20.09.2010 | Lifestyle Lasertherapie bei Schmerzzuständen

Lasertherapie bei Schmerzzuständen
Bei der Behandlung von Beschwerden und Schmerzen am Bewegungsapparat werden alternative Therapiemethoden immer beliebter. Sie machen es möglich, auf Medikamente und Injektionen, die oft mit Nebenwirkungen verbunden sind, zu verzichten.

Die Low Level Lasertherapie (LLL-Therapie) stellt eine schmerzfreie und völlig unschädliche Methode zur Behandlung von Krankheitsbildern an Gelenken und Muskulatur dar. In den letzten 15 Jahren hat sie sich als eine wertvolle und kostengünstige Bereicherung der therapeutischen Palette erwiesen.

Beim Einsatz des Low-Lasers werden Beschwerden mit niedrig-energetischem Laserlicht, das auf bestimmte Bereiche der Haut gestrahlt wird, behandelt. Die Bezeichnung Low- oder Soft-Laser lässt sich auf den niedrigen Energiegehalt des ausgesandten Lichts zurückführen. Anders als beispielsweise bei Lasergeräten aus der Chirurgie, die im Watt-Bereich agieren, liegt dieser nur im Milliwatt-Bereich.

Seine Wirkung entfaltet der Soft-Laser in den Zellstrukturen unter der Haut. Die Lichtstrahlen, die das Gewebe aufnimmt, setzen verschiedene Prozesse in den Zellen in Gang. Sie regen beispielsweise die Ausschüttung körpereigener Endorphine an und reduzieren so das Schmerzempfinden. Stimuliert der Laser Entzündungszellen, führt dies zu einem Rückgang von Infektionen. Ähnlich wirkt sich die LLL-Therapie auf die Wundheilung aus. Die Strahlen fördern die Durchblutung und somit den Sauerstoffaustausch in den Blutgefäßen, was wiederum den Heilungsprozess anregt.

Diese Eigenschaften des Lasers können mit hohem therapeutischen Nutzen und im Prinzip nebenwirkungsfrei für die konservative Behandlung von überlastungsbedingten entzündlichen, posttraumatischen oder degenerativen Beschwerden von Sehnen, Muskeln und Gelenken - unabhängig von Alter, Geschlecht und Begleiterkrankungen (mit Ausnahme akuter Infektionen und Krebsleiden) - angewandt werden.

Die durchschnittliche Behandlungszahl pro Patient beträgt etwa sechs Laseranwendungen, die Behandlungsdauer zwei bis drei Wochen, wobei die Frequenz der Sitzungen je nach Heftigkeit der Beschwerden von einmal täglich bis zweimal wöchentlich variiert. Nebenwirkungen der Therapie sind nicht bekannt, was dem Soft-Laser einen wesentlichen Vorteile gegenüber klassischen Therapiemethoden, wie der Gabe von Antirheumatika (Diclofenac, Ibuprofen oder Voltaren), verschafft.

Studien beweisen, dass sich mit der Lasertherapie bei drei Viertel der Patienten gute bis sehr gute Resultate erzielen lassen, selbst wenn sie unter chronischen Schmerzen leiden.
Diese hohe Erfolgsquote ist umso bemerkenswerter, da die Patienten studienbegleitend keine weiteren Maßnahmen wie Medikamente oder Krankengymnastik erhielten.

In meiner Praxis hat sich der Soft-Laser bei der Behandlung akuter und chronischer Schmerzzustände, insbesondere bei Hüftbeschwerden (Hüftarthrose, begleitende Schleimbeutelentzündungen und/oder Sehnenreizungen) seit Jahren erfolgreich bewährt.

Auch bei den häufigen sportmedizinischen Verletzungen wie Prellungen, Zerrungen, Verstauchungen, Blutergüssen oder Muskelfaserrissen können die betreuten Sportler wesentlich schneller rehabilitiert und daher sportlich aktiv werden.