15.01.2019 | Haus & Garten Schlafzimmer: Die besten Einrichtungstipps für eine optimale Erholung

Ein erwachsener Mensch „verschläft“ durchschnittlich etwa ein Drittel seines Lebens, um frische Energie für den neuen Tag zu tanken. Umso wichtiger ist es, dass das Schlafzimmer so eingerichtet ist, dass es zur Entspannung auch wirklich beiträgt.

Foto: Plissee Experte

Wie für jeden anderen Wohnbereich gibt es auch für Schlafzimmer unzählige Einrichtungsmöglichkeiten, um es exakt nach favorisiertem Wohnstil zu gestalten. Eines aber unterscheidet den Schlafbereich von anderen Wohnräumen ganz entscheidend: Der Faktor Erholung steht hier an vorderster Stelle. Dabei hat nicht nur die Auswahl der Farben Einfluss darauf, ob wir gut schlafen. Auch die Bettposition und eine geeignete Verdunkelung am Fenster entscheiden darüber, ob ein Raum im Endeffekt schlafgerecht ist oder nicht.

Lieber dezent als kontrastreich

Knallige oder disharmonische Farben sorgen alles andere als für Entspannung. Helle, dezente Farben oder eine bewusst warme und gemütliche Gestaltung hingegen beruhigen Geist und Seele.

Bei der konkreten Farb- und Einrichtungswahl sollte vor allem auch die vorhandene Größe des Raumes berücksichtigt werden. So wirken besonders große, eher ungemütliche Zimmer mit einem dunklem Wandanstrich oder Mobiliar schnell angenehm behaglich. Kleine Schlafräume sorgen umgekehrt für ein Gefühl der Beengtheit. In diesem Fall tragen helle Farbgebungen, ein großer Spiegel oder eine einzelne Motivtapete zu einem optischen Effekt von Weite bei.

Empfehlenswert ist auch, mit individuellen Accessoires Akzente zu setzen und dem Schlafbereich persönlichen Charakter zu verleihen. Ideal sind Gegenstände, die Erinnerungen an schöne Erlebnisse wecken. Das kann beispielsweise eine eingerahmte Kinderzeichnung sein oder ein mit Muscheln gefülltes Glas vom letzten Strandurlaub.

Die richtige Verdunkelung wählen: Lichtabweisende Vorhänge, Rollos oder Plissees

Für einen rundum geschützten Schlaf sorgt darüber hinaus eine Verdunkelung für Fenster, die den Einrichtungsstil stimmungsvoll ergänzt. Je nach Geschmack können Vorhangschals, Gardinen, Flächenvorhänge oder platzsparendere Fensterdekos wie Rollos oder Plissees in wahlweise dezenten oder besonders warmen Farben eingesetzt werden. Fast noch entscheidender als die passende Optik ist aber, dass der Sonnenschutz auch hält, was er verspricht. Wirklich effektiv gegen abendliches Licht von Laternen oder der gleißenden Morgensonne schützen nur ausgewiesene Verdunkelungsstoffe, wie abdunkelnde Plissees. Verglichen mit lichtdurchlässigen Stofftypen schatten sie Fenster nicht nur optimal ab, sondern bieten darüber hinaus auch wichtigen Blickschutz, der in einem Schlafzimmer zur Wahrung der Intimsphäre einfach unverzichtbar ist.

Die Bettposition

Eine allgemeingültige Formel für den Aufstellungsort eines Bettes gibt es nicht, sondern hängt vom individuellen Befinden ab. Denn nicht jeder fühlt sich in einem Bett wohl, dass mittig in einem großen Raum oder direkt unter einer Dachschräge positioniert ist.

Wird ein Schlafzimmer neu eingerichtet, ist es ratsam, mit einer Decke am Boden zunächst an mehreren Stellen „probezuliegen“ und dabei auch die Bettmaße einzukalkulieren. Erst wenn die endgültige Position des Bettes feststeht, sollte das restliche Einrichtungsinventar im Raum platziert werden.

Klare Ordnung und Struktur

In einem unaufgeräumten Schlafgemach schläft es sich erwiesenermaßen schlecht. Mit verschiedenen Ordnungssystemen lässt sich Chaos jedoch dauerhaft vermeiden. Abschließbare Schränke und Schubfächer schaffen rasch Stauraum für Alltagskleidung, Socken und Unterwäsche. Perfekt sind auch Regalsysteme mit herausziehbaren Körbchen oder Stofftaschen.

Ein Nachttisch mit Schublade oder Türklappe sollte ebenfalls nicht fehlen. Er dient keineswegs nur als praktische Abstellfläche für eine Tasse Tee, eine Flasche Mineralwasser oder den altbewährten Gute-Nacht-Schmöker, sondern ebenfalls als feste Unterbringungsmöglichkeit für weitere nützliche Dinge zur Schlafenszeit, wie Taschentücher in der Erkältungszeit oder Gehörschutzstöpsel.

Ganz wichtig: Arbeitsunterlagen, Aktenordner, PC oder Tablet haben im Schlafbereich gar nichts zu suchen. Wer dennoch seinen Schlafraum platzbedingt als Arbeitszimmer nutzen muss, sollte Laptop und Unterlagen nach getaner Arbeit sofort in Schrank oder Kommode wegschließen, um nicht vor dem Einschlafen noch an alles Liegengebliebene erinnert zu werden.

Auch auf die passende Beleuchtung kommt es an

Grelles Licht regt nachweislich das Gehirn an. Eine sanfte Beleuchtung hingegen ist ideal, um vom hektischen Alltagsgeschehen wohltuenden Abstand zu nehmen und sich auf die bevorstehende Nachtruhe vorzubereiten. Wer gerne noch etwas vor dem Einschlafen lesen möchte, sollte eine Leselampe in Bettnähe zur Hand haben.

Einer guter Mittelweg sind dimmbare Leuchten, die ganz nach Bedarf entweder für die Bettlektüre heller eingestellt oder aber in ihrer Lichtstärke stark heruntergedreht werden können – zum Beispiel für Entspannungs- oder Achtsamkeitsübungen vor dem Schlafengehen.