08.12.2015 | Liebe Weihnachtszeit ist Fremdgehzeit: So vermeiden Sie Stress mit dem Partner

Mit Ruhe und Besinnlichkeit hat Weihnachten oft nichts zu tun. Im Gegenteil: In der Vorweihnachtszeit streiten wir uns so häufig, wie das ganze Jahr über nicht. Schuld ist der Stress. Der führt sorgt für angespannte Nerven und die wiederum reißen dann recht flott. Das Ergebnis: Zoff statt Ruhe und Besinnlichkeit! Und viele haben vom Partner derart die Nase voll, dass sie sich anderweitig umschauen. Besonders um ein ganz bestimmtes Datum herum steigt die Fremdgeh-Quote ganz gewaltig…

Weihnachtszeit ist Fremdgehzeit: So vermeiden Sie Stress mit dem Partner

Zwietracht statt Eintracht. Fest der Liebe? Von wegen! In der Weihnachtszeit verwandeln sich zwar viele in wahre Flirtweltmeister. Doch das Interesse gilt nicht dem eigenen Partner sondern einer oder einem Anderen. In der Adventszeit steigt die Fremdgeher-Quote im Vergleich zu den restlichen Monaten des Jahres auf sagenhafte 30 Prozent. Ergeben hat das nicht irgendeine Umfrage. Das sind vielmehr harte Fakten: Zugriffszahlen eines Seitensprung-Portals aus den letzten Jahren belegen die Lust aufs Fremdgehen in der dunklen Jahreszeit. Noch schlimmer wird’s sogar nach Weihnachten: Zum Jahresanfang verdoppeln sich die Zugriffzahlen auf das Portal. Der Nikolaustag ist übrigens der Trennungstag Nummer eins im Jahr! In Anbetracht der bevorstehenden Feiertage, die man in Zweisamkeit oder mit der Familie verbringen wird, ziehen viele noch schnell die Reißleine. Das belegt eine Facebook-Auswertung. An keinem anderen Tag im Jahr setzen so viele User ihren Status von "in einer Beziehung" auf "Single". Ganz schön abgebrüht. Schließlich sparen sie sich so auch gleich die Geschenke...

Hauptgrund für die gesteigerte Fremdgehlust: In der Weihnachtszeit kracht es in den meisten Familien gewaltig. Die häufigste Ursache für Zoff unterm Baum ist laut einer repräsentativen Umfrage der allgemeine Adventsstress. Das sagen 36 Prozent der Befragten. Aber auch die Familie sorgt für mächtig Zündstoff: Am Heiligabend bei Oma und Opa, am 25. Dezember bei Tante und Onkel und am 26. geht’s dann noch zu den Freunden – die stressige Weihnachts-Pendelei zwischen den Familien nervt knapp 30 Prozent. Damit zusammen hängt natürlich auch die alles entscheidende Frage: Wo und mit wem verbringen wir das Fest? Das kann schon mal zu anstrengenden Diskussionen führen und geht deshalb auch 27 Prozent der Befragten auf den Keks. Hat man sich dann endlich mal entschieden, kommt die Bescherung. Und drum rum gibt’s ja viel Zeit zum Reden. Wenn einem der Gesprächsstoff dann irgendwann ausgeht, kommen Streitthemen auf den Tisch – ausgerechnet unterm Weihnachtsbaum. Auch das sorgt bei 27 Prozent für Familienkrach. Auf Platz 5 der Rangliste steht schließlich der Konsumdruck in der Weihnachtszeit. Denn: Nachdem man alle Geschenke beisammen hat, hat man selbst nichts mehr. Fast jeder vierte Befragte nennt diese finanzielle Belastung zu Weihnachten als Streitursache.
Unterschiede gibt’s hier zwischen Männern und Frauen: Jede fünfte Frau fühlt sich mit der Festgestaltung alleingelassen. Und diese „klassische“ Rollenverteilung stresst gewaltig. Versucht Frau dann doch mal ihren Partner in die Weihnachtsorganisation mit einzubeziehen, reagiert er wiederum genervt. Denn: Die Deko-Frage geht bei Männern gar nicht. Frauen stört das ungewohnte Aufeinandersitzen während Weihnachten übrigens mehr als Männer...

Doch vergessen Sie nicht was Weihnachten eigentlich bedeutet. Es ist das Fest der Familie und der Liebe! Außerdem haben Sie endlich mal wieder Zeit füreinander. Mit diesen Tipps von Psychotherapeut Dr. Wolfgang Krüger können sie Streitigkeiten mit dem Partner leicht vermeiden. Sie haben schließlich Besseres zu tun. Essen oder Knutschen zum Beispiel.

  • 1. Das perfekte Weihnachtsfest: Eine Utopie!

    Die Deko muss stimmen, das Menü muss schmecken und das neue Outfit sitzen. Alles muss an Weihnachten perfekt sein. Und genau das führt zu Streit und Stress. Lassen Sie die hohen Erwartungen einfach mal links liegen, schrauben Sie Ihre Ansprüche runter und erholen Sie sich. Ganz entspannt und unperfekt.

  • 2. Kleine Streitigkeiten unterm Weihnachtsbaum sind normal

    Bereiten Sie sich drauf vor, dass es an Weihnachten mal etwas knirscht. Das ist ganz normal. Schließlich sitzt man länger als sonst beieinander und da kommen eben manche Themen auf den Tisch, für die das Jahr über kein Platz war. Sehen Sie’s positiv und nehmen Sie diese Verstimmungen einfach als Aufforderung, wieder verstärkt in die Beziehung zu investieren.

  • 3. Friedlich bleiben

    Schieben Sie die Schuld nicht auf andere. In der Weihnachtszeit sind wir alle gestresst. Wenn‘s mal wirklich zu viel wird: Einfach kurz eine Auszeit nehmen. Zum Beispiel mit einem kleinen Spaziergang oder einem guten Buch auf der Couch. Danach geht’s gleich wieder besser.

  • 4. Frühzeitig die Location planen

    Kurz vor Heiligabend kommt häufig die alles entscheidende Frage: „Schatz, fahren wir dieses Jahr zu deiner oder zu meiner Familie?“. Hier ist der Streit vorprogrammiert. Am besten klären Sie solche Themen schon ein paar Wochen früher. Dann haben Sie noch genug Zeit, das Ganze auszudiskutieren. Bleiben Sie dabei fair: Fahren Sie dieses Jahr zu Ihren Schwiegereltern, wenn Sie letztes Jahr zu Hause waren.

  • 5. Das richtige Geschenk macht’s

    Eine Krawatte, ein Parfum oder den neuen Bestseller-Roman: Nicht gerade Geschenke, die die Beziehung ankurbeln. Schenken Sie zum Beispiel Gutscheine für ein gemeinsames Erlebnis. Ein paar Tage Wellness-Urlaub, ein Luxus-Dinner oder Wandern in den Bergen: Hier kann man miteinander reden und es entsteht wieder eine angenehme Nähe, die im Weihnachtsstress vielleicht verloren gegangen ist.