20.03.2019 | Haustiere Tödliche Hunde-Krankheit aufgetaucht: Ist Bayern in Gefahr?

In Bayern sind in diesem Jahr acht mit Staupe infizierte Füchse gefunden, davon alle tot. Diese Krankheit ist auch tödlich für Hunde und kann sich schnell ausbreiten. Was Hundebesitzer beachten sollten, erfahrt ihr hier.

Foto: Marc Müller/dpa

Eigentlich ist die Krankheit so gut wie ausgestorben. Aber wenn sich ein Tier doch anstecken sollte, gibt es ein großes Problem: Wirksame Medikamente gegen eine fortgeschrittene Infektion gibt es aktuell nicht. Daher sind die aktuellen Funde sehr brisant. Insgesamt acht Füchse wurden in diesem Jahr von Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit gefunden, die mit Staupe infiziert waren.

Deshalb ist die Krankheit gefährlich

Staupe ist eine Viruserkankung, die sowohl Hunde als auch andere Tiere, wie Füchse und Marder betreffen kann. Oft endet die Krankheit tödlich. Erste Anzeichen sind unter anderem Appetitlosigkeit, Durchfall und Erbrechen. Für Menschen ist sie glücklicherweise ungefährlich.

Die Krankheit verbreitet sich durch Tröpfcheninfektion. Das bedeutet, dass sich der Erreger in allen Schleim- und Festausscheidungen befindet. Daher ist auch äußerste Vorsicht geboten, wenn ihr tote Tiere im Wald seht. Falls der Hund dann an den Kadavern schnuppert, besteht ein hohes Risiko für eine Ansteckung.

Impf-Gegner auch bei Tieren

Vor allem das regelmäßige Impfen der eigenen Tiere hat die Krankheit in Deutschland eingedämmt. Doch diese Disziplin scheint nachzulassen. Andreas Brucker vom Tierschutzverband Bayern sagt: „Es gibt auch Menschen in Bayern, die ihre Tiere nicht mehr impfen.“ Dadurch wird der Krankheit wieder eine Möglichkeit gegeben, sich auszubreiten und weitere Tiere zu gefährden. 

So schützt ihr euren Hund vor Staupe

Ist ein Hund schwer krank, so kann man ihm nicht mehr helfen. Daher empfiehlt Katharina Klube von der Bundestierärztekammer e.V. vorzusorgen. Impfungen gegen Staupe gibt es für Welpen ab der achten Woche. Wichtig ist außerdem alle drei Jahre die Impfung aufzufrischen. Auch Andreas Brucker vom Tierschutzverband bekräftigt nochmal: „Ich kann nur empfehlen, die Tiere regelmäßig zu impfen.“

Werden weiterhin Tiere regelmäßig geimpft, sollte die Krankheit keine Chance haben. Bisher sind Erkrankungen zum Glück nur Einzelfälle.

Was in den Köpfen unserer Hunde vorgeht: