05.09.2017 | Job & Berufsleben Urteil: Private Chats am Arbeitsplatz sind kein Kündigungsgrund

Wer den Internetzugang am Arbeistplatz für private Zwecke nutzt, darf deshalb nicht automatisch gekündigt werden. Der Europäische Gerichtshof hat in einem aktuellen Fall für den Arbeitnehmer entschieden. Für eine Kündigung müssen gewisse Voraussetzungen erfüllt sein. Welche das sind, erfahren Sie hier.

Unternehmen dürfen private Internet-Chats ihrer Mitarbeiter im Büro nicht uneingeschränkt überwachen. Das hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte geurteilt. Aktuell ging es um einen Fall aus Rumänien. Ein Mann war entlassen worden, weil er über den Internet-Zugang seines Arbeitgebers Nachrichten an seinen Bruder und seine Verlobte verschickt hatte, dabei ging es unter anderem um seine Gesundheit. Das Unternehmen zeichnete den Chat auf, ohne dass der Mitarbeiter davon wusste.

Aus Sicht der Straßburger Richter dürfen Unternehmen zwar weiterhin die Kommunikation von Mitarbeitern überprüfen, allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen. Das Urteil gilt direkt zunächst nur für Rumänien. Als Mitglied des Europarats muss sich aber auch Deutschland daran halten.

+++ In unserer Galerie erfahren Sie, welche Voraussetzungen für eine Kündigung erfüllt sein müssen +++ 

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