07.12.2018 | Job & Berufsleben Der Weg in die Selbständigkeit: 7 wertvolle Tipps

Mit dem klassischen Angestelltenverhältnis wird nicht jedermann glücklich. Wer mit dem Gedanken spielt, sich selbständig zu machen, für den haben hier einige wertvolle Tipps!

Weiterbildung ist eine entscheidende Grundlage für Erfolg.

Oft stören sich Betroffene an mangelnden Möglichkeiten zur Selbstverwirklichung, festen Arbeitszeiten und zu geringer Entscheidungsgewalt. Wer sich selbständig machen will, braucht jedoch einen guten Plan. Ganz leicht nämlich ist es mit dem Erfolg nicht. Mit den folgenden sieben Tipps begibst du dich auf einen guten Weg.

1. Mit Know-How eine Basis schaffen

Wer selbständig erfolgreich sein will, muss mehr als nur anwesend sein. Die Konkurrenz nämlich schläft nicht und oft gibt es in der unmittelbaren Nähe bereits mehrere Wettbewerber, die ebenfalls um die Gunst der Kundschaft buhlen. Setze daher auf das Vertrauen deiner potenziellen Kunden und gib ihnen guten Grund, sich für dich zu entscheiden. 

Know-How bildet die Grundlage. Vielen Menschen ist es wichtig, eine Dienstleistung oder auch Produkte zu wählen, deren Urheber etwas von seinem Fachgebiet versteht. Der Weg in die Selbständigkeit also beginnt am besten mit sinnvoller Weiterbildung im passenden Bereich. Dann kannst du dir Zertifikate oder Zeugnisse sichern, die deine Expertise untermalen.

2. Auch betriebswirtschaftlich weiterbilden

Zur Gründung eines Unternehmens gehört auch dessen künftige Verwaltung und Steuerung. Das gilt sowohl für kleinere als auch für größere Unternehmer, denn überall müssen rechtliche und betriebswirtschaftliche Grundsätze eingehalten werden. So ist es beispielsweise wichtig, dass du schon vor der Gründung weißt, was es mit der Umsatzsteuervoranmeldung auf sich hat, wie du Stundensätze richtig kalkulierst und welche Ausgaben du von der Steuer absetzen kannst. Zusätzlich kann es nicht schaden, wenn du dich mit den Voraussetzungen für die Einstellung von Mitarbeitern befasst und herausfindest, ob es bestimmte gesetzliche Regelungen für deine Branche gibt. So schützt du dich vor Fallstricken, Abmahnungen oder Problemen, die nicht nur ärgerlich, sondern auch teuer werden können.

3. Nicht zu früh starten

Der Wunsch nach einem selbständigen Unternehmerleben ist in aller Regel so stark, dass sich die Wartezeit scheinbar unendlich in die Länge zieht. Wer das nicht aushält und vorschnell beginnt, riskiert jedoch verschiedene Konsequenzen. Einerseits kann mangelndes Wissen der Reputation schaden oder im Umgang mit Ämtern und Behörden für Fehler sorgen. Andererseits ist es möglicherweise nicht realistisch, sofort ausreichend Geld zu verdienen, um den eigenen Lebensunterhalt zu bestreiten. Achte daher auf einen schrittweisen Start und beginne gegebenenfalls mit einer nebenberuflichen Selbständigkeit. Läuft das Unternehmen dann, bleibt noch genügend Zeit, das zweite Standbein zum ersten zu machen.

4. Vor der Gründung beraten lassen

Die Gründung eines Unternehmens dürfte dich mit vielen neuen Dingen und Einflüssen konfrontieren. Teil einer Branche zu sein, bringt rechtliche Pflichten mit sich und auch die Selbständigkeit per se lässt sich kaum über Nacht auf ein solides Fundament stellen. Bei Fragen rund um die Finanzierung deiner neuen Existenz, eventuelle Pflichtversicherungen und auch rechtliche Aspekte wie Datenschutz solltest du dich stets auf den Rat eines Experten verlassen. Hier empfiehlt es sich, eine Beratung für Existenzgründer in Anspruch zu nehmen. Unter existenzgruender.de findest du eine Liste mit passenden Ansprechpartnern. 

Der Unique Selling Point sollte sehr sorgfältig ausgearbeitet werden.

5. Einzigartigkeit finden und betonen

Es gibt kaum eine Branche, die ganz ohne Konkurrenz auskommt. Manchmal ist der Markt sogar so gesättigt, dass du es gleich mit mehreren Wettbewerbern aufnehmen musst. Das jedoch ist nicht immer einfach, denn gerade wenn die anderen bereits länger selbständig sind, genießen sie das Vertrauen vieler Kunden. Um dennoch erfolgreich sein zu können, solltest du deinen sogenannten Unique Selling Point, auch Unique Selling Proposition, definieren. 

Hierbei handelt es sich laut gruenderszene.de um ein klares Unterscheidungsmerkmal, das dein Angebot von dem der Konkurrenz abhebt. Um herauszufinden, was dich einzigartig macht, solltest du dich zunächst mit deinen Konkurrenten beschäftigen und dann eine Liste mit Aspekten anfertigen, die diese nicht abdecken. Hier findest du dann passende Inspiration für das, was auch aus Kundensicht für dich spricht.

6. Klare Ziele setzen

Vom ersten Tag an ist es entscheidend, dass du weißt, wohin du willst. Unternehmer, die sich keine persönliche Route zurechtlegen und auch auf Meilensteine verzichten, kommen deutlich langsamer und manchmal sogar überhaupt nicht ans Ziel. Überlege daher, welche Ziele du kurz-, mittel- und langfristig erreichen möchtest. Im ersten Jahr können das beispielsweise der Aufbau einer Webseite und die Gewinnung von rund fünfzig Kunden sein. Mittelfristige Ziele wären unter anderem ein bestimmter Jahresumsatz in drei Jahren. Greife bei deinen Zielen gerne etwas höher, denn das motiviert dich zu mehr Leistung und sorgt dafür, dass du bei der Sache bleibst. Für die Erreichung bestimmter Ziele darfst du dich gerne belohnen, denn auch das fördert die Motivation.

Sich mit anderen zu verknüpfen, bringt auch junge Gründer voran.

7. Netzwerken

Es gibt einen Fehler, den du als Unternehmer niemals machen solltest: Vermeide es, deine Mitbewerber als unliebsame Konkurrenz zu betrachten. Wer das macht, riskiert eine isolierte Stellung am Markt und bringt sich um den positiven Effekt eines starken Netzwerks.

Viele Unternehmer sind gerne dazu bereit, miteinander zu kooperieren, sich gegenseitig zu unterstützen und ihr Know-How zu teilen. Bleib daher nicht nur im Büro oder Geschäft, sondern triff dich mit anderen Gründern und Unternehmern. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, an Stammtischen teilzunehmen, in sozialen Netzwerken Gruppen beizutreten und so neue Bekanntschaften zu schließen.