22.07.2015 | Job & Berufsleben Prahler, Faulpelz, Müffler und Co. – was tun gegen nervige Arbeitskollegen?

Manche Kollegen machen einem das Arbeitsleben schwer, sie wollen ständig im Mittelpunkt stehen oder belasten mit ihrer Faulheit das komplette Team. Wieder andere riechen unangenehm und verlangen den Nasen im Büro einiges ab. Und dann gibt es noch die Kollegen, die beim Telefonieren ungewöhnlich laut sprechen. Nebenbei in Ruhe arbeiten fällt Ihnen da schwer. Aber wie gehen Sie mit diesen nervigen Kollegen um? Wir haben Tipps für Sie, wie Sie den Betroffenen schonend beibringen, was Sie an ihnen stört.

Prahler, Faulpelz, Müffler und Co. – was tun gegen nervige Arbeitskollegen?

Im Büro herrscht dicke Luft. Aber nicht, weil die Stimmung angespannt ist, sondern weil die Körperhygiene Ihres Kollegen zu wünschen übrig lässt. Alle rümpfen nur die Nase, wenn er an den Schreibtischen vorbei geht oder sich in die Warteschlange am Kopierer einreiht. Vielleicht leidet Ihr Kollege ja unter einem ernsthaften Problem und riecht deshalb so unangenehm. Vielleicht ist er aber auch nur kein Freund der Dusche oder Zahnbürste. 

Aber nicht nur ein unangenehm riechender Kollege kann das Arbeitsklima stören. Auch faule Kollegen oder Angeber können das Team belasten. Ständig kommt Ihr Kollege zu spät und geht dafür früher nach Hause. In der übrigen Arbeitszeit beschäftigt er sich hauptsächlich mit seinem Smartphone oder unterhält sich in der Raucherkabine über den Klatsch und Tratsch des Tages. Der Faulpelz leistet wenig und das bringt Unruhe ins komplette Team. Denn wieder einmal wird ein Auftrag nicht rechtzeitig fertig, nur weil Ihr netter Kollege sich nicht darum schert. 

Auch mit Angebern wird Ihnen der Büroalltag nicht leicht gemacht. Dauernd lobt sich Ihr forscher Kollege selbst in den Himmel und lässt alle anderen dabei im Regen stehen.Und dann gibt’s da noch Ihr Gegenüber am Schreibtisch, das gerne etwas lauter zum telefoniert. Dabei haben Sie immer das Gefühl, er will die komplette Belegschaft zusammen rufen. Sie beißen die Zähne zusammen und versuchen, ruhig und konzentriert weiter zu arbeiten. Aber keine Chance. Die Gesprächslautstärke Ihres Kollegen lässt das nicht zu. Was Sie gegen all die nervigen Kollegen tun können und was Sie auf keinen Fall machen sollten, lesen Sie in unserer Galerie:

  • Der Laut-Telefonierer

    Konzentriert sitzen Sie an Ihrem Schreibtisch und tippen fleißig in die Tastatur. Plötzlich nimmt Ihr Gegenüber den Hörer in die Hand. Ihnen schwant Böses. Oder besser gesagt: Lautes. Ihr Kollege ist ein notorischer Laut-Telefonierer. Sprechen Sie das Problem auf jeden Fall an. Unterhalten Sie sich mit Ihrem Kollegen zu zweit oder machen Sie in der nächsten Teamsitzung auf das Problem aufmerksam. Bitten Sie ihn, zu versuchen, leiser zu sprechen. Sie können Ihren Kollegen auch in einem Video aufnehmen und ihm das als „Beweis“ vorspielen. Oft merken die betroffenen Personen ihr Fehlverhalten selbst gar nicht. Einige Betriebe bieten spezielle Telefon-Coachings an, vielleicht wäre auch das eine Alternative für Ihren Kollegen.

  • Der Angeber-Kollege

    Eigenlob ist das, was der Angeber am besten kann. Ihr Kollege rühmt sich für seinen Erfolg, auch wenn andere ebenso daran beteiligt waren. Damit nervt er die komplette Belegschaft. Um ihn von seinem hohen Ross herunterzuholen, stellen Sie ihn doch einfach mal bloß. Und zwar klipp und klar vor der gesamten Gruppe. Zeigen Sie ihm seine Fehler und Schwächen und machen ruhig deutlich, dass „sein“ Erfolg dem ganzen Team zu verdanken ist. Ihr Kollege wird versuchen, sich zu rechtfertigen. Das wird ihm aber vor der versammelten Gruppe nicht ganz so leicht fallen. Wenn alle genauer hinschauen, wird er sich in Zukunft bestimmt zurücknehmen. Und wer sich mit dem Ruhm anderer schmückt, wird so einen Frontalangriff bestimmt auch aushalten.

  • Der faule Kollege

    Grundsätzlich kommt er zu spät zur Arbeit. Gemütlich lässt er sich auf den Polsterstuhl fallen. Den Kopf in die linke Handfläche gelegt, stützt er sich an seinem Kugelschreiber knabbernd auf dem Schreibtisch ab. Dabei schaut er ziellos und gelangweilt über seinen Schreibtisch hinweg in den Raum. Der Faulpelz. Mit seiner Nichtstuerei nützt er dem Betrieb reichlich wenig und zieht mit seinem Verhalten die anderen Kollegen oft mit in seinen Sumpf. Beschäftigen Sie Ihren Kollegen mit einer aufwändigen Arbeit. Fordern Sie ihn immer wieder zu neuen Aufgaben heraus oder erledigen Sie gemeinsam ein Projekt, um ihm zu zeigen, wie es auch flotter funktionieren kann. Erwarten Sie dabei aber keine allzu schnellen Ergebnisse, der Faulpelz muss sich an die neue Situation erst noch gewöhnen. Machen Sie Ihrem Kollegen klar, dass Sie und andere im Team oft hinterherhängen, nur weil er nicht in die Puschen kommt. Vielleicht erwecken Sie dadurch den Teamgeist in ihm und rütteln ihn aus seinem „Tiefschlaf“ wach.

  • Der stinkende Kollege

    Ihr Kollege versprüht einen unangenehmen Körpergeruch – und zwar im ganzen Büro. Was Sie dagegen tun können? Versuchen Sie, Ihren Kollegen in einem ruhigen Moment abzupassen und bitten Sie ihn behutsam um ein Gespräch unter vier Augen. Nennen Sie ihm konkrete Situationen, in denen Ihnen der Geruch aufgefallen ist. Lassen Sie Ihrem Kollegen Zeit, sich zu erklären. Bieten Sie ihm Ihre Hilfe an, suchen Sie gemeinsam nach einer Lösung. Schlagen Sie ihm zum Beispiel ein gutes Deo oder Mundspray vor oder erfinden den Fall eines Bekannten, der sich wegen seinem starken Geruch an einen Arzt anvertraut und ihm dieser Schritt super geholfen hat. Sollte Ihr Kollege Ihnen nicht glauben, bitten Sie dann andere vertraute Menschen, ihm das Problem zu verdeutlichen. Versichern Sie Ihrem Kollegen außerdem, dass Sie die Sache für sich behalten.

  • Bitte unbedingt unterlassen

    Hänseln Sie Ihre Kollegen nicht wegen ihrer Probleme, bestimmt wird er/sie selbst genug damit zu tun haben. Außerdem sorgt das oft für schlechtes Klima auf der Arbeit, wenn hinter dem Rücken über die Kollegen getuschelt wird. Aber Schweigen ist hier nicht Gold. Lästern Sie nicht über die betroffenen Personen, aber sprechen Sie das, was Sie stört, definitiv an. Das Problem runterzuschlucken hilft nicht weiter. Bei den Gesprächen sollten nicht mehr Personen als nötig anwesend sein. Im besten Fall sprechen Sie mit ihm/ihr zuerst in einem vier-Augen-Gespräch über das Problem. Gruppengespräche sind nicht immer geeignet. Dem Betroffenen ist die Situation wahrscheinlich ohnehin schon peinlich, noch mehr Menschen einzuweihen, setzt ihm/ihr nur noch mehr zu. Und nie vergessen: Höflich bleiben und den anderen nicht verletzten.