13.09.2010 | Lifestyle Tabuthema: Inkontinenz nach Prostataoperationen

Tabuthema: Inkontinenz nach Prostataoperationen
Vielfach gilt Blasenschwäche als ein typisches Problem der Frauen, doch mittlerweile ist es auch bei den Männern längst kein Tabuthema mehr. Jeder Dritte kennt die Symptome des "Nicht-Wasserhaltens", hervorgerufen meist durch eine Funktionsstörung des Blasenschließmuskels. Meist sind Männer betroffen, die wegen einer gutartigen oder bösartigen Prostataerkrankung operiert oder bestrahlt werden mussten.

Ob beim Lachen, Husten, Niesen oder beim einfachen Aufstehen ? der unwillkürliche Harnverlust beeinträchtigt aus Scham und Stolz heraus nicht nur die eigene Lebensqualität, sondern führt auch oft zum gesellschaftlichen Rückzug.

Blasenschwäche ist aber keineswegs eine Krankheit unter der man leiden muss. Viele Behandlungsmethoden versprechen gut Chancen auf Heilung. Bei Frauen ist die Behandlung der Inkontinenz mit Harnröhrenbändchen schon lange Standard. Jetzt kommen auch die Männer in den Genuss dieser neuen Entwicklung.

Das Knappschaftskrankenhaus Dortmund bietet als Pionierklinik seit 2006 eine neue, minimal-invasive Therapiemöglichkeit an, bei der mittels einer Schlinge, dem so genannten AdVance-Band, die anatomische Position der Harnröhre wieder hergestellt. Es stellt eine zuverlässige, komplikationsarme und effiziente Behandlungsmöglichkeit für leichte bis moderate Harninkontinenz bei Männern dar. "Die meisten Männer verspüren den Erfolg unmittelbar nach dem Eingriff. " so der Chefarzt der Urologie am Knappschaftskrankenhaus Dortmund, Dr. Ralf Thiel. Nur noch in schweren Fällen muss ein künstlicher Schließmuskel implantiert werden.

Sprechen Sie mit Ihrem behandelnden Urologen über Ihre Blasenschwäche und mögliche Behandlungsmethoden. Häufig können schon kleine Maßnahmen erheblich zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen.