07.03.2018 | Haus & Garten Grundstück kaufen - die Kosten im Überblick

Wer ein günstiges Grundstück ergattert hat, sollte sich vorab über die Kosten informieren, die beim Grundstückskauf entstehen. Von der Maklercourtage bis hin zur Grunderwerbsteuer - hier gibts einen Überblick.

Die Suche nach einem passenden Baugrundstück ist oft ein langwieriger Prozess. Wer nicht unbedingt von den Eltern oder den Großeltern ein passendes Grundstück erbt, der muss sich selbst auf die Suche machen. Dabei schwanken die Grundstückpreise je nach Lage und Grad der Erschließung. Wer im Jahr 2018 im Münchner Umland auf der Suche nach einem Grundstück ist, kann schnell 2000 Euro pro Quadratmeter bezahlen. Je ländlicher die Gegend - desto niedriger die Preise. Die Infrastruktur im und um den Ort spielt dabei auch eine Rolle. Welche Einkaufsmöglichkeiten gibt es? Gibt es Kindergärten oder Schulen? Welche Freizeiteinrichtungen sind in der näheren Umgebung? Wie ist die Anbindung zur Autobahn? Ist Fluglärm ein Thema? Die Lage ist das Einzige an einem Grundstück, das nachträglich nicht verändert werden kann. Deshalb sollte man darauf besonders achten und vorab festlegen, was einem für die Zukunft wichtig. Womit kann man leben, worauf kann man aber keinesfalls verzichten? Die Nebenkosten beim Grundstückskauf kommen zu den Kosten für den Hausbau und den oft unterschätzten Baunebenkosten noch dazu. 

Großes Grundstück, kleines Grundstück

Auch über die Grundstücksgröße sollte man sich vorab Gedanken machen. Wie groß soll das Haus werden, das darauf steht. Ein Einfamilienhaus auf einem 300 Quadratmeter großen Grundstück, könnte schwierig werden, da unter Umständen die Abstände zur Grundstücksgrenze nicht eingehalten werden können, oder das Haus fällt zwangsweise zum Schluss kleiner aus, als man möchte. Kauft man ein Grundstück mit 1000 Quadratmetern, sollte man wissen wieviel Arbeit man in die Pflege des Gartens investieren möchte. 

Guter Boden, schlechter Boden 

Die Beschaffenheit des Bodens wirkt sich später maßgeblich auf den Hausbau und die entstehenden Kosten aus. Ungünstig sind lehmige, steinige und tonige Böden. Auch wasserführende Schichten im Boden können kritisch werden.  Wer mit Keller bauen möchte, muss dann unter Umständen mit Mehrkosten rechnen. Im Zweifel empfiehlt es sich auf jeden Fall ein Bodengutachten am Grundstück durchführen zu lassen, um böse Überraschungen beim Aushub zu vermeiden. 

Erschlossen oder nicht erschlossen 

Wichtig ist beim Kaufpreis für ein Grundstück auch die Erschließung. Ist das Grundstück bereits erschlossen, sind die wichtigsten Kabelleitungen bereits gelegt. Vor dem Grundstückskauf sollte man aber in jedem Fall klären, welche Anschlüsse bereits am Grundstück liegen und welche Anschlüsse noch ans Grundstück gelegt werden müssen. Prinzipiell gilt: Bevor ein Grundstück gekauft wird, sollten alle Fragen aus dem Weg geräumt werden. Ist man sich nicht sicher, einfach beim Verkäufer nochmals nachfragen um unerwartete Kosten zu vermeiden. 

+++ In unserer Galerie seht ihr, welche Nebenkosten beim Grundstückskauf auf euch zukommen können +++ 


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