04.10.2018 | Haus & Garten Taranteln in Österreich: Kommen die riesigen Spinnen auch nach Bayern?

Habt ihr Angst oder Ekel vor Spinnen? Dann jetzt stark bleiben! Diese Taranteln wurden in Österreich gesichtet und breiten sich wegen des Klimawandels weiter aus.

Foto: Flickr/Roland B. Seper Eine Südrussische Tarantel

Die Südrussische Tarantel (Lycosa singoriensis) ist die größte Spinnenart Mitteleuropas mit gut vier Zentimetern Körperlänge. Eigentlich steht sie auf der Roten Liste und ist vom Aussterben bedroht. Dennoch wurden in letzter Zeit wieder häufiger Sichtungen aus Österreich bekannt. Dort ist sie schon um die Jahrhundertwende eingewandert. Besonders im Nordburgenland und in Niederösterreich kommt sie vor. Es scheint allerdings so als ziehe die Tarantel weiter westlich aufgrund des Klimawandels. Die Südrussische Tarantel bevorzugt Trockenrasen als Lebensraum.

Keine Invasion zu befürchten

Auch wenn die Aufregung im Moment groß und der Anblick der Spinnen für viele ein Graus ist, ihr braucht euch keine Sorgen machen: Eine Invasion der Südrussischen Tarantel ist nicht zu erwarten! Auch ist eine Verbreitung der großen Spinnen in Bayern sehr unwahrscheinlich!

Für Menschen unbedenklich

Giftig ist diese Spinnenart zwar schon, jedoch zumeist völlig unbedenklich für Menschen! Die Spinnen beißen erstens nur, wenn sie sich in die Enge getrieben fühlen und zweitens sondern sie nur selten wirklich Gift ab, wenn sie beißen. Der Biss kann allerdings schmerzhaft sein. Eine Rötung oder Schwellung ist meist die Folge. 

Nicht zu verwechseln ist die Südrussische Tarantel mit der Südlichen Schwarzen Witwe. Der Biss der Südlichen Schwarzen Witwe ist längst nicht so harmlos. In seltenen Fällen können ältere Menschen oder Kinder an dem Biss sterben. In der Regel kommt es zu krampfartigen Bauch- und Muskelschmerzen. Man sollte auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen, der mit einem Antiserum behandeln kann.

Foto: Wikimedia Commons/Alfried H. Hier zum Vergleich: Die Schwarze Witwe

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