25.07.2018 | Job & Berufsleben In diesen Berufen bekommt ihr als Azubi das meiste Geld!

Eine Ausbildung muss nicht immer schlecht bezahlt sein. Es gibt einige Branchen, in denen ihr als Azubi durchaus mit einem guten Gehalt am Monatsende nach Hause geht. Klar ist aber: Beim Azubi-Gehalt gibt es je nach Berufsfeld große Unterschiede.

Die Spannbreite ist riesig

Aus der veröffentlichten Studie des WSI-Tarifarchivs der gewerkschaftlichen Böckler-Stiftung gehen große Unterschiede bei den Ausbildungsvergütungen je nach Branche und Ausbildungsjahr hervor.

Höchste Azubi-Gehälter am Bau und in der Metallindustrie

Azubis verdienen am Bau und in der Metallindustrie das meiste Geld. Bereits im ersten Ausbildungsjahr liegen die monatlichen Zahlungen in der Metall- und Elektroindustrie bundesweit über 1000 Euro. Das absolut höchste Lehrlingsgehalt gibt es im vierten Lehrjahr im westdeutschen Bauhauptgewerbe mit 1580 Euro.

Auch in diesen Branchen gibt es hohe Azubi-Gehälter

Die nach Bau und Metallindustrie höchsten Ausbildungsvergütungen mit monatlichen Beträgen zwischen 900 und 1.000 Euro finden sich im Bank- und Versicherungsgewerbe, im öffentlichen Dienst, in der chemischen Industrie, in der Druckindustrie und bei der Deutschen Bahn AG. Das sind auch fast die einzigen Branchen die bundeseinheitliche Tarifregelungen zu den Ausbildungsvergütungen haben.

Niedrige Azubi-Gehälter und immer noch regional große Unterschiede

Am unteren Ende der Entgelt-Tabelle aus aktuellen Tarifverträgen stehen Auszubildende aus dem Osten der Republik. Sie verdienen beispielsweise in thüringischen Kfz-Werkstätten 610 Euro im ersten Jahr, in sächsischen Hotels und Gaststätten 640 Euro. 

Deutlich weniger erhalten Auszubildende in manchen nicht-tarifgebundenen Unternehmen, sagt Archivleiter Thorsten Schulten. Sie besäßen zwar ein Anrecht auf eine «angemessene Vergütung», nicht aber auf den gesetzlichen Mindestlohn. Diese Regel sei intransparent. Die von der großen Koalition geplante Mindestausbildungsvergütung sei sinnvoll, um an dieser Stelle dem Missbrauch vorzubeugen.

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