11.02.2020 | Haus & Garten Typische Fehler bei Renovierung und Sanierung - So lassen sie sich vermeiden

Egal, ob ihr euer Parkett zu Hause aufarbeiten möchtet geht, eine Umgestaltung eurer Wohnräume vornehmen wollt oder auch eine vollständige energetische Sanierung eures gesamten Hauses in Angriff nehmen wollt - dabei können viele Fehler passieren. So vermeidet ihr sie!

Eine umfassende Sanierung oder einige kleinere Renovierungsarbeiten stehen an? Dann achtet in beiden Fällen darauf, klassische Fehler bei der Arbeit zu vermeiden!

Bei Renovierung oder Sanierung passieren immer wieder Fehler. Fehler, die Arbeit, Zeit und vor allem aber auch viel Geld kosten können. Speziell Hobbyhandwerkern unterlaufen einige typische Fehler bei einer Renovierung oder Sanierung. Und im ungünstigsten Fall verschlimmbessern diese Fehler sogar bereits bestehende Mängel. Wir haben daher für euch die typischsten Fehler bei Renovierungs- und Sanierungsmaßnahmen verschiedener Art zusammengetragen und wollen euch einige Tipps an die Hand geben, wie ihr diese vermeiden könnt.

Renovierung vs. Sanierung

Vorab zur Definition: Meist werden die Begriffe Renovierung und Sanierung unreflektiert in identischer Weise verwendet. Die Sanierung allerdings ist letztlich eine strengere Renovierung. Während bei der Sanierung wirkliche Schäden beseitigt werden, geht es beim Renovieren eher darum, ursprünglich vorhandene Zustände wiederherzustellen. Meist wird eine ehemalige Optik wieder angepeilt. Da wir nicht immer beides ausschreiben möchten, werden wir im Folgenden den Begriff "Sanierung" verwenden, worunter aber auch optische Ausbesserungen, also Renovierungsarbeiten fallen werden.

Zu viele Projekte werden gleichzeitig angegangen

Einer der wohl häufigsten Gründe, warum Sanierungsarbeiten nach kürzester Zeit zu Stress und blankliegenden Nerven führen, ist ein recht simpler. Statt, dass nämlich ein bestimmtes Sanierungsprojekt gezielt angegangen und fokussiert zu Ende gebracht wird, bevor man sich an ein neues macht, startet man Hals über Kopf in etliche Projekte parallel.

Geschuldet ist dieser Fehler ganz einfach der Euphorie und Motivation, die am Anfang des Sanierungsbeschlusses liegt. Hier kann und muss ja noch etwas gemacht werden, da drüben aber auch und dann könnte man ja noch… Es ist ganz normal, dass ihr am Anfang am liebsten gleich alles schöner und neuer machen möchtet, wenn ihr euch denn zum Sanieren entschlossen habt. Je mehr Zeit ihr euch für die einzelnen Baustellen nehmt, desto gründlicher könnt ihr eure Arbeit dort erledigen und desto zufriedener werdet ihr mit den Ergebnissen sein.

Werft euch also, wenn ihr eure Sanierung in Eigenleistung vollbringt und keine Handwerker einschaltet, nicht gleich in zu viel Arbeit an verschiedenen Stellen! Macht euch eine Liste, welche Projektabschnitte in welcher Reihenfolge am meisten Sinn machen und haltet euch dann an diesen Plan. Wenn es dann zu Verzögerungen kommt, ist nicht gleich die ganze Wohnung oder das ganze Haus betroffen. Und wenn euch das Geld ausgeht, halten sich die Kosten bei einem einzelnen, gerade stagnierenden Projekt sicherlich auch noch im Rahmen.

Die Arbeiten und Maßnahmen werden aufgeschoben

Wo die einen von der Sanierung so angetan sind, dass sie sich mit zu vielen Projekten gleich zu Beginn der Arbeit übernehmen und am Ende mitunter in finanzielle Schwierigkeiten geraten, fangen die anderen nicht einmal mit einem Projekt rechtzeitig an. Gehört ihr zu denjenigen, die ab und an unter Prokrastination leiden oder sogar chronisch prokrastinieren, solltet ihr euch in Acht nehmen. Denn hinsichtlich Sanierungsmaßnahmen ist Aufschieberitis genauso ungesund, wie die zu ambitionierte Projektvermischung.

Nehmen wir alleine einmal ein typisches Beispiel, den Schimmelbefall. Entdeckt ihr etwa in einer Ecke eures Badezimmers einen kleinen Schimmelfleck, könnt ihr noch recht unkompliziert Erste-Hilfe-Maßnahmen einleiten und den Befall selbst bekämpfen. Besser natürlich ist es noch, wenn ihr es erst gar nicht zur Schimmelbildung kommen lasst, indem ihr konsequent mit verschiedenen Maßnahmen vorbeugt.

Hier ist es eindeutig längst zu spät. Der Profi muss mit Spezialmitteln an den Schimmelbefall und will dafür gut bezahlt werden.

Doch manchmal hilft eben auch diszipliniertes Lüften und richtiges Heizen nicht. Wenn ihr dann nicht schnell handelt und die Beseitigung des Schimmels weiter aufschiebt, kommt euch das teuer zu stehen.

Erstens im finanziellen und zweitens mitunter auch im gesundheitlichen Sinne. Breitet sich der Schimmel aus und ist er mit etwas Alkohol und einem Schwämmchen nicht mehr unter Kontrolle zu bringen, müsst ihr vielleicht einen Experten zu Hilfe holen, der sich gut bezahlen lässt. Außerdem haben einige Schimmelsporen sich vielleicht bereits in euren Körper verirrt. Gerade durch die hohe Luftfeuchtigkeit in Badezimmern ist Schimmel hier besonders gefährlich, weil er über die Luft leicht in die Atemwege gerät. Das Umweltbundesamt warnt auch ausdrücklich bezüglich Gesundheitsschädlichkeit des Schimmels in der Wohnung:

   "Zahlreiche Studien zu den gesundheitlichen Auswirkungen von Schimmelpilzen sehen einen Zusammenhang zwischen der Belastung durch Schimmelpilze und Atemwegsbeschwerden (WHO 2010 und WHO 2009). Sporen und Stoffwechselprodukte von Schimmelpilzen können, über die Luft eingeatmet, allergische und reizende Reaktionen beim Menschen auslösen. […] Da bislang keine Grenzwerte für Schimmelpilze festgelegt werden können, muss das Vorsorgeprinzip angewendet werden, wonach Schimmel in Innenräumen ein hygienisches Problem darstellt und beseitigt werden muss, bevor es zu Erkrankungen kommt."
   

Die Schimmelentfernung zählt aber nicht alleine zu den Sanierungsarbeiten, die gerne mal aufgeschoben werden. Noch häufiger sind Hausdächer betroffen. Sie werden besonders oft vernachlässigt. Die Ursache dafür ist häufig nicht, dass Eigentümer schlichtweg keine Muße haben, sich um das Hausdach zu kümmern. Vielmehr liegen sie nicht direkt im Blickfeld der Eigentümer. Doch auch hier können frühzeitige Sanierungsmaßnahmen einer immensen finanziellen Belastung vorbeugen. Was die Wartung und Pflege eurer Dachflächen angeht, solltet ihr deshalb auf einige wichtige Dinge achten. Am besten ist es, sich die regelmäßige Kontrolle des Daches durch einen Profi irgendwo vorzumerken. Spätestens alle 10 Jahre solltet ihr einen Experten über euer Dach schauen lassen. Handelt es sich um ein älteres Dach, das noch nie jemand überprüft hat, ist es vielleicht schon jetzt höchste Zeit.

Die eigenen Fähigkeiten werden überschätzt

Manche Sanierungsarbeiten, wie etwa das beschriebene Entfernen kleinerer Schimmelflecken, sind problemlos selbst zu erledigen. Selbst, wenn ihr handwerklich nicht wirklich begabt seid und mit Werkzeug kaum umgehen könnt, solltet ihr einfache Sanierungsprojekte problemlos hinbekommen. In Zeiten von YouTube-Tutorials und insbesondere bestimmten Kanälen, die sich aufs Handwerk oder auf Sanierungsarbeiten spezialisiert haben, sind genaue Ratgeber schnell und übersichtlich zur Hand, sodass ihr immer wieder überprüfen könnt, wie was gemacht werden sollte.

Wichtig ist allerdings, dass ihr eure eigenen Fähigkeiten dennoch nicht überschätzt. Gerade wenn ihr zwei rechte Daumen habt, können Ratgeber im Netz und Unterstützung durch Freunde zwar helfen, mitunter verschlimmbessert ihr aber auch einige Stellen in eurer Wohnung oder eurem Haus. Vor allem, wenn ihr etwa nach Feierabend denkt, nochmal eben eine Stunde ein bisschen werkeln zu können, von der Arbeit aber eigentlich schon total erschöpft sein. Dann schleichen sich Fehler ein oder ihr geht vielleicht schludrig vor. Hinterher ärgert man sich dann meistens darüber, dass man sich zu viel zugetraut hat.

Ob es nun also die mangelnde Zeit ist, die ihr euch für eure Sanierungsprojekte nehmen könnt oder ob die Arbeiten schlicht eine Hausnummer zu groß für euch sind – versucht eure Möglichkeiten und Fähigkeiten rund um die Sanierung stets realistisch einzuschätzen. Und wägt dann ab, ob es nicht doch lohnenswerter ist, noch etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen und Experten zur Unterstützung zu holen, die genau wissen, was sie tun und die eure Projekte auf professionellem Niveau umsetzen können. Dann vermeidet ihr auch, im Nachhinein immer auf eine schlecht verlegte Parkettecke in eurem Wohnzimmer oder abstehende Kacheln im Bad schauen zu müssen.

Und falls ihr doch unbedingt alles selbst machen möchtet, denkt zumindest über Schulungen im Sanierungsbereich nach. Die kosten zwar auch Geld, dafür lernt ihr aber intensiver, als wenn ihr euch ein paar Tutorials anschaut oder Magazine durchblättert.

Die Handwerker: Falsch gebucht und schlecht geplant

Ja, selbst, wenn ihr Profis einschaltet, kann euch noch der ein oder andere Fehler unterlaufen. Und zwar vor allem in der Wahl der Handwerker. Es ist verständlich, dass man bei der Buchung der Experten ein wenig aufs Geld schaut. Allerdings solltet ihr euch nicht unüberlegt gleich den ersten und günstigsten Anbieter auf eure Baustelle holen. Hier spart ihr einfach am falschen Ende und müsst im Notfall sogar doppelt zahlen, wenn nämlich ein anderer, besserer Handwerker die Fehler des ersten wieder ausbessern und korrigieren muss.

Sucht euch den richtigen Experten, um nicht dessen Fehler wieder teuer ausbaden zu müssen.

Gute Handwerker kosten daher ihr Geld, sind dieses aber allemal auch wert. Euer Experte sollte sich als Zeichen seiner Kompetenz auf jeden Fall durch einen Meister-Titel, langjährige Erfahrung und vorzeigbare Bauprojekte ausweisen können. Dann könnt ihr auch sicher sein, dass ihr es mit zuverlässigen Anbietern zu tun habt. Denn während es bei Malerarbeiten oder Ähnlichem nicht ganz so wild ist, wenn die Arbeiten sich einmal um ein paar Tage verlängern, sieht es bei Sanierungsmaßnahmen schon anders aus. Da kann jeder Tag entscheidend sein und eine reibungslose Zusammenarbeit mit strikten Termineinhaltungen ist Pflicht. Und wenn es um kompliziertere Vorhaben geht, wie das Bauen einer bodengleichen Dusche (die übrigens, trotz des Hypes, auch nicht ohne Nachteile ist) oder den Umbau zum barrierefreien Wohnen, kommt ihr um einen Fachhandwerker sowieso einfach nicht herum.

Auch bei der Planung solltet ihr genau sein. Gerade bei komplexeren Projekten ist an die Handwerker (eventuell sogar verschiedene Handwerker), Arbeitsgeräte, Materialien und Arbeitsschritte zu denken, die alle koordiniert werden müssen. Erst, wenn ihr alles bis ins letzte Detail durchgeplant habt, solltet ihr den Profis den Startschuss geben. Denn sonst werden eventuell Leitungen falsch verlegt oder Türen passen nicht in Rahmen und ihr seid selbst schuld daran, weil ich nicht gründlich geplant habt. Seid ihr euch in diesem Punkt unsicher, könnt ihr überlegen, euch auch für die Planung eures Bauvorhabens Unterstützung zu holen.

Es wird zu viel gespart und Fördermittel werden vergessen

Wir können es nur noch einmal betonen: Bei der Sanierung sparen zu wollen ist verständlich, spart aber bitte nicht an den falschen Stellen. Die Handwerker sind nicht die einzigen, die sich Qualität kosten lassen. Bei den Materialien für eure Sanierung gilt das Gleiche: Greift nicht zum Allerbilligsten, sondern setzt auf renommierte Marken und empfohlene Produkte. Selbst, wenn ihr als Laien auf den ersten Blick vielleicht keine großartigen Unterschiede bei den billigsten im Vergleich zu den teureren Produkten seht – spätestens bei der Sanierung selbst stellt sich dann oft heraus, dass die Billigprodukte einige Mängel aufweisen oder schlecht verarbeitet sind.

Denkt daran, dass Rohre, Platten, Fliesen & Co. einer dauerhaften Belastung und Bewohnung über Jahre hinweg standhalten müssen! Gebt also lieber ein paar Euro mehr aus und lasst euch im Fachhandel umfassend beraten, damit ihr am Ende nicht mit einem Rohrbruch oder gerissenen Fliesen zu kämpfen habt.

Könnt ihr euch die teureren Handwerker und Produkte nicht leisten, ist es eine ernsthafte Überlegung wert, ob ihr euch nicht mit Fördermitteln Unterstützung einholt. Vom Bund, den Ländern und teilweise auch von Kommunen gibt es mitunter großzügige Fördermittel fürs Renovieren. Bei ihnen handelt es sich entweder um Zuschüsse oder zinsgünstige Darlehen, mit denen ihr euch vielleicht Projekte leisten könnt, die ihr ohne Fördermittel erst gar nicht in Angriff genommen hättet. Die bundeseigene Förderbank KfW – die weltweit größte nationale Förderbank – zum Beispiel hat die Programme "Altersgerecht Umbauen" und "Energieeffizientes Sanieren" im Programm. Erkundigt euch im Netz einfach einmal nach ähnlichen Fördermöglichkeiten – ihr werdet erstaunt sein, welche Möglichkeiten sich auftun.

Die energetische Sanierung

Wo wir schon die energetische Sanierung angesprochen haben, wollen wir abschließend noch etwas genauer auf diese eingehen. Denn die Modernisierung der Wohnung oder vor allem auch des Hauses zur Minimierung des Energieverbrauchs für Heizung, Warmwasser und Lüftung liegt nun einmal aus gutem Grund im Trend. Und dürfte deshalb für viele Sanierungshungrige von Interesse sein.

Es wird nur teilweise saniert

Eine komplette energetische Sanierung ist ein großer Schritt und kein Unterfangen, was ihr mal eben so nebenher finanzieren und durchführen könnt. Dennoch ist bei einer energetischen Sanierung eine Komplettsanierung die beste Wahl. Zu denken, dass einzelne kleine Schritte sich hier besser empfehlen, um Geld zu sparen oder sogar nur manche Details des Hauses energetisch zu sanieren, ist eigentlich keine Option. Falls ihr es doch auf diese Weise angehen möchtet, solltet ihr euch zumindest einen Energieberater zur Seite holen.

Eine Ausnahme gibt es übrigens doch: Bei modernen Häusers etwa ab Mitte der 80er Jahre sind in der Regel die Außenhüllen schon von einer hohen Qualität. Eine Investition in eine neue Dämmung und neue Fenster lohnt sich hier oftmals nicht. Allerdings könnt ihr hier mit einer neuen Heizung noch von einigen Sparmöglichkeiten profitieren. Hier also kann es durchaus sinnvoll sein, dass ihr alleine mit einer Erneuerung der Haustechnik euer Haus zum Effizienzhaus macht.

Es wird schlecht gedämmt

Wenn ihr energetisch saniert, sollte euer Ziel sein, dass die Energieeinsparung über Jahre hinweg ihre Wirkung auch auf der Heizkostenabrechnung zeigt. Deshalb gilt auch bei der energetischen Sanierung, dass ihr nicht knausern solltet, sondern besser auf die etwas teureren, dafür aber besseren Produkte zurückgreift.

Eine ordentliche Dämmung in der Fassade zahlt sich aus!

Die Arbeit, die beispielsweise bei der Sanierung mit einer neuen, 16 cm dicken Fassadendämmung bezahlt werden muss ist dagegen die gleiche, wie bei einer 8 cm dicken Fassade. Dass die dünnere Dämmung allerdings auch nicht ganz so optimal dämmt, wie die stärkere Variante, sollte klar sein. Deshalb gilt: Immer die "bessere" oder "empfehlenswertere" Option wählen und hinterher nicht bereuen, die paar Euro unbedingt sparen gewollt zu haben.

Bei den Fenstern sieht es übrigens genauso aus: Dreifachverglasungen schlagen preislich kaum mehr zu Buche als Doppelscheiben, dämmen aber einfach besser. Falls möglich, solltet ihr also zu ihnen greifen. Befinden sich schon Doppelscheiben in eurer Fassade, lohnt sich der Austausch dagegen nicht wirklich. Das wäre dann tatsächlich eher Geldverschwendung.

Die Details werden vernachlässigt

Große Flächen lassen sich meistens recht simpel dämmen. Allerdings sind Details, wie etwa die Fensterlaibung schon eine kompliziertere Angelegenheit. Denn um die Ecke zu arbeiten bedarf Fingerfertigkeit und ein wenig Erfahrung. Oft müsst ihr hier auch etwas teurere Dämmmaterialien einsetzen, da nur wenige Zentimeter Platz zur Verfügung stehen. Ignoriert ihr aber Details wie die erwähnte Fensterlaibung einfach, kann sich unter Umständen bald schon Schimmel an den inneren Mauerflächen der Fenster bilden.

Rund um hervorstehende Dachsparren solltet ihr die Dämmplatten übrigens ganz exakt zuzuschneiden, bzw. darauf achten, dass eure Handwerker dies tun. Und falls die Dämmplatten an der Fassade mit Dübeln befestigt werden, sind in jedem Fall wärmebrückenfreie Dübel zu nehmen. Gut zu wissen: Wärmebrücken sind per Definition "örtlich begrenzte Schwachstellen eines Bauteils, die mehr Transmissionswärmeverluste aufweisen als die umgebende Fläche. Dadurch treten häufig Baumängel wie Tauwasserausfall, Schimmel o. ä. auf. Außerdem führen Wärmebrücken zu erhöhten Wärmeverlusten." Gut also, wenn ihr auch bei kleinsten Baumaterialien, wie Dübeln, auf die Wärmebrückenfreiheit achtet!

Die Fenster werden nicht ausgewechselt

Müsst oder wollt ihr eure Fassade sanieren, spielt ihr vielleicht mit dem Gedanken, zwar eine ordentliche Dämmung einzubauen, die alten Fenster aber trotzdem drin zu lassen, weil die ja noch ganz vernünftig aussehen. Der Schein trügt hier allerdings meistens. Was die Wärmetechnik angeht, sind optisch einwandfreie Fenster oft trotzdem längst ein Fall für die Mischabfalltonne.

Und alte Fenster weisen oft nicht nur ungünstigen Dämmwerte auch; häufig sind auch die Rahmen verzogen. Dadurch ist ein dichtes Schließen nur noch schwer möglich, sodass weiter viel Energie durch Ritzen und Spalten verlorengehen kann. Die Faustregel lautet: Fenster, die älter als 25 Jahre sind, sollten bei der Fassadensanierung mit ausgetauscht werden!

Man hat Angst vor luftdichten Folien

Und letztlich müssen wir noch auf einen letzten, unnötigen Fehler bei der energetischen Sanierung hinweisen: Die Angst vor luftdichten Folien und einer dichte Gebäudehülle, die viele Hausbesitzer im Rahmen der Sanierung haben. Diese Angst gründet sich auf den uralten Sanierungsmythos, dass das Verkleben und Abdichten aller Fugen und das Anbringen einer luftdichten Dämmung das Raumklima zerstören würde.

Keine Angst vor luftdichten Folien! Sie sorgen für die optimale Energieeinsparung.

Doch das vielgefürchtete Leben in einer Plastiktüte ist natürlich Humbug. Eine luftdichte Ebene sorgt nicht nur für die optimale Energieeinsparung, sie trägt auch zum Wohnkomfort bei. Denn an einem eisigen Wintertag seid ihr doch auch froh, wenn es nicht durch die Fenster reinzieht oder die Wände kalt werden. Und lüften müsst ihr ja sowieso in beiden Fällen!