15.11.2018 | Haus & Garten Klo wird zur Tür: So kommen Mäuse, Ratten und Co. im Winter in eure Häuser

Wenn es draußen eisig kalt wird, suchen ungebetene Gäste aus der Tierwelt Schutz in der Wärme. Um den Winter zu überstehen, schleichen sich Ratten, Mäuse und Waschbären in Häuser und Wohnungen. Wie ihr sie fernhaltet, erfahrt ihr hier.

Je kälter es wird, desto schwieriger wird die Nahrungssuche in der Tierwelt. Das Problem: Einige Vertreter sehen sich nach Fressbarem gerne in der Nähe unserer Häuser und Wohnungen um. Und es kommt auch vor, dass die Wusler Unterschlupf in unseren vier Wänden suchen.

So kommen Mäuse, Ratten und Waschbären rein

Kleine Nager sind erfinderisch, wenn es um warme Verstecke geht: Mäuse und Ratten  suchen in Kellern und Dachböden Zuflucht, wenn es draußen kalt wird. Einige huschen auch in Hohlräumen von Hauswänden herum. Vor allem Ratten sind talentiert, bei der Suche nach Eingängen: Sie können nicht nur gut klettern, sondern sogar schwimmen und tauchen. Deshalb schaffen sie es in alten Häusern auch über die Toilette in die Wohnung.

Mäuse und Ratten brauchen nicht viel, um reinzukommen. Wo die Nasen der Nager durchpassen, dort kommen sie nach ein bisschen Beißarbeit auch mit dem ganzen Körper durch. Ein kleiner Spalt in der Hauswand, hinter dem sich Dämmmaterial, Holz und Estrich befinden: Nichts, was Mäuse und Ratten nicht schaffen könnten.

Waschbären nutzen besonders gerne Dachböden als Verstecke. In Bayern kommen sie nicht häufig vor. Die süß aussehenden Tiere sind aber dann anzutreffen, wenn die Temperaturen vor dem Winternoch eher mild ausfallen.

So wüten die Tiere im Haus

Wenn sie erst mal im Haus sind, wird es eklig. Denn wenn sich Mäuse und Ratten an Lebensmitteln zu schaffen machen, hinterlassen sie Kot und scharf riechenden Urin. Mucksmäuschenstill sind die Tiere auch nicht: In ihren Verstecken fiepsen, rascheln und kratzen sie herum und verursachen Schäden.

Waschbären hinterlassen auf Dachböden oder in Gärten zusätzlich Latrinen bestehend aus Kothaufen, durchwühlen Mülltonnen und bedienen sich an Fallobst.

So gefährlich sind Mäuse und Waschbären

Es gibt Mäusearten, die für Menschen gefährlich sein können – so etwa die Rötelmaus. Denn sie kann Hantaviren übertragen. Die Erkrankungen liegen mit durchschnittlich 500 Fällen pro Jahr in Deutschland laut dem Robert Koch-Institut zwar in einem geringen Umfang. Aber im schlimmsten Fall kann eine Erkrankung lebensbedrohlich sein.

Wenn im Haus also Mäusekot oder -urin entfernt werden muss, sollten auf jeden Fall Atemschutzmaske und Handschuhe benutzt werden. Dasselbe gilt für Waschbärenkot. Auch durch ihn sind Krankheiten übertragbar.

So haltet ihr die tierischen Untermieter fern

Damit Mäuse, Ratten und Waschbären gar nicht erst auf die Idee kommen, sich Häusern und Wohnungen zu nähern, solltet ihr rausgebrachten Müll immer in verschlossenen Tonnen aufbewahren. Denn lose herumstehende Müllsäcke nagen die Tiere bei der Suche nach Essensresten an. Zugleich solltet ihr mögliche Schlupflöcher in Außenwänden sicher verstopfen.

Nahe der Wände könnt ihr auch Köder auslegen oder Fallen aufstellen. Katzenfutter sollte im Garten auch tabu sein, weil sich Ratten daran zu schaffen machen. Und: Keine Lebensmittelreste in die Toilette schmeißen!

Um Waschbären fernzuhalten, sollten auch Katzenklappen und Schornsteine unzugänglich gemacht werden. Damit die Tiere auch nicht in den Dachboden einsteigen können, sollten Ästen von Bäumen, die ans Haus heranreichen, gekürzt werden.