27.04.2017 | Job & Berufsleben Den Chef mit einem Emoji beleidigen? Das kann böse Folgen haben

Wer seinen Chef nicht leiden kann und ihn deshalb in sozialen Netzwerken mit Hilfe eines Emojis beleidigt, muss mit bösen Konsequenzen rechnen. Ein aktueller Fall aus Baden-Württemberg zeigt, wie schnell das gehen kann.

Ist Ihr Chef auch manchmal ziemlich nervig? Kein Problem - Sie sind nicht allein. Laut einer aktuellen Umfrage der Ruhr-Universität Bochum, an der bislang 4000 Arbeitnehmer teilgenommen haben, sind 56 Prozent unzufrieden mit ihrem Vorgesetzten. Also jeder Zweite. Das man sich da hin und wieder seinen Teil denkt, ist klar. Und so lange es beim bloßen Denken bleibt, ist es auch kein Problem. Schwierig wird es, wenn das ganze plötzlich öffentlich zu lesen ist. 

So passiert in Badem-Würtemberg. Dort hat ein Arbeitnehmer seinen Chef in einem Sozialen Netzwerk als "fettes Schwein" bezeichnet. Das Wort Schwein war dabei aber nicht ausgeschrieben, sondern als Emoji dargestellt. Als der Chef davon Wind bekam, folgte die fristlose Kündigung. Der Mitarbeiter zog vor Gericht und erzielte zumindest einen Teilerfolg. Aus der Kündigung wurde eine Abmahnung, da er sich vorher noch nie etwas zu Schulden kommen ließ. Trotzdem gilt: Beleidigung im Netz ist eine Beleidigung im Netz - auch wenn es "nur" durch ein Emoji ist. Und das kann böse Folgen haben. 

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