05.11.2019 | Lifestyle Glücksatlas 2019: Womit die Bayern besonders zufrieden sind

Die Deutschen sind so zufrieden wie noch nie. Das ist die Kernaussage im neuen Glücksatlas 2019. Wo die Bayern im Glücksranking liegen und womit die Menschen im Freistaat besonders zufrieden sind, erfahrt ihr hier.

Die Menschen in Deutschland sind wieder zufriedener mit ihrem Leben. Das zeigt der neue Glücksatlas. Nach zwei Jahren mit leicht sinkenden Werten sei 2019 ein „Glückssprung“ auf ein neues Allzeithoch gemessen worden, heißt es in der Untersuchung, die nun zum neunten Mal erschien.

Auf einer Skala zwischen 0 und 10 bewerteten die Befragten ihre Zufriedenheit im Schnitt mit 7,14 Punkten - etwas mehr als im Vorjahr (7,05). Die Autoren um den Professor für Finanzwirtschaft Bernd Raffelhüschen von der Uni Freiburg haben den Glücksatlas im Auftrag der Deutschen Post erstellt. So sieht die Glückstabelle in Deutschland aus.

Bayerische Regionen im Glücksranking vorne dabei

Tabellenführer und -schlusslicht der deutschen Regionen sind im Vergleich gegenüber 2018 unverändert: Die zufriedensten Menschen sieht der Glücksatlas in Schleswig-Holstein (7,44 Punkte), die unglücklichsten in Brandenburg (6,76). Mit Blick auf das Bundesland Bayern stellen die Glücksforscher fest: Die Franken (Ober-, Mittel-, Untefranken) sind bundesweit im Glücksranking nach Regionen auf Platz 4 (7,27 Punkte), gefolgt von Südbayern (7,26) auf Rang 5.

Franken: Was macht glücklich, wo hakt es?
  • Insbesondere mit ihrer Wohn- und Freizeitsituation sind die Franken überdurchschnittlich zufrieden (7,7). In dieser Kategorie liegen die Franken sogar bundesweit auf Rang 1. In Verbindung steht damit die unterdurchschnittliche Mietbelastung - nur 16,9 Prozent des Einkommens müssen für die Kaltmiete ausgegeben werden.
  • Kritisch bewerten die Franken hingegen, dass ihre Region unattraktiver für Feriengäste ist als der südliche Teil von Bayern.
  • Bei der Gesundheitszufriedenheit (6,6) liegt Franken im Durchschnitt (6,6), die Pflegequote ist mit 34,7 Prozent aber deutschlandweit die drittniedrigste.
  • Auch mit ihrer Arbeitssituation (7,1) sind die Franken leicht unterdurchschnittlich zufrieden, obwohl sie die drittniedrigste Arbeitslosenquote von 3,3 Prozent haben
  • Mit ihrem Haushaltseinkommen sind die Franken wiederum sehr zufrieden (6,9). Kein Wunder: Sie verfügen über das bundesweit höchste durchschnittliche Einkommen (24.963 Euro), zusammen mit den Südbayern.
Bayern-Süd: Was macht glücklich, wo hakt es?

Im Vergleich zur Erhebung im Jahr 2018 sind die Südbayern (Oberbayern, Schwaben, Oberpfalz, Niederbayern) deutlich glücklicher. Sie machen einen Sprung von Rang 8 auf Platz 5 (7,26 Punkte).

  • Überdurchschnittlich zufrieden sind die Südbayern mit ihrer Gesundheit (6,8). In dieser Kategorie belegen sie den zweiten Platz bundesweit. Bayern-Süd hat die niedrigste Pflegequote (28,9 Prozent) sowie den zweitniedrigsten Anteil an gesundheitlich beeinträchtigten Personen (16,8 Prozent).
  • Die Menschen in Bayern-Süd sind auch mit ihrer Arbeit (7,3) besonders zufrieden. Immerhin erfreut sich die Region der niedrigsten Arbeitslosenquote (2,7 Prozent).
  • Nur die Zufriedenheit mit der Wohnsituation stagniert auf hohem Niveau (7,5). Hier liegt auch der größte Kritikpunkt: die hohen Mietkosten.
So wurden die Glückswerte erhoben

Für den Report wurden Daten einer großen Langzeitstudie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung und aktuelle eigene Erhebungen mit insgesamt mehreren Tausend Befragten ausgewertet.