28.02.2019 | Reise Alkoholverbot auf Malle kommt! Ballermann wird trocken gelegt

Das dürfte feierfreudige Ballermann-Urlauber entsetzen. Die Stadtverwaltung von Palma hat unter anderem für die Schinkenstraße – Mallorcas berühmte Partymeile – ein Alkoholverbot beschlossen. Wer sich nicht daran hält, dem droht eine saftige Geldstrafe.

Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Palma de Mallorca will Sauf-Touristen das wegnehmen, was sie in ihrem Urlaub offenbar am nötigsten brauchen: den Alkohol. Die Stadt will verstärkt gegen Trunkenbolde vorgehen, die Verwaltung hat dazu jetzt ein Alkoholverbot fix beschlossen. So darf ab dem 1. April 2019 kein Alkohol mehr auf der berühmten Schinkenstraße (offiziell: Carrer del Padre Bartomeu Salvà) fließen. 

Gastronomie wird in die Pflicht genommen

Bars, Biergärten und Lokale, die dort Bier, Cocktails und Co. an ihre Gäste ausschenken, müssen dafür sorgen, dass niemand mehr Getränke und Essen mit nach draußen nimmt. Essen außerhalb der Lokale ist in der Schinkenstraße auch jetzt schon verboten. Zum Teil müssen bis April auch physische Barrieren aufgebaut werden, damit das Partyvolk seine ausgelassene Feierstimmung nicht auf der Straße auslebt.

Bisher war es für die Gäste auch gar nicht so einfach festzustellen, ob sie auf der Straße trinken. Denn sowohl der „Bierkönig“ als auch das „Bamboleo“ haben unbefestigte Außenbereiche direkt am Bürgersteig. Künftig werden die beiden wichtigsten Kneipen der Schinkenstraße wohl eingezäunt oder anderweitig abgesperrt.

Verstöße kosten bis zu 3.000 Euro

Nachdruck verleiht die Stadt dem Verbot durch die Androhung saftiger Geldstrafen. Verstöße gegen die neuen Regeln sollen mit Geldstrafen zwischen 2.200 und 3.000 Euro geahndet werden. Das betrifft erwischte Trinker und ausschenkende Wirte gleichermaßen.

Hier gilt der Alko-Bann auf Mallorca

Fünf Gebiete auf Malle wurden festgelegt, wo das Verbot zur Hochsaison vom 1. April bis zum 30. September greift:

  • Playa de Palma,
  • Paseo Marítimo,
  • das Stadtzentrum bis zu den Avenidas
  • sowie die Straßen Joan Miró
  • und Cala Majorals.

Diese Bereiche bezeichnet die Stadt Palma als von „besonderem touristischen Interesse. Die dortige Schutz- oder Verbotszone ist für zivilisiertes Zusammenleben vorgesehen. Alkoholgelage sind demnach tabu.

Alkohol-Werbung wird ebenfalls untersagt

Auch die Werbung für alkoholische Getränke wird durch die Stadt verboten. Dazu zählen Happy Hours oder Rabattaktionen wie „Trinke-zwei-zahle-ein-Getränk“. Selbst in Schaufenstern darf kein Alkohol mehr zu sehen sein. Auf den Straßen dürfen zudem keine Werbeflyer mehr verteilt werden.

Ziel des Alkoholverbots

Vor allem den Bewohnern der Urlaubsinsel geht der Sauftourismus zunehmend auf die Nerven. Die Behörden wollen durch die Verbote dafür sorgen, dass Mallorca mehr zur Ruhe kommt. 

Mehr zum Thema Urlaub: