15.07.2014 | Prominente & Buntes Hausarbeitsmuffel: Wie bringe ich meinen Mann zum Putzen?

Hausarbeitsmuffel: Wie bringe ich meinen Mann zum Putzen?

Das bisschen Haushalt macht sich von allein, sagt mein Mann... Pah! Der hat doch keine Ahnung! Das jedenfalls kam jetzt erst wieder ans Licht. Denn eine Studie bestätigte ein beliebtes Vorurteil: Frauen putzen doppelt so viel wie Männer. Egal, ob Abwaschen, Staubsaugen oder Wäschewaschen - damit verbringen nach dem Ergebnis einer repräsentativen Umfrage Männer durchschnittlich nur 34 Minuten am Tag. Frauen sind dagegen mehr als eine Stunde (62 Minuten) im Haushalt beschäftigt. Auf eine Woche umgerechnet putzen Frauen damit fast 3,5 Stunden länger.

Klare Aufgabenverteilung in der Ehe

Noch gravierender ist der Unterschied bei Eheleuten: Verheiratete Frauen verbringen täglich sogar 44 Minuten länger als ihre Ehemänner mit der Hausarbeit.

Zahnpastatuben und Toilettendeckel

Doch was tun um das zu ändern? Offene Zahnpastatuben und hochgeklappte Klodeckel kann die ein oder andere Frau ja noch verkraften aber was ist wenn die Mithilfe des Liebsten an der Hausarbeit einzig darin besteht, die Füße zu heben wenn Sie Staubsaugen?

Ihre Meinung, Ihre Tipps

Wie bekommen Sie Ihren Freund oder Mann dazu, mehr mitzuhelfen? Oder ist es Ihnen völlig schnuppe wie viel er tut oder nicht tut. Haben Sie vielleicht sogar einen echten Putzteufen zu Hause? Damit die Herren der Schöpfung sich jedenfalls nicht mehr mit Unkenntnis herausreden können, sind hier vorerst ein paar einfache Tipps für grundlegende Tätigkeiten im Haushalt:

  • Flecken entfernen

    Die gestrige Party war besonders feucht-fröhlich und Sie haben Ihr Bier übers Hemd geschüttet. Kein Problem, denn Bierflecken wird man ganz einfach mit kochendem Wasser los. Flizstiftflecken bekommen Sie wieder aus der Kleidung, in dem Sie die Farbe vor der Wäsche mit Alkohol oder Terpentin lösen. Bei besonders hartnäckigen Flecken das Ganze einfach ein paar Mal wiederholen. Etwas aufwendiger ist hingegen das Entfernen von Wachsflecken, beispielsweise aus der Bettwäsche. Legen Sie ein Löschblatt (aus der Schreibwarenhandlung) auf den Fleck und bügeln Sie bei mittlerer Hitze darüber.

  • Lampe anbringen

    Ganz wichtig: Sicherheit geht vor! Also drehen Sie zu erst den Strom ab, damit Ihnen auch wirklich nichts passieren kann. Ist die Leitung ohne Spannung, können die Adern der Elektroleitung aus der Decke mit den Adern der Lampe in einer sogenannten Lüsterklemme zusammengeführt werden. Die Adern zu unterscheiden ist einfach, denn sie haben unterschiedliche Farben: es gibt eine schwarze oder braune (Außenleiter L), eine blaue (Neutralleiter N) sowie eine grün-gelbe Ader (Schutzleiter PE). Befreien Sie dazu die Enden der Kabel von der Isolierschicht und schieben Sie diese in die Klemme. Anschließend fixieren Sie das ganze mit den Schrauben.

  • Wäsche waschen

    Sortieren Sie zuerst die Wäsche nach Farben - manchmal versteckt sich eine rote Socke unter den weißen Hemden und schwuppdiwupp ist später alles rosa! Entfernen Sie alles aus den Taschen – Taschentücher beispielsweise fusseln sonst fürchterlich – und waschen Sie empfindliche Wäsche lieber auf links. Bevor Sie die Maschine anmachen, kontrollieren Sie auf dem Waschzettel im Kleidungsstück bei welcher Temperatur Sie die Kleidungsstücke waschen sollen. Dann einfach noch die gewünschte Temperatur eingeben, Waschmittel dazu und den Knopf drücken. Fertig!

  • So bügelt man ein Hemd

    Knöpfen Sie das Hemd auf und bügeln Sie zuerst die Ärmelaufschläge und den Kragen. Anschließend ziehen Sie die Schulterpassen über die Spitze des Bügelbrettes und glätten diese. Dann strecken Sie die Ärmel einzeln, an der Naht entlang, auf dem Brett aus. An den Manschetten gut festhalten, so dass der Ärmel straff ist und Sie keine Falten hineinbügeln. Von der Manschette in Richtung Kragen, auf beiden Seiten bügeln. Nun die Knopfleiste parallel zum Bügelbrett an den Rand anlegen und diese mit der Spitze des Bügeleisens glätten. Danach kommt die eine Hälfte der Vorderseite dran, die bereits richtig auf dem Brett liegt. Dann einfach das Hemd nach und nach um das Brett ziehen und bügeln.

  • Knopf annähen

    Nehmen Sie einen Faden, ziehen ihn durch das Nadelöhr und verknoten beide Enden miteinander. Stechen Sie anschließend mit der Nadel von der Innenseite aus durch den Stoff, bis die Nadel halb herausragt. Schieben Sie jetzt den Knopf auf die Nadel und ziehen erst dann die Nadel ganz durch den Stoff, bis sie den Widerstand des Knotens spüren. Dann stechen Sie mit der Nadel durch das gegenüberliegende Knopfloch zurück in den Stoff. Ziehen Sie den Knopf aber nicht zu eng an den Stoff: Legen Sie beispielsweise ein Zündholz zwischen Stoff und Knopf, um den nötigen Abstand zu gewährleisten. Haben Sie den Knopf fertig angenäht (parallel oder kreuzweise), wickeln Sie den Faden noch einige Mal fest und fertig.

  • Socken stopfen

    Mit einer Nadel und einem Faden parallel Fäden über das Loch spannen und diese im gesunden Gewebe des Strumpfs mit einem Stich verankern. Nun drehen Sie das Ganze um 90 Grad und wiederholen die Arbeit. Wichtig dabei ist es, den Faden immer abwechselnd unter und über die vorherigen Fäden zu führen. Spannen Sie die Fäden aber nie zu straff: Ein Stopfpilz (oder notfalls eine Suppenkelle) hilft Ihnen dabei, das Loch nicht zu stark zusammen zu ziehen und trotzdem eine gleichmäßige Fadenspannung zu erzeugen.

  • Versalzene Suppe retten

    Sie sind frisch verliebt und haben Ihre Suppe versalzen? Kein Problem, denn Sie können Ihr Essen schnell und einfach retten: Geben Sie etwas Wasser oder Milch hinzu, das streckt und Sie werden das Salz nicht mehr so herausschmecken.

  • Nudelwasser kocht über

    Da ist man einen kurzen Moment unaufmerksam und schon beginnt das Kochwasser überzuschäumen! Ziehen Sie aber auf keinen Fall hektisch en Topf weg. Nehmen Sie einfach den Deckel ab und pusten Sie einmal kräftig in den Schaum. Das Überkochen klimmt kurz ab und jetzt können Sie ruhig und sicher den Topf beiseite stellen.

  • Topfboden angebrannt

    Haben Sie den Topf mal zu lange auf der Herdplatte stehen lassen, ist das kein Grund das gute Stück wegzuschmeißen. Vermischen Sie ein Päckchen Backpulver mit etwas Wasser im Topf und lassen Sie es langsam aufkochen oder über Nacht stehen– damit lässt sich der schwarze Bodenbelag leicht ablösen.