06.03.2019 | Prominente & Buntes Ohne Instagram geht nichts: Wie Stars mit Bildern die Massen faszinieren

Instagram ist auf dem Vormarsch. Mit Pauken und Trompeten scheint es an Facebook vorbeigezogen zu sein. Aber woher kommt diese aufstrebende Faszination für Instagram?

Facebook ist out, Instagram boomt - so jedenfalls scheint es. Die Bilder-Community ist zum wichtigsten Medium für die Generation Z geworden - also jene Altersgruppe, die mit den sozialen Medien aufwächst und daran zu erkennen ist, dass sie offensichtlich nur damit beschäftigt zu sein scheint, auf ihr Smartphone zu schauen.

Instagram hat inzwischen monatlich eine Milliarde Nutzer. Diese wiederum laden täglich mehrere Millionen Bilder von Essen, Freunden und besonderen Orten hoch, swipen sich von Foto zu Foto und saugen jede Story ihrer Freunde auf als gäbe es nichts Wichtigeres als ein Bild vom Mittagessen in der Mall.

Ronaldo ist Instagram-Liebling #1

Diese Begeisterungsfähigkeit für Schnappschüsse machen sich natürlich auch Promis zunutze und posten ihren Tagesablauf im Stundentakt. Cristiano Ronaldo etwa hat 156 Millionen Follower und damit den auf Instagram meistgefolgten Account hinter dem Unternehmen selbst.

Beispiel: Auf einem Bild sitzt der Stürmer von Juventus Turin an einem Tisch vor einem ausgeschalteten Fernseher und starrt emotionslos auf ein Tablet in seiner Hand. Er nennt das Posting “business day” - mehr Informationen liefert er nicht. Seinen Followern reicht das offensichtlich schon aus. 6,5 Millionen Menschen liken das Foto, mehr als 37.000 kommentieren es. Warum wissen sie wahrscheinlich selbst nicht.

Ronaldo dicht auf den Fersen: Selena Gomez. Auch sie hat bereits 146 Millionen Follower. Auf fast jedem ihrer knapp 1.500 Beiträge ist sie selbst zu sehen. Mal alleine, mal mit Freunden. Mal gelangweilt auf einer Treppe sitzend, mal medienwirksam in Szene gesetzt. Den Usern gefällt’s. Schaut man sich die Accounts der anderen Promis mit den meisten Followern an, ergibt sich ein ähnliches Bild. Ob Ariana Grande, Kylie Jenner oder Neymar - WAS gepostet wird, ist nebensächlich.

Mehr Umsatz durch Instagram

Doch der Erfolg gibt ihnen Recht. Während den Celebrities die Follower offenbar einfach so zufliegen, investieren Unternehmen Millionen in Marketing, um die Zahl der Instagram Follower zu erhöhen. Denn je mehr Follower ein Account hat, desto stärker wird er wahrgenommen. Und die Sichtbarkeit einer Marke wirkt sich auf den Umsatz aus.

Das gilt selbstverständlich auch für Instagramer, die nicht im medialen Rampenlicht stehen, aber trotzdem Aufmerksamkeit suchen. Denn mit fünfstelligen Followerzahlen werden sie interessant für Unternehmen. Die stellen ihnen dann kostenlos Produkte zur Verfügung, die werbewirksam in die Kamera gehalten werden. Inzwischen müssen solche Postings aber entsprechend gekennzeichnet werden.

Für eine kostenlose Tasche eines angesagten Modelabels werden die Instagramer kreativ. So werden Follower eingekauft, die sich auf den ersten Blick nicht von organisch (also auf natürlichem Wege) gewonnenen unterscheiden lassen. Allerdings handelt es sich hierbei in der Regel um Personen, die nur in der (Follower-)Statistik auftauchen, aber nicht interagieren.

Wichtig: Follower zum Mitmachen bewegen

Interaktionen wie Likes oder Kommentare sind aber entscheidend, sonst wirkt der Account wie ausgestorben und ist nicht attraktiv für neue, echte Follower. Um ohne halblegale Methoden in den sozialen Medien aufzufallen, sind interessante Beiträge oder Aktionen mit Mehrwert notwendig. Bei Unternehmen können das Verlosungen oder Produktankündigungen sein - bei Privatpersonen persönliche Erfolgsgeschichten.

Übrigens: Toni Kroos ist der deutsche Instagramer mit den meisten Fans. Es sind 20 Millionen. Damit schafft er es noch nicht mal in die Top150, ist aber immerhin populärer als BMW, Mezut Özil (die deutsche Nummer eins auf Facebook) und Youtube.