02.10.2020 | Reise Corona-Regeln: Das gilt für Reisen in beliebte europäische Urlaubsländer

Welche Corona-Regeln gelten aktuell in beliebten europäischen Urlaubsländern - wir klären auf.

Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Seit Donnerstag (01. Oktober) ist die pauschale Corona-Reisewarnung für mehr als 160 Länder außerhalb der EU aufgehoben. Wir geben euch einen Überblick, was jetzt in beliebten europäischen Urlaubsländern gilt. 

Frankreich

Für ganz Frankreich gilt derzeit eine Reisewarnung - Ausnahme ist die an Deutschland grenzende Region Grand Est, in der auch die Elsass-Metropole Straßburg liegt. Für die restlichen Regionen gelten die üblichen Einreisebeschränkungen bei der Rückkehr nach Deutschland mit Quarantäne und Pflichttests. In vielen Städten gilt die Maskenpflicht auch unter freiem Himmel. In Städten wie Paris, Lille oder Rennes müssen Bars um 22 Uhr schließen - in Marseille bleiben Bars und Restaurants komplett geschlossen.

Italien

Für Reisende aus Italien gibt es in Deutschland keine Einschränkungen. In den letzten 14 Tagen gab es rund 38 registrierte Corona-Infektionen auf 100 000 Einwohner, womit Italien vergleichsweise gut dasteht. In mehreren Urlaubsregionen, wie Sardinien, Kalabrien, Apulien und Sizilien müsst ihr euch bei der Einreise registrieren. In Sizilien müsst ihr zudem bei der Einreise einen Corona-Schnelltest machen. 

Österreich

In Österreich gelten aktuell die Bundesländer Wien, Tirol und Voralberg als Risikogebiet. Bei der Rückkehr und einem Aufenthalt von mehr als 48 Stunden in diesen Bundesländern erwartet euch danach eine 14-tägige Quarantäne. Während in Tirol und Voralberg die Corona-Zahlen langsam wieder sinken, ist in Wien noch länger mit erhöhten Infektionszahlen zu rechnen. Die Maskenpflicht gilt in Österreich wie in Deutschland. 

Schweiz

Die zwei Kantone Genf und Waadt am Genfersee in der Schweiz gelten für Deutschland als Risikogebiete. Rückkehrer müssten nach einem Besuch oder Urlaub dort ohne negativen Corona-Test in die Quarantäne. Für die Grenzregion zu Deutschland, von Basel bis St. Gallen unweit des Bodensees, und für die Herbstwandergebiete in Graubünden, im Wallis und im Berner Oberland gelten keine Einschränkungen. Die Infektionszahlen waren in der Schweiz seit Juli gestiegen. Gemessen an der Bevölkerung lagen sie deutlich höher als in Deutschland.

Spanien

Betrachtet man die Infektionszahlen in Westeuropa ist Spanien trauriger Spitzenreiter. Ganz Spanien einschließlich der Balearen mit Mallorca und den Kanaren gilt als Risikogebiet und das Auswärtige Amt warnt vor touristischen Reisen dorthin. Im ganzen Land gilt die Maskenpflicht auch im Freien, und die Zahl der Plätze in Restaurants, Cafés, Kinos, Museen und Konzerthallen ist reduziert. Viele müssen schon um 22 Uhr schließen, manche Kommunen oder Stadtteile darf man nur mit triftigem Grund betreten.

Portugal

In Portugal gilt Lissabon als Risikogebiet, da hier die 7-Tage-Inzidenz bei über 50 liegt. Hier gelten bei der Rückreise nach Deutschland die geltenden Quarantänemaßnahmen. Der Rest von Portugal ist bisher vergleichsweise gut durch die Corona-Pandemie bekommen, hier gibt es keine weitere Bewertung als Risikogebiet. 

Griechenland und Zypern

In Griechenland gibt es gerade vergleichsweise wenige Infektionsfälle mit dem Corona-Virus. Von den rund 11 Millionen Einwohnern Griechenlands haben sich bisher knapp 18.000 Menschen infiziert. Etwas höhere Infektionszahlen gibt es in Großstädten, wie Athen. In geschlossenen Räumen - etwa Banken, Supermärkten, Behörden, Bussen und Bahnen herrscht eine Maskenpflicht. Die Einreise aus Deutschland funktioniert problemlos, ihr müsst euch nur vorab online registrieren

In Zypern gab es auf 1,2 Millionen Einwohner bisher knapp 2.000 Corona-Fälle. Hier gilt die gleiche Maskenpflicht, wie in Griechenland - also in geschlossenen Gebäuden. In weniger besuchten Regionen sind die Corona-Auflagen hingegen nicht so streng. Die Einreise aus Deutschland funktioniert problemlos, ihr müsst euch nur vorab online registrieren. An den Flughäfen und Hafen finden stichprobenartig Corona-Tests statt.