15.07.2014 | Prominente & Buntes Wie heißt die närrische Zeit in anderen Ländern?

Wie heißt die närrische Zeit in anderen Ländern?
Sommerhighlight in Franken: Samba-Festival in Coburg. Foto: David Ebener/Archiv

Prinzenpaare, Narren und Faschingsmuffel gibt es überall in Deutschland. Aber ob die wilde fünfte Jahreszeit nun Fasching, Karneval oder Fastnacht genannt wird, hängt von der jeweiligen Region ab, in der man sich befindet.

Einige Bezeichnungen für den närrischen Ausnahmezustand haben sich über die Jahre hinweg durchgesetzt und sind weltweit bekannt. Andere sind nur den Menschen innerhalb enger lokaler Grenzen geläufig. 

Wissen Sie zum Beispiel in welcher Gegend Faslamumzüge stattfinden? Und ist Mardi Gras das Gleiche wie die Butterwoche? Wir haben für Sie die ungewöhnlichsten und lustigsten Bezeichnungen für die fünfte Jahreszeit herausgefunden:

  • Mardi Gras

    bedeutet 'fetter Dienstag', stammt aus dem Französischen und entspricht unserem Faschingsdienstag. Eigentlich handelt es sich dabei einfach nur um den letzten Tag vor der Fastenzeit, im englischsprachigen Raum findet die Bezeichnung jedoch zunehmend an Beliebtheit und erstreckt sich über die gesamte Karnevalszeit. Der berühmteste 'Mardi Gras' findet als buntes Spektakel jedes Jahr in New Orleans statt.

  • Murga

    ist der lateinamerikanische Fasching. Zurückzuführen ist dieses Fest auf deutsche Einwanderer aus Köln. Die Karnevalstradition vermischte sich mit der Musik der einheimischen Sklaven und heraus kam eine ganz besondere Art der Fastnacht: Mit Seidenfrack, Handschuhen und Hüten bekleidet führen die Mitglieder der Faschingsvereine ihre Tänze auf. In den dazugehörigen Gesängen werden Politik und Obrigkeit aufs Korn genommen. Das bleibt nicht immer ungestraft!

  • Drei scheenste Dääg

    Genau 72 Stunden dauern die drei scheenschte Dääg in Basel. Dort trägt man zusätzlich zum Karnevalskostüm eine Maske, die das gesamte Gesicht verbirgt! So erkennt niemand die Feiernden!

  • Butterwoche

    Die 'Maslenitsa' findet in der Woche vor der othodoxen Fastenzeit statt. In dieser Zeit hat jeder Tag eine andere Bedeutung, man spielt Spiele, isst traditionelle Süßspeisen und bastelt eine große Maslenitsa-Puppe, die am letzten Tag der Feierlichkeiten beerdigt wird.

  • Faslam

    ist ein FascHingsbrauch, der nur in wenigen nördlichen Orten Niedersachsens zelebriert wird. In der Vergangenheit haben Knechte und Mägde zu diesem Anlass versucht den Winter mit Lärm und bunter Kleidung zu vertreiben. Als Dankeschön, schnorrten Sie dafür Essen und Trinken. Dieses Brauchtum des Schnorren wird auch heute noch beibehalten. Auch das Kömbuddel, zu deutsch: Schnapsflasche, suchen ist fester Bestandteil der Faslam.