28.05.2021 | Haus & Garten Fast ganz Bayern ist Zecken-Risikogebiet: So schützt ihr euch!

So langsam wird's wieder warm im Freistaat. Da ist der Drang natürlich groß, an die frische Luft zu gehen. Doch Achtung - es lauern wieder Zecken auf euch! Wie ihr euch schützen könnt, erfahrt ihr bei uns.

Foto: Julian Stratenschulte / dpa

Die meisten Hunde oder Katzenbesitzer haben sie wahrscheinlich schon öfter gesehen: Zecken. Aber nicht nur für unsere Vierbeiner sind die kleinen Spinnentiere gefährlich, sondern auch für den Menschen.

Gegen FSME kann geimpft werden - Impfquote aber niedrig

Zecken übertragen etwa verschiedene Krankheiten - die bekanntesten sind Borreliose und FSME. Zwei Krankheiten, die einen gefährlichen Verlauf mit sich bringen können. Das wird um ein Vielfaches problematischer, da inzwischen fast ganz Bayern Zecken-Risikogebiet ist. Als Richtwert gilt, wenn in den letzten fünf Jahren mindestens einer von 100.000 Einwohnern an FSME erkrankt ist. Besonders kritisch: Gegen FSME könnte man sich impfen lassen - die Quote bei der Zeckenimpfung ist allerdings sehr niedrig, beklagt das Robert-Koch-Institut (RKI). 

Wie kann ich mich am besten schützen?

Was viele nicht wissen: Zecken lassen sich nicht einfach so vom Baum fallen, sie sitzen meist viel tiefer - auf Grashalmen, in Büschen oder im Unterholz. Im Vorübergehen lässt sich die Zecke dann abstreifen. Ihr solltet deshalb immer am besten darauf achten, lange Kleidung zu tragen und feste Schuhe.

Weiterer Tipp: Bei heller Kleidung, kann man die Biester schneller erkennen. Am besten tragt ihr auch glatte Stoffe - da finden sie nämlich nur schwer Halt. Und: Auf freien Hautpartien kann ein Insektenabwehrmittel speziell gegen Zecken helfen.

Wenn ihr viel draußen unterwegs seid, gewöhnt euch am besten an, euch danach auf Zecken zu untersuchen. Am liebsten beißen sie am Kopf, Hals, unter den Armen und in den Kniekehlen zu. Beine sind aufgrund der Nähe zum Boden bzw. zu Sträuchern grundsätzlich sehr gefährdet.

Zecke entdeckt! Was nun?

Wenn ein Blutsauger entdeckt wird und man keine Zeckenzange griffbereit hat, können die Tiere auch mit einer Pinzette entfernt werden. Wichtig: Ruhe bewahren – und die Zecke langsam und unter gleichmäßigem Zug gerade herausziehen - niemals drehen. Anschließend sollte man die Stelle mehrere Tage lang beobachten. Entsteht eine größere Rötung, dann solltet ihr euren Arzt aufsuchen.

Welche Krankheiten übertragen Zecken?

Grundsätzlich muss man sagen: Nicht jede Zecke überträgt Krankheiten! Die gute Nachricht: Laut dem RKI sind nur circa 20 Prozent der Zecken infiziert. Die bekanntesten sind diese:

Borreliose

  • bakterielle Infektion
  • kann mit Antibiotika gut behandelt werden
  • Symptome/Krankheitsbild: Gelenkentzündungen und Hautveränderungen.

FSME

  • virale Infektionskrankheit
  • Schutzimpfung ist möglich
  • Symptome/Krankheitsbild: FSME kann zu schweren Hirnhaut-, Gehirn oder Rückenmarksentzündungen führen

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