12.08.2019 | Lifestyle Ab in die Pilze: Jetzt ist Schwammerl-Saison

Pilze sammeln ist nicht länger was für ältere, eingefleischte Pilz-Kundler. Das Sammeln macht Spaß. Man verbringt Zeit in wunderbarer Geräuschkulisse der bayerischen Wälder. Genießt die Ruhe. Und hat am Ende des Ausfluges auch noch eine leckere Belohnung für sich erbeutet. Damit Ihr keine giftigen Pilze erwischt, stellen wir hier die beliebtesten Speisepilze vor. Und verraten gleich wie man sie köstlich verarbeitet.

Der Steinpilz ist besonders beliebt.

Jetzt ist die perfekte Zeit zum Pilze-Suchen! Aktuell sprießen die leckeren Schwammerl nur so aus der Erde. Und wer sich auf Pilzsuche begibt, liegt total im Trend. Immer mehr Menschen ziehen wieder selbst los, um ihre Körbe zu füllen. Zum Leidwesen der eingefleischten Sammler, die ihre Stammplätze hüten wie den heiligen Gral. Kein Wunder. Es gibt zahlreiche Rezepte, die sich mit Pilzen zubereiten lassen. Und die sind nicht nur lecker, sondern auch gesund und kalorienarm.

Viele sind jedoch unsicher, ob die Pilze aus dem Wald nicht immer noch von den Folgen des Unglücks in Tschernoybl betroffen sind. Die Zweifel sind berechtigt, denn vor allem der süddeutsche Raum, wie das Münchener Umland, der Bayerische Wald und die Alpen, sind noch betroffen.

Es kann aber klar gesagt werden, dass beim Verzehr von üblichen Mengen nicht mit gesundheitlichen Folgen gerechnet werden muss. Risikogruppen, wie Kinder und Schwangere, sollten jedoch besser auf Pilze aus dem Wald verzichten.

Für alle anderen gilt jedoch: Auf geht's! In unserer Galerie haben wir die beliebtesten Speisepilzsorten zusammen gestellt.

  • Krause Glucke / Fette HenneDieser Pilz ist Forstlern als Baumschädling ein Graus. Sammler freuen sich besonders, wenn sie ein Exemplar finden. Denn das Fleisch der Krausen Glucke schmeckt sehr aromatisch. Er kann frisch oder getrocknet verwendet werden. Nur das Säubern ist ein bisserl anstrengend. Saison ist von August bis Dezember und die Fette Henne klammert sich bevorzugt an Fichten- und Kiefernstämme.

    Krause Glucke / Fette Henne

    Dieser Pilz ist Forstlern als Baumschädling ein Graus. Sammler freuen sich besonders, wenn sie ein Exemplar finden. Denn das Fleisch der Krausen Glucke schmeckt sehr aromatisch. Er kann frisch oder getrocknet verwendet werden. Nur das Säubern ist ein bisserl anstrengend. Saison ist von August bis Dezember und die Fette Henne klammert sich bevorzugt an Fichten- und Kiefernstämme.

  • Birkenpilz Er wächst von Juni bis Oktober bevorzugt unter - genau - Birken. Er ist ein leckerer Speisepilz, den man sowohl frisch als auch getrocknet verwenden kann.

    Birkenpilz 

    Er wächst von Juni bis Oktober bevorzugt unter - genau - Birken. Er ist ein leckerer Speisepilz, den man sowohl frisch als auch getrocknet verwenden kann.

  • MaronenröhrlingMaronen haben einen braunen Stiel und eine schöne, dunkelbraune, glatte Kappe. Die gelben Röhren an der Kappenunterseite verfärben sich auf Druck bläulich. Vorsichtig transportieren damit das nicht passiert! Saison hat er von Juni bis November.

    Maronenröhrling

    Maronen haben einen braunen Stiel und eine schöne, dunkelbraune, glatte Kappe. Die gelben Röhren an der Kappenunterseite verfärben sich auf Druck bläulich. Vorsichtig transportieren damit das nicht passiert! Saison hat er von Juni bis November.

  • PfifferlingDer Pfifferling, oder in Bayern auch Reherl genannt, ist einer der beliebtesten Speisepilze überhaupt. Man findet ihn von Juni bis Oktober in den Wäldern. Achten Sie gut auf die Unterseite. Die muss genau SO ausschauen.

    Pfifferling

    Der Pfifferling, oder in Bayern auch Reherl genannt, ist einer der beliebtesten Speisepilze überhaupt. Man findet ihn von Juni bis Oktober in den Wäldern. Achten Sie gut auf die Unterseite. Die muss genau SO ausschauen.

  • RotkappeZwischen Juni und Oktober findet man diesen Pilz auch in bayerischen Wäldern. Das markante Äußere sollte verhindern, dass man ihn mit anderen Pilzen verwechselt.

    Rotkappe

    Zwischen Juni und Oktober findet man diesen Pilz auch in bayerischen Wäldern. Das markante Äußere sollte verhindern, dass man ihn mit anderen Pilzen verwechselt.

  • SteinpilzDas Fleisch des Steinpilzes ist besonders fest. Daher hat er diesen Namen. Man erkennt ihn am hellen Stiel, der sich auf Druck nur leicht gelblich verfärben darf. Außerdem hat der feste Fruchtkörper eine Kappe, die von der Farbintensität stark variieren kann. Von beige bis dunkelbraun gibt's eigentlich alles. Je nach Sorte. Er findet sich von Juli bis November in den Wäldern.

    Steinpilz

    Das Fleisch des Steinpilzes ist besonders fest. Daher hat er diesen Namen. Man erkennt ihn am hellen Stiel, der sich auf Druck nur leicht gelblich verfärben darf. Außerdem hat der feste Fruchtkörper eine Kappe, die von der Farbintensität stark variieren kann. Von beige bis dunkelbraun gibt's eigentlich alles. Je nach Sorte. Er findet sich von Juli bis November in den Wäldern.

Pilzvergiftung: Was tun?

Wesentlich weniger harmlos sind allerdings Pilzvergiftungen nach dem Verzehr der falschen Arten. Trotzdem ziehen jedes Jahr wieder viel zu viele Menschen schlecht informiert in den Wald. Wir haben für Euch Tipps, wie Ihr eine Pilzvergiftung vermeidet und am besten vorgeht, falls es dazu schon zu spät ist und Ihr Vergiftungserscheinungen bemerkt:


So sollte man bei einer Vergiftung handeln:

  • Ruft sofort einen Arzt (siehe Nummern Gifttelefon)!
  • Sollte die Mahlzeit weniger als fünf Stunden zurückliegen, versucht den Betroffenen zum Erbrechen zu bringen!
  • Gebt der Person auf keinen Fall Alkohol oder Milch, denn durch diese Getränke gelangt das Gift schneller in die Blutbahn!
  • Lagert den Betroffenen ruhig und deckt ihn zu!
  • Verwahrt die Reste von den Pilzen, der Mahlzeit oder auch des Erbrochenen. Diese können für den Arzt eine große Hilfe sein!