40 Prozent halten zu wollen. Derzeit liegt der Gesamtsozialversicherungsbeitrag im Jahr 2021 mit 39,95 Prozent unterhalb der 40-Prozent-Marke. Der derzeitige Beitrag von 39,75 Prozent setzt sich aus 18,6 Prozent des Bruttolohns für die Rente, 2,4 Prozent für die Arbeitslosenversicherung, 15,7 Prozent für die Krankenversicherung, 3,05 Prozent für die Pflege zusammen.