15.07.2014 | Job & Berufsleben Das sollten Sie lieber lassen: Die größten No-Gos beim Vorstellungsgespräch

Das sollten Sie lieber lassen: Die größten No-Gos beim Vorstellungsgespräch

Wenn man es im Urlaub mal geschafft hat so richtig abzuschalten, kann es einem hinterher, wenn der Alltag wieder ansteht, umso schmerzlicher bewusst werden: Sie haben überhaupt keine Lust wieder in der Arbeit anzutanzen. So ein Gefühl ist an sich nichts Verwerfliches. Vielen geht es so. Nur wenige können es schon am Sonntag nicht mehr abwarten am Montag endlich wieder zu den Kollegen und den Aufgaben zu kommen. Doch bei manchen Menschen ist der Jobfrust so groß, dass sie über einen Wechsel nachdenken. Gerade jetzt, wenn man mal Zeit hat die Sache mit etwas Abstand zu betrachten.

Für den Fall dass diese Abneigung gegen die Arbeit von Dauer ist, sollten Sie über einen Jobwechsel nachdenken. Sie können anfangen, Bewerbungen zu schreiben und mit etwas Glück werden Sie zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Für viele eine heikle Sache. Man will sich von seiner besten Seite präsentieren, der Druck und die Anspannung sind groß. Und wenn Sie einen frappierenden Fehler machen sind Sie bei Ihrem potenziellen, künftigen Arbeitgeber schnell untendurch.

Doch keine Panik. Am anderen Ende des Tisches sitzen auch nur Menschen. In unserer Galerie verraten wir Ihnen, welche Fettnäpfchen bei einem Bewerbungsgespräch lauern und wie Sie sie locker umgehen können.

  • Miese Nummer

    Auch wenn Ihr aktueller oder Ex-Arbeitgeber ein echter Tyrann war, in der Firma alles drunter und drüber ging, Bilanzen gefälscht wurden oder gar noch Schlimmeres passiert ist: Lassen Sie sich niemals dazu hinreißen, Ihre früheren Arbeitgeber schlecht zu machen. Einen illoyalen Mitarbeiter wird niemand einstellen. Begründen Sie Ihre Motivation für den Jobwechsel lieber mit beruflicher Neuorientierung.

  • Noch Fragen?

    Wenn Sie keine Fragen zum Unternehmen haben, lässt sich das als Desinteresse deuten. Daher fragen Sie! Welche Aufstiegschancen gibt es in dem Unternehmen für Sie? Wo und mit wem genau werden Sie zusammenarbeiten. Das Unternehmen bewirbt sich schließlich immer auch bei Ihnen und nicht nur Sie beim Unternehmen. Damit steigern Sie Ihren Wert.

  • Grinsekatze

    Der Personaler soll Sie in möglichst positiver Erinnerung behalten. Als freundlichen, lockeren Menschen. Aber verzichten Sie bitte auf grenzdebiles Dauerlächeln mit den Mundwinkeln an den Ohren. Ein nettes Lächeln kommt freundlich rüber. Ein merkwürdiges Dauer-Zähne fletschen wirkt eher dümmlich.

  • Antwort A

    Personaler stellen oft die gleichen Fragen. Warum haben Sie sich bei uns beworben? Was würden Sie an unserem Unternehmen ändern? Darauf können Sie sich vorher schon einstellen. Aber bitte lernen Sie keine vorgefertigten Antworten auswendig. Die bekommen Personaler ständig zu hören und so bleiben Sie sicher nicht in deren Gedächtnis haften. Strengen Sie Ihren Kopf an. Sicher fällt Ihnen etwas ein.

  • Badezimmer

    Wenn Menschen nervös sind, neigen Sie zu Übersprunghandlungen. Wir spielen an Handtaschen herum, greifen immer wieder zur Wasserflasche, knibbeln an einem Pickel oder den Nägeln herum etc. Doch so schwer es auch fällt, halten Sie Ihre Hände ruhig. Das strahlt Selbstvertrauen und Souveränität aus. Und so ein Mitarbeiter wird gern gesehen.

  • Auf ein Gläschen

    Das Bewerbungsgespräch läuft super. Sie fühlen sich wohl, scherzen mit dem Personalverantwortlichen und die Atmosphäre ist gelöst. Ein Glücksfall in einem Vorstellungsgespräch. Doch jetzt bloß nicht leichtsinnig werden. Lockern Sie nicht Ihre Krawatte und fragen Sie um Himmels Willen nicht ob Sie sich hinterher nicht auf ein Bierchen treffen wollen. Egal wie gut die Chemie ist. Wenn Sie genommen werden, haben Sie für solche Dinge noch ausreichend Gelegenheiten.



  • Natürlich wollen Sie so schnell wie möglich wissen wie das Ergebnis des Personalers ausgefallen ist. In den allerwenigsten Fällen bekommen Sie gleich nach dem Gespräch eine Zu- oder Absage. Doch auch wenn die Versuchung groß ist: Greifen Sie nicht schon am nächsten Tag zum Telefon um nachzufragen wie der Stand der Dinge ist. Wenn Sie nerven, sinken Ihre Chancen. Lassen Sie getrost eine Woche verstreichen bevor Sie höflich nachfragen. Aber: Warten Sie auch niemals länger als zwei Wochen. Sonst wird die fehlende Nachfrage als Desinteresse gedeutet und das ist dann auch wieder schlecht.