03.03.2021 | Haus & Garten Bodenfrost in Bayern: Wettervorhersage & Pflanzentipps für die nächsten Tage

Viele Hobbygärtner haben sich bereits ihrem Garten oder Balkon gewidmet. Aber Vorsicht: In den kommenden Nächten drohen Frost und Temperaturen im Minusbereich. Was bevorsteht und wie ihr jetzt optimal eure Pflanzen schützt, lest ihr bei uns!

Foto: Jens Büttner / dpa Damit eure Pflanzen nicht SO enden, müsst ihr jetzt auf sie achten!

Die steigenden Temperaturen haben viele Menschen wieder nach draußen gelockt. Auch die Natur hat sich sichtlich gefreut - die ersten Blüten sprießen. Das kann aber die nächsten Tage problematisch werden. Verantwortlich dafür ist die Kaltfront, die TIEF FRIEDRICH mit sich bringt. 

Bodenfrost steht bevor

Die kommenden Nächte werden richtig frostig. Die Tiefstwerte liegen zwischen -3 und -7 Grad - stellenweise sogar bis -10. Das Tief liegt mit seinem Kern über Skandinavien und bringt richtig zapfige Polarluft mit zu uns. Auch die Schneefallgrenze sinkt - der meiste Schnee wird in den Alpen erwartet: Bis Freitagabend sind hier 10 bis 20 Zentimeter Neuschnee zu erwarten.

Auch tagsüber kalt

Am Wochenende wird's dann sonnig - aber es bleibt natürlich weiter kalt bei Temperaturen zwischen 2 und 10 Grad. Vom lauen Frühlingswetter können wir uns die nächsten Tage also erstmal verabschieden. 

Pflanzen schützen!

Aber während wir unsere dicken Jacken wieder auspacken können, hat der ein oder andere womöglich schon im Garten, auf der Terrasse oder auf dem Balkon fleißig gewerkelt. Empfindliche Pflanzen nehmen diese Kaltfront jetzt natürlich nicht so gut auf. 

Tipps für eure Pflanzen

Der Frühjahrsschnitt – trotz Frost:

Normalerweise solltet ihr zu Frühlingsbeginn eure Rosen, Stauden, Gehölze oder kleinere Obstbäume im Garten zurückschneiden, damit sie auch rechtzeitig frische Triebe ansetzen können. Gibt es allerdings zu starke Temperaturschwankungen, so wie in den nächsten Tagen und Wochen – dann sollte man die kleinen Pflanzenstöcke vor Erfrierungen schützen. Dabei helfen schützende Strohmatten, die sich wie ein Mantel auf die Pflanzen legen. Auch große Kartonagen oder Gartenvlies sind dafür optimal geeignet.

Größere Bäume zusätzlich schützen

Damit die frischen Triebe eurer Obstbäume in der Nacht nicht zu erfrieren drohen, solltet ihr euch im Fachhandel nach größeren Vlieshauben umschauen. Auch ein extragroßer Jutesack schützt die empfindlichen Stellen. Zwar sind die nicht ganz billig, die Anschaffung lohnt sich aber. So sind die Bäume optimal vor Frost geschützt.

Auch das junge Gemüse sollte geschützt werden

In der Regel gilt: Je früher Gemüse oder Salat ausgesät werden, desto besser. Vor allem auch für eure Ernteerträge. Auch trotz kälterer Nacht könnt ihr damit schon loslegen. Allerdings solltet ihr auch hier für Schutz sorgen: Durchsichtiges Gartenvlies legt sich wie eine wärmende Decke um euer frisch ausgesätes Beet und schützt nicht nur vor der Kälte – tagsüber wird die Wärme unter dem Vlies auch noch gebündelt.

Frischhaltefolie wirkt manchmal Wunder

Schon jetzt können zum Beispiel Paprika, Zwiebeln oder Chilis angepflanzt werden, weil sie eine besonders lange Keimdauer haben. Um sie vor dem Erfrieren zu schützen, hilft ein Küchenutensil schnell und effektiv: Die Frischhaltefolie. Einfach um die junge Saat wickeln, damit können größere Schäden verhindert werden.

Mit dem Dünger oder dem Kompost noch etwas warten

Beim Start in die neue Gartensaison fallen jede Menge abgeschnittene Äste und Zweige an, die klein gehäckselt als Mulch für den Pflanzenwachstum verwendet werden können. Um den Pflanzenwachstum zu unterstützen, ist es an sich sinnvoll Dünger oder Kompost auszulegen. Weil die Nächte jetzt aber noch deutlich zu kalt werden könnten, empfiehlt sich noch etwas zu warten. Dafür sollte das Thermometer schon eher konstant bei mindestens zehn Grad liegen.

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