10.10.2018 | Lifestyle Die Silvester-Bräuche der Welt

Warum man in Italien nicht ohne rote Wäsche ins neue Jahr feiert und in Spanien nichts ohne Trauben zum Jahreswechsel geht, erfahrt ihr hier!

Kennt ihr die Silvester-Bräuche?

Wie wäre es beispielsweise mit einem Blick in die Zukunft? Was das neue Jahr wohl zu bieten hat...? Beim Bleigießen könnt ihr es herausfinden. Oder ihr lasst das Apfelorakel vorhersagen, was 2019 so passiert.

Jedes Land hat andere Silvesterbräuche und doch haben alle eines gemeinsam: Sie sollen den Menschen dabei helfen, glücklich und zufrieden ins neue Jahr zu rutschen. Oder zumindest hofft man das. Und bekanntlich versetzt der Glaube ja Berge. Sprich: Wenn man an die Vorhersage von ganz viel Glück glaubt, geht man auch beschwingter ins nächste Jahr.

Wenn ihr wissen wollt, was es mit dem Apfel-Orakel, Feuerwerk oder der roten Unterwäsche aus Italien auf sich hat, erfahrt ihr hier mehr über internationale Silvesterbräuche:

  • Rote Unterwäsche
    In Italien glaubt man, wer mit roter Unterwäsche ins neue Jahr rutscht, dem steht ein glückliches und erfülltes neues Jahr bevor. Deshalb ist rote Unterwäsche ein Muss und auch die Kaufhäuser dekorieren jedes Jahr ihre Unterwäsche-Auslage passend um: Boxershorts, Spitzenhöschen oder BHs. In der roten Farbe des Glücks ist wirklich alles zu bekommen. Probiert es doch auch einmal aus –euer Partner freut sich bestimmt.

  • Zwölf Trauben
    In Spanien gibt es kein Silvesterfest ohne Trauben. Dort ist es Brauch sich um Mitternacht bei jedem Glockenschlag eine Traube in den Mund zu stecken. Wer sich verzählt, hat angeblich Unglück im neuen Jahr. Spanische Supermärkte bieten zu diesem Anlass extra Konservendosen mit zwölf Trauben an.

  • Apfelorakel
    In Tschechien ist es neben dem bekannten Bleigießen auch Brauch, einen Apfel zu halbieren. Am Kerngehäuse wird das Schicksal abgelesen: Sind die Kerne darin kreuzförmig angeordnet, bedeutet das Unheil fürs kommende Jahr. Bilden sie einen Stern steht Glück bevor.

  • Bleigießen
    Auch bei uns in Deutschland versuchen viele an Silvester ihr Glück beim Bleigießen vorherzusagen. Dazu lässt man die Bleifigur auf einem Löffel über einer Kerzenflamme schmelzen und lässt das flüssige Blei anschließend in eine Schale mit kaltem Wasser gleiten. Die dabei neu entstandene Bleiform gilt es zu deuten. So steht ein Adler beispielsweise für eine baldige Heirat, ein Stern für Liebesglück oder eine Flasche für gute Freundschaft. Eine umfangreiche Deutungshilfe für eure Bleifiguren haben wir auch für euch. 

  • Rummelpottlaufen
    Gerade im Norden Deutschlands ist das Rummelpottlaufen an Silvester Tradition. Ähnlich wie an Halloween laufen Kinder verkleidet und bunt geschminkt mit ihren Tüten von Haus zu Haus und singen alte Rummelpottlieder. Dafür bekommen sie Süßigkeiten, Obst oder manchmal auch Geld. Am späteren Abend folgen dann auch die Jugendlichen diesem Brauch. Sie freuen sich jedoch eher über flüssige Gaben.

  • Basiliusbrot
    In Griechenland geht es an Silvester kulinarisch zu. Dort schneidet man zum neuen Jahr das sogenannte Basiliusbrot an, in das beim Backen eine Münze als Glücksbringer mit eingearbeitet wurde. Wer die Münze in seinem Stück Brot findet, soll im neuen Jahr jede Menge Glück haben.

  • Feuerwerk
    An Silvester sollen böse Geister verjagt werden, damit man glücklich ins neue Jahr starten kann. Zu diesem Zweck wurde früher Krach gemacht, mit allem was man so hatte: Töpfe, Rasseln und ähnliches. Aus diesem Brauch entstand unser Silvester-Feuerwerk. Krach machen Raketen, Böller und Co immer noch.

  • Glücksbringer
    Gerne verschenkt man auch Glücksbringer zu Silvester. Diese sollen dem Beschenkten ein glückliches und erfülltes neues Jahr beschweren. Beliebte Glücksbringer sind Kleeblätter, Glückspfenning (oder alternativ: Cent) oder Marzipanschweine.