26.11.2018 | Haus & Garten Kauf, Pflege, Transport: So findet ihr den perfekten Christbaum

Die Christbaumsaison ist eröffnet! Nach und nach schaffen sich die Bayern jetzt ihre Tannen an. Aber welche Sorte soll ich kaufen? Wie muss ich den Baum pflegen? Und was darf er höchstens kosten? Alle Antworten rund um den Christbaumkauf gibt es hier!

Zur Weihnachtszeit sind sie die Stars bei uns zuhause: Jedes Jahr stehen in deutschen Wohnzimmern 24 bis 25 Millionen Christbäume. Der Bundesverband der Weihnachtsbaumerzeuger geht heuer sogar von 27 Millionen aus. 

Kauf

Wer sich einen Christbaum zulegt und seine Sorte schon gewählt hat, sollte sich beim Einkauf zunächst die Nadeln genau anschauen. Die Farbe sollte schön satt sein, das ist ein Zeichen dafür, dass die Wachsschicht intakt ist und der Baum genug Feuchtigkeit bekommen hat. Außerdem solltet ihr die Nadeln in Richtung Stamm zurückstreifen. Wenn bei diesem Test schon zig Nadeln auf den Boden rieseln, spricht das nicht für gute Qualität.

Bevorzugen sollten Käufer auch einheimische Bäume, weil sie die kürzesten Transportwege haben. Die Schnittstelle am Stamm, an der der Baum geschlagen wurde, sollte eine weiße Farbe haben. Kauft den Baum nicht zu früh, sonst ist er bis zum Fest im schlimmsten Fall schon ausgedünnt. Wer frühestens zehn Tage vor Heilig Abend zuschlägt, macht nichts falsch. 

Kosten

Was den Preis angeht, schlägt sich die sommerliche Dürre weder auf die weihnachtliche Christbaumpracht noch auf die Kosten aus. Denn die meisten Bäume, die wir dieses Jahr kaufen, sind etwa zehn Jahre alt. Ihr Wurzeln lagen bis zum Fällen deshalb so tief, dass die Trockenheit ihnen kaum etwas anhaben konnte, wie Thomas Emslander, Vorsitzender des Vereins bayerischer Christbaumanbauer erläutert.

Die Preise lägen wie im Vorjahr etwa bei 18 bis 24 Euro pro Meter. Nordmann- und Edeltannen gehören dabei ins oberste Preissegment. Am günstigsten kommen Käufer bei der Rotfichte oder der serbischen Fichte weg.

Sorten

Traditionell fahren die Deutschen am meisten auf die Nordmanntanne ab. Sie ist der mit Abstand beliebteste Christbaum. Welche Tannen noch besonders gefragt sind, zeigen wir euch hier! Die Plastiktanne findet übrigens ihr Publikum: Der Anteil künstlicher Christbäume beträgt in Deutschland etwa 12 Prozent. Sie stehen vor allem in Restaurants und Geschäften, sie müssen in der Vorweihnachtszeit besonders lange durchhalten und leuchten.

Transport

Bevor ihr euch für eine Tanne entscheidet, solltet ihr den Transport gut planen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, wählt die bequemste Variante und lässt sich den Christbaum nach Hause liefern. Am häufigsten holen die Bayern ihren Baum aber selbst ab. Allerdings hat es nicht jeder so leicht und kann seinen Baum im Anhänger oder in einem Transporter befördern.

Wenn ihr den Baum mit eurem Auto zu euch nach Hause bringen wollt, müsst ihr einige Regeln beachten. Eine davon ist, dass der Baum nach vorne höchstens 50 cm überstehen darf. Mehr zum sicheren Christbaum-Transport erfahrt ihr in unserer Galerie.

Ein sicherer Transport ist extrem wichtig. Denn schon ein kleiner Baum kann zu einer großen Gefahr werden. Das zeigt ein Test des ADAC: Demnach wird bei einem Unfall mit 50 km/h aus einem 30 Kilogramm schweren Baum ein Geschoss mit 750 Kilo.

Pflege

Viele kennen es: Besonders müssen wir uns ärgern, wenn der Christbaum in kurzer Zeit viele Nadeln verliert. Damit das nicht passiert und die Tanne bis zum Fest auch sonst nicht leiden muss, haltet euch an folgende Tipps:

  • Verpackungsnetz/Folie vorsichtig entfernen
    Um die Zweige und Nadeln zu schonen, solltet ihr Verpackungsmaterial von unten nach oben entfernen.
  • Baum aufwecken
    Bevor ihr den Baum aufrichtet, solltet ihr mit dem Stamm unten kräftig auf dem Boden aufschlagen. Die Zweige entfalten sich so besser. Danach den Stamm nochmal frisch anschneiden.
  • An Zimmertemperatur gewöhnen
    Anfangs den Baum bis zu zwei Tage draußen stehen lassen. Alternativ eignen sich auch helle Kellerräume, kühle Wintergärten oder Garagen. Anschließend unten leicht anschneiden und in einen Wassereimer stellen. Darüber hinaus sollten die Nadeln ab und zu mit Wasser besprüht werden.
  • An richtiger Stelle aufstellen
    Ein Christbaum braucht jede Menge Wasser, vor allem wenn es nach drinnen ins warme Wohnzimmer geht. Deshalb wichtig: Topfbäume regelmäßig gießen und einsprühen. Bäume nicht direkt vor die Heizung stellen. Außerdem sollte der Baum keine Zugluft abbekommen.

Zecken

Alle Jahre wieder wird beim Aufstellen von Christbäumen auch vor Zecken gewarnt. Denn dort können sich die Blutsauger verstecken. Wenn es draußen richtig kalt wird und Minus-Grade hat, erstarren sie zwar zum Teil. Allerdings tauen Zecken in warmen Wohnzimmern schnell wieder auf. Aufpassen also beim Baum-Schmücken. Idealerweise nach dem Einkauf den Christbaum erst draußen lagern, wo es nicht zu kalt ist. Ab acht Grad werden die Tiere wieder aktiver und erkunden ihre Umgebung. Wer den Baum vor dem Umzug nach drinnen kräftig schüttelt, kann Zecken besser loswerden.

Mehr zur Weihnachtszeit: