13.01.2020 | Haus & Garten Holzofen austauschen! Diese Modelle sind nach 2020 nicht mehr erlaubt

Wer einen alten oder älteren Holzofen hat, sollte sich jetzt informieren! Unter Umständen gehört euer Ofen zu einer von Millionen Anlagen, die noch in diesem Jahr ausgetauscht oder nachgerüstet werden müssen.

Vorsicht mit alten Holzöfen - vielleicht muss auch eurer bald erneuert werden?!

Holzöfen sind für viele der Inbegriff der Gemütlichkeit. Knackt ein Feuer im Ofen, ist Abschalten garantiert. Für die Umwelt sind diese Öfen allerdings nur bedingt gut, denn sie stoßen Feinstaub aus. Um diese Mengen gering zu behalten, müssen viele Anlagen bald erneuert werden - oder gleich ganz ausgetauscht. 

Welche Öfen sind betroffen? 

Es geht um verschiedene Geräte: Betroffen sind Kaminöfen, Kachelöfen oder Heizkamine für Festbrennstoffe - also jene Öfen, die mit Holzscheiten, Pellets, Hackschnitzeln oder Kohle betrieben werden. Entspricht eure Anlage den aktuellen Immissionsschutzvorgaben, ist alles gut. Hellhörig solltet ihr werden, wenn euer Holzofen zwischen 1984 und 1995 zugelassen wurde. Dann muss euer Ofen vielleicht saniert werden. Stichtag ist der 31. Dezember 2020. Öfen aus den vorherigen Jahren mussten bereits 2018 erneuert werden. 

Betroffen sind Kaminöfen, Kachelöfen oder Heizkamine für Festbrennstoffe - also Holzscheite, Pellets, Hackschnitzel oder Kohle

Warum muss das gemacht werden? 

Industrie und auch Fahrzeuge gelten als die größten Verursacher von Feinstaub. Aber: Holzöfen tragen ebenso ihren Teil bei und bergen dadurch gesundheitliche Risiken. Feinstaub kann etwa Atemwegsprobleme verursachen oder das Herz-Kreislaufsystem beinträchtigen. Daher möchte die Politik diese Emissionen durch Holzöfen Schritt für Schritt verringern. Die gesetzliche Grundverordnung sieht vor, dass seit 2015 der Staubgrenzwert bei 0,15 Gramm pro Kubikmeter Abgas liegt und der Kohlenmonoxid-Grenzwert bei vier Gramm pro Kubikmeter

Und das klappt! Seit Beginn der Nachrüst- und Austauschpflicht 2010 sind die Feinstaubemissionen von häuslichen Feuerstätten um rund ein Drittel gesunken, wie t-online schreibt.

Erneuern oder austauschen? 

Letztlich ist das eure Entscheidung. Einige Experten geben allerdings zu bedenken, dass eine komplett neue Anlage oft die bessere - und günstigere - Alternative ist. Viele bestehende Öfen könnten zwar mit einem Filter versehen werden, aber mit Messung und Nachrüstung ist das oft teurer als gleich ein neues, effizientes Gerät zu holen.

Ob euer Gerät betroffen ist, seht ihr in der Regel auf dem Typenschild des Ofens. Damit könnt ihr das Alter und die Werte eurer Feuerstätte herausfinden - z.B. in der Datenbank des HKI und anderer Verbände. 

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