03.07.2014 | Haus & Garten Kräuter auf Balkon, Küche oder Garten: Was muss man beim Pflanzen beachten?

Kräuter sind ein wahres Wunderwerk der Natur: Sie liefern Würze, herrliche Aromen und Vitamine in unserem Essen. Und manche wirken zudem sogar als Heilpflanze. Natürlich aber nur dann, wenn sie uns nicht im heimischen Topf eingehen...

Kräuter auf Balkon, Küche oder Garten: Was muss man beim Pflanzen beachten?

Peterling (Petersilie) ist das beliebteste Kraut in Bayern und das darf jetzt durchstarten! Bekanntlich gehört die Petersilie zu den zweijährigen Kräutern. Deshalb darf sie an einem halbschattigen bis sonnigen Platz ausgesät werden. Bitte nicht neben den Schnittlauch - sie kämpfen sonst us Essen (Nährstoffe)! Und zudem das Wichtigste: Petersilie darf nicht zweimal hintereinander auf der selben Stelle wachsen. Er mag sich selbst nicht – deshalb bitte unbedingt ein neues Plätzchen suchen!

Was ist zu tun?

Teilung - das ist die Zauberformel für die Verjüngungskur der mehrjährigen Kräuter! Egal ob Schnittlauch, Zitronenmelisse, Pfefferminze oder Estragon - durch die Teilung des Wurzelstockes wird verjüngt und gleichzeitig vermehrt. Mit der Grabgabel wird das Kraut tief ausgestochen und anschließend geteilt oder gedrittelt und neu eingepflanzt.

Wann dürfen die mehrjährigen ins Kräuterbeet?

Startschuss für die Mehrjährigen! Salbei, Thymian und Co., die viele Jahre im Kräuterbeet ihren Dienst nachgehen, dürfen direkt ins Beet gepflanzt werden. Auch der Knoblauch kann jetzt noch gesteckt werden.  

Basilikum

Basilikum wird in den Großgärtnereien gezielt auf den raschen Verbrauch getrimmt! Das heißt, sie werden mit Turbogeschwindigkeit auf Höhe und Blatt gebracht. Das Basilikum muss lange Blattstiele entwickeln, die so hoch sind, dass sie es ohne den engen Verbund in der Plastikfolie nicht stehen können: Die Folge: Nach dem Auspacken aus der Plastikhülle fallen sie auseinander und sehen nur noch unschön aus! Daher der Tipp: Schneiden die die Plastikfolie am Töpfchenboden auf (damit das Gießwasser ablaufen kann) und schieben Sie die Folie alle zwei Tage ca. 2 cm nach unten . Nach rund 14 -18 Tagen haben sich die Stiele so weit stabilisiert, so dass von alleine stehen.

  • Schnittlauch

    Mehrjährige Pflanze mit einer Höhe von 20 bis 30 cm

    Saat, Pflanzung und Vermehrung: Aussaat ab März im Zimmer, Dunkelkeimer; Freilandaussaat ab April; Teilung im Herbst

    Blütezeit: ab Juli

    Erntezeit: April bis November

    Ernte: Blattröhren, Blüten

    Verwendung: Suppen, Soßen, Salate, Quark, Fleisch, Kartoffelgerichte, Butterbrotbelag.

    Wintervorräte: einfach einfrieren

    Heilwirkung: Förderung der Verdauung.

    Schneiden Sie der Schnittlauchpflanze nicht mehr als 2/3 der Röhrchen auf einmal ab! - Als Wintervorrat wird er im Herbst in einen Topf umgepflanzt.

  • Rosmarin

    Mehrjährige, immergrüne Pflanze mit einer Höhe von 40 bis 70 cm

    Saat, Pflanzung und Vermehrung: Aussaat ab März im Zimmer, Dunkelkeimer; ab Ende Mai ins Beet; Stecklinge im Sommer, Teilung im Frühjahr und Herbst

    Blütezeit: Mai bis Juni

    Erntezeit: April bis September

    Ernte: junge Blätter und junge Triebspitzen

    Verwendung zu: Fleisch, Grillgerichte, Geflügel, Fisch, Kartoffel- und Gemüsegerichte, Marinaden, Tomatensuppe (kann mitkochen)

    Wintervorräte: trocknen, in Essig oder Öl einlegen.

    Heilwirkung: bei Magen-, Darm- und Gallenbeschwerden, niedrigem Blutdruck, als Tee nervenstärkend: WICHTIG: Nicht bei Schwangerschaft trinken!

    Achtung: Rosmarin liebt keinen Wind und keinen Frost! Im Herbst kann Rosmarin in einen Topf gesetzt und im Haus hell und kühl überwintert werden.

  • Thymian

    Mehrjährige Pflanze mit einer Höhe von 20 bis 30 cm.

    Saat, Pflanzung und Vermehrung: Aussaat ab Februar im Zimmer, Lichtkeimer; Freilandaussaat ab April; Stecklinge und Absenker im Sommer, Teilung im Herbst.

    Blütezeit: ab Mai

    Erntezeit: Mai bis September.

    Ernte: junge Blätter, junge Triebspitzen.

    Verwendung zu: Fleisch, Wild, Eintöpfen, Pasteten, Salaten, Pizza, Pilzen, Tomaten (kann mitkochen).

    Wintervorräte: trocknen, einfrieren, in Essig oder Öl einlegen.

    Heilwirkung: als Tee bei Magen-, Darm- und Gallenbeschwerden, Bronchitis.

    Tipp: schützen Sie Thymian vor Schnee, indem Sie ihn im Herbst zurückschneiden und mit Fichtenreisig abdecken.