09.06.2021 | Haus & Garten Vorsicht giftig: Riesenbärenklau breitet sich in Bayern aus

Die Pflanze sieht harmlos aus, kann aber gefährliche Reaktionen hervorrufen: Riesenbärenklau. Aktuell breitet er sich wieder massiv in Bayern aus. Speziell für Kids kann die Pflanze gefährlich werden. Was ihr wissen und beachten müsst, lest ihr hier.

  • Im Wald oder am Wegrand: da wächst der Riesenbärenklau am häufigsten. Hier zu sehen ohne Blüten. Ihr erkennt besonders gut die großen zackigen Blätter.

    Im Wald oder am Wegrand: da wächst der Riesenbärenklau am häufigsten. Hier zu sehen ohne Blüten. Ihr erkennt besonders gut die großen zackigen Blätter.

    Quelle: dpa / Valentin Gensch
  • Weiß, rosa und manchmal grün-gelbliche Blüten formen Dolden über den Stängeln des Riesenbärenklau.

    Weiß, rosa und manchmal grün-gelbliche Blüten formen Dolden über den Stängeln des Riesenbärenklau.

    Quelle: Pixabay / eme
  • Bis zu vier - teilweise sogar fünf - Meter kann die Pflanze hoch wachsen. Aber Vorsicht: Aktuell sind die Jungpflanzen noch im Wachstum und sind meist nur etwas 40-50cm hoch.

    Bis zu vier - teilweise sogar fünf - Meter kann die Pflanze hoch wachsen. Aber Vorsicht: Aktuell sind die Jungpflanzen noch im Wachstum und sind meist nur etwas 40-50cm hoch.

    Quelle: Pixabay / Mabel Amber
  • Oft erkennt man die Pflanze auch an den rötlich-gefleckten Stängeln, die bis zu 10cm dick sein können. 

    Oft erkennt man die Pflanze auch an den rötlich-gefleckten Stängeln, die bis zu 10cm dick sein können. 

    Quelle: dpa / Valentin Gensch
  • Falls ihr euch selbst an die Entfernung von Riesenbärenklau machen wollt, dann ist Vorsicht geboten: Achtet auf wirklich gute Schutzkleidung. Und Handschuhe nicht vergessen!

    Falls ihr euch selbst an die Entfernung von Riesenbärenklau machen wollt, dann ist Vorsicht geboten: Achtet auf wirklich gute Schutzkleidung. Und Handschuhe nicht vergessen!

    Quelle: dpa / Carsten Rehder

Die Riesenbärenklau-Pflanze schaut ungefährlich aus, ist aber hochgiftig. Auf den Riesenbärenklau - verwandt mit dem weniger giftigen Wiesenbärenklau - stoßt ihr am wahrscheinlichsten beim Spazierengehen durch den Wald oder am Wegrand. Speziell jetzt solltet ihr die Augen offen halten, denn die Hauptblühzeit beginnt ab Juni und dauert bis September.

Was kann passieren?

Die Pflanze kann zur echten Gefahr werden - v.a. für Kinder, die oft im Gras oder Gebüsch spielen. Kommt die Haut mit der Pflanze in Berührung, dann kann es zu einer Art Verätzung kommen. Das eigentliche 'Gift' steckt im Pflanzensaft. Dieser ist fototoxisch und verursacht daher besonders bei starkem Sonnenlicht Hautreaktionen wie Rötungen und Verbrennungen ersten und zweiten Grades. Hinzukommen können unter anderem Blasen, Atemnot, starke Schmerzen und Kreislaufprobleme. Selbst drei Tage nach Kontakt mit dem Riesenbärenklau kann es noch zu solchen Symptomen kommen. Die Heilung der Wunden und Blasen dauert oft Wochen.

Wie ihr die Pflanze erkennt

In der Bildergalerie seht ihr, wie die gestängelte, krautige Pflanze genau aussieht. Der Riesenbärenklau kann ausgewachsen bis zu fünf Meter hoch werden - aktuell sind viele Jungpflanzen aber noch um die 40cm groß. Die Blätter sind gezackt und die Blüten sind weiß bis rosa - können auch mal grün-gelblich sein. Als Ausbreitungsgebiete bevorzugt der Riesenbärenklau Brachland und Wasserränder. Durch die schnelle Verbreitung und die robusten Samen kann die Pflanze aber auch in bayrischen Gärten gedeihen.

Was tun, wenn ihr mit der Bärenklaue in Kontakt kommt

Da das Gift fototoxisch ist, gilt bei Kontakt: 

1) Raus aus der Sonne! 

2) Die betroffene Stelle mit Seife und Wasser abwaschen 

3) Ggf. den nächsten Hausarzt aufsuchen

Informiert eure Kinder

Prävention ist wichtig und daher ist die beste Methode oft, eure Kids vor den giftigen Pflanzen zu warnen. Zeigt euren Kindern am besten ein Bild vom Riesenbärenklau und erklärt ihnen, warum sie diese Pflanze nicht pflücken oder anfassen sollen. Je nach Alter, werden sie dann auch selber aufmerksam sein können.