24.08.2020 | Lifestyle Schlafpositionen: Wie (un-)gesund sie sind und was sie über den Charakter aussagen

Abbildung 1: Diese Schlafposition ist ein Mix aus Seitenlage und Bauchlage. Die angezogenen Beine deuten auf die Fötusstellung hin; die Arme, die das Kissen umfassen, lassen einen Bauchschläfer vermuten.

Rückenschläfern wird oft nachgesagt, dass sie zur schnarchenden Fraktion im Bett gehören. Wer hingegen auf der Seite liegt, wirkt nicht selten seelig wie ein Baby. Entscheidenden Einfluss darauf, ob der Schlaf wohltuend und erholsam ist oder nicht, hat neben der Schlafposition allerdings vor allem die Schlafdauer und die Bekämpfung von Schlafproblemen. Doch welche Charaktereigenschaften verbergen sich eigentlich hinter den verschiedenen Schlafpositionen? 

Seitenschläfer ist nicht gleich Seitenschläfer

Bei Seitenschläfern muss ganz genau hingesehen werden, denn: Es gibt sogenannte Seitenschläfer im Gleichgewicht und jene, die in der eingangs erwähnten Fötushaltung schlafen.

Eingerollt wie ein Igel (oder wie ein Fötus im Mutterleib) liegt der zuletzt genannten Seitenschläfer im Bett. Die Knie sind angezogen, der Rücken ist gebogen. Über den Menschen selbst sagt diese Schlafstellung übrigens jede Menge aus, denn Menschen, die derart eingeigelt schlafen, sind oft schüchtern und brauchen eine Weile bis sie Vertrauen fassen können. Viele Schlafforscher ziehen Parallelen zwischen der Fötushaltung im Bett und der Persönlichkeit der Schlafenden und erklären: Wer so schläft, ist oft praktisch veranlagt, kreativ, aber auch emotional und genießend. Ein weiterer Unterschied könne nur beim genauen Blick erkannt werden, denn wer seine Knie nur leicht anzieht, soll über einen sehr feinen Sinn verfügen. Menschenverstand und Fairness seien bei diesen Menschen stark ausgeprägt.

Sind die Beine nur wenig angewinkelt und auch die Arme liegen nicht schützend unter und vor dem Gesicht sondern locker vor dem Oberkörper, weist das auf einen Menschen hin, der ausgeglichen ist. Ein unsichtbares, inneres Gleichgewicht erdet diese Menschen und macht sie gleichzeitig bereit für Neues. Weil sie humorvoll und offen sind, werden sie oft als Sprücheklopfer missverstanden, dabei sind sie zielstrebig und akkurat in ihrem Handeln. Häufig erwächst sich die seitliche Schlafposition aus der kindlichen Schlafposition, die auch als Flamingo-Position bezeichnet wird, und – ähnlich wie das namensgebende, tierische Vorbild – ein Bein beim Schlafen angezogen hält.

Das sagt der Orthopäde: Die Seitenlage gilt als die gesündeste Schlafposition für Skelett und Knochen. Voraussetzung für einen gesunden Schlaf in Seitenlage ist das Kopfkissen, das das Dreieck zwischen Schulter und Hals ausfüllen sollte. Nur so kann die Halswirbelsäule ruhen; Abknicken oder Überstrecken werden gleichermaßen verhindert. Bei der Wahl der Matratze ist es wichtig, eine Seitenschläfer-Matratze zu wählen, die im Online-Fachhandel, wie etwa unter betten.de, per Filterfunktion gelistet werden kann.

Abbildung 2: Der entspannte Seitenschläfer tut seinem Körper viel Gutes. Die entspannte Lage kommt der natürliche Form der Wirbelsäule sehr zugute.

Rückenschläfer sind wirklich meist Schnarcher

… und das stört sie vermutlich auch ganz und gar nicht, denn der Rückenschläfer ist der selbstbewussteste Schläfer, dafür ist er aber auch gesundheitlich gefährdet, weil Schnarchen auf Atemaussetzer hindeutet (vgl. geo.de). Experten haben herausgefunden, dass häufig Einzelkinder, die viel Aufmerksamkeit in ihrem Leben erhalten haben, nachts auf dem Rücken schlafen und tagsüber stolz durch die Welt schreiten. Auch Nesthäkchen, die als Nachzügler quasi wie Einzelkinder aufwuchsen, schlafen oft auf dem Rücken. Der Nachteil: Durch die Rückenlage sind wirklich die meisten Rückenschläfer Schnarcher. Allerdings sollen Rückenschläfer auch mit sich und mit der Umwelt im Reinen sein. Sie gelten als hilfsbereit und als gute Zuhörer.

Das sagt der Orthopäde: Rückenschläfer gelten als die „Durchschläfer“, die oft in derselben Position morgens aufwachen, in der sie abends eingeschlafen sind. Um trotz der unveränderten Schlafstellung keine Schulter- oder Nackenschmerzen zu riskieren, ist das passende Kopfkissen wichtig. Dieses muss den Kopf stützen und sollte im besten Fall aus Hirse oder Naturfasern bestehen. Bezüglich der Matratzenwahl gilt: Diese darf nicht zu hart und nicht zu weich sein, denn sowohl eine starre Vorgabe für die Wirbelsäule als auch ein Durchhängen verursachen Schmerzen. Eine punktelastische Oberfläche ist die beste Wahl für Rückenschläfer. Der Lattenrost sollte eine Verstärkung der Mittelzone aufweisen.

Abbildung 3: Rückenschläfer schlafen oft durch, schnarchen aber auch häufig, was diese Schlafposition (gesundheitlich betrachtet) gefährlich macht.

Bauchschläfer sind Kontrollfreaks

Wer auf dem Bauch schläft, dabei ein Kissen umfasst, der outet sich als Kontrolle liebende Person. Überraschungen mag der Bauchschläfer nicht, stattdessen sollte im besten Fall alles organisiert und strukturiert ablaufen. Zu seinen Eigenschaften zählen Akribie, Ordnungsliebe und Pünktlichkeit. Dementsprechend schwierig wird es für den Bauchschläfer, wenn etwas Ungeplantes passiert, denn dann zeigt sich das unsichere, wacklige Nervengerüst des Bauchschläfers. Häufig haben unsichere Bauchschläfer übrigens früher in der Schlafstellung mit der Bezeichnung „Mumie“ geschlafen. Die Mumie verpackt sich nachts am liebten bis zum Kinn – ganz egal, wie warm oder kalt es ist. Diese Decken-Verpackung soll beschützend wirken.

Das sagt der Orthopäde: Die meisten Bauchschläfer leiden an Problemen im Schulter- und Nackenbereich. Der Grund für diese Beschwerden ist meist ein zu hohes Kissen, das eine Überstreckung der Halswirbelsäule zur Folge hat. Kissen mit Daunen- oder Naturhaarfüllung, die ihr Volumen leicht reduzieren lassen, sind die beste Empfehlung für Bauchschläfer. Sie verhindern, dass Bauchschläfer ein schmerzhaftes Hohlkreuz bekommen, heißt es im Experteninterview unter n-tv.de.