19.07.2019 | Job & Berufsleben Krankenschein statt Arbeit? Das sind die Risiken beim Blaumachen!

Jeder sechste Arbeitnehmer in Deutschland hat zugegeben, schon einmal eine vorgetäuschte Krankmeldung beim Arbeitgeber eingereicht zu haben, um ein paar Tage krankzufeiern. Das ist allerdings keinesfalls ein Kavaliersdelikt.... Welche Risiken das birgt, erzählen wir euch hier:

Das Krankfeiern, bei dem Mitarbeiter ohne tatsächliche gesundheitliche Probleme oder Beschwerden eine Krankmeldung einreichen, hat in den letzten Jahren ein neues Ausmaß eingenommen. Gerade in körperlich sehr belastenden Berufen kommt es immer häufiger zu regelmäßigen Krankschreibungen seitens der Arbeitnehmer. So sind vermehrte Krankschreibungen in der Pflegebranche, dem Baugewerbe und der Straßenreinigung zu verzeichnen. Aber auch in großen Betrieben und Unternehmen in Großstädten wie Stuttgart, Hamburg oder München feiert das Krankmachen Hochkonjunktur. Durch den Ausfall wichtiger Arbeitskräfte müssen Arbeitgeber jährlich ein Defizit in Millionenhöhe verbuchen. Das Krankfeiern in Deutschland ist zum Volkssport aufgestiegen. 

Doch sollten Arbeitnehmer die Risiken kennen, die drohen können, wenn eine vorgetäuschte Krankmeldung aufgeflogen ist. Von einer Abmahnung bis hin zu einer sofortigen Kündigung kann das Blaumachen harte Konsequenzen für Arbeitnehmer haben. Arbeitgeber haben in Deutschland mittlerweile eine Vielzahl von Möglichkeiten, um gegen eine unrechtmäßige Krankschreibung vorzugehen. Denn Arbeitnehmer haben in der Zeit der Krankschreibung spezielle Pflichten einzuhalten. 

So haben wir euch einen Ratgeber erstellt, der Arbeitnehmer mit einigen nützlichen Tipps und Tricks beim Thema 'Krankschreibungen' unterstützt. Vom korrekten Einreichen einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bis hin zu den Risiken beim Blaumachen, erhalten Sie eine hilfreiche Übersicht.

Krankfeiern ist ein Kündigungsgrund!

Wer häufiger einen Krankenschein einreicht, macht sich über kurz oder lang für einen Arbeitgeber verdächtig. Werden beispielsweise immer kurz vor oder kurz nach einem Wochenende Krankenscheine eingereicht, kann der Arbeitgeber nach einem Anfangsverdacht gegen seinen Angestellten ermitteln. Dabei sind es vor allem Unternehmen mit Hunderten von Angestellten, bei denen das Krankfeiern zumeist völlig untergeht. In Großstädten wie Stuttgart, Hamburg oder München fällt es Arbeitgebern schlichtweg weniger auf, wenn Mitarbeiter krankfeiern. Allerdings haben Arbeitgeber die Möglichkeit bei einem erhärteten Verdacht vorzugehen. Hier setzen immer mehr Unternehmen auf Detekteien mit dem Schwerpunkt Arbeitsrecht.

In München setzen Arbeitgeber beispielsweise auf Unternehmen wie die Detektei München, um für eine lückenlose Dokumentation bei einem Vergehen einer vorgetäuschten Krankmeldung zu ermitteln. Die Detektive müssen dabei Angestellte auf frischer Tat ertappen, um rechtliche Konsequenzen folgen zu lassen. Die Sanktionen können von einer Abmahnung bis hin zu einer fristlosen Kündigung reichen, so dass Arbeitnehmer ein enormes Risiko eingehen, wenn sie einen unrechtmäßigen Krankenschein einreichen. Arbeitnehmer können auch wegen Betrug angezeigt werden.

Das sollten Arbeitnehmer bei einer Krankmeldung berücksichtigen

Es gibt einige Pflichten, die Arbeitnehmer bei einer Krankschreibung beachten sollten. Demnach müssen sich Arbeitnehmer schon ab dem ersten Tag der Krankschreibung beim Arbeitgeber melden. Dies kann durch einen Telefonanruf oder eine Nachricht per Mail geschehen. Es sollte eine Art der Kommunikation gewählt werden, die vom Arbeitgeber akzeptiert wird.

Die Krankschreibung muss dann in den meisten Fällen innerhalb von drei Tagen beim Arbeitgeber eingereicht werden. Jedoch kann sich diese Bestimmung je nach Betrieb unterscheiden, so dass einige Betriebe bereits eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ab dem ersten Krankheitstag vorgelegt haben möchten.

Das Arbeiten trotz einer Krankschreibung ist dabei problemlos möglich. Hier braucht es keine zusätzliche Bestätigung seitens eines Arztes über die Genesung eines Arbeitnehmers.