22.12.2021 | Reise Gorilla-Trekking in Uganda: auf Tuchfühlung mit den sanften Riesen

Einmal einen Gorilla in freier Wildbahn aus der Nähe beobachten – das ist für viele Menschen ein echter Lebenstraum. Besonders fasziniert sind viele dabei insbesondere von seltenen Berggorillas, die nur im Kongo, in Uganda und in Ruanda leben. Eine Möglichkeit, um euch den Lebenstraum zu erfüllen, ist eine Uganda-Rundreise inklusive Gorilla-Trekking.

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Wo der Traum von einer Gorilla-Begegnung Wirklichkeit wird

Es gibt kaum jemanden, der Reisen und das Kennenlernen fremder Länder nicht liebt. Allerdings gibt es auch Menschen, die mehr erleben wollen als einen gewöhnlichen Strand- und Badeurlaub: Sie sehnen sich nach einzigartigen Begegnungen während ihres Urlaubs und möchten während einer Uganda-Safari frei lebende Gorillas und Schimpansen treffen.

Foto: Pixabay / Alexas Fotos Die Begegnung mit einem Gorilla ist für viele Menschen ein Lebenstraum.

Was erst einmal wie ein kühner Traum klingt, lässt sich wirklich in die Tat umsetzen. Die Teilnahme an einem Gorilla-Tracking ist nämlich tatsächlich möglich. Speziell mit einer Rundreise durch Uganda lässt sich der Urlaubstraum ideal verbinden. Hier bietet sich die Möglichkeit, faszinierende Gorillas und Schimpansen in ihrem natürlichen Lebensraum und bei ihren gewohnten Aktivitäten zu beobachten.

Die beeindruckenden Begegnungen sind möglich, da es insbesondere in Uganda über 15 Gorilla-Gemeinschaften gibt, die an Menschen gewöhnt sind. Dennoch haben die Riesen wenig mit unseren Haustieren gemeinsam. Schließlich leben sie nach wie vor frei in ihrer natürlichen Umgebung. Zu finden sind seltene Berggorillas und Schimpansen im Bwindi- oder Mgahinga-Nationalpark in Uganda. Reines Schimpansen-Tracking hingegen ist beispielsweise im Queen-Elizabeth-Nationalpark möglich. Wie das Trekking abläuft und wie tierfreundlich es wirklich ist, zeigen wir euch im Folgenden.

Wie tierfreundlich ist Gorilla-Trekking wirklich?

Speziell Berggorillas sind zwar prinzipiell friedfertige und sanfte Tiere – gleichzeitig sind sie aber auch besonders scheu. Dementsprechend ist es Touristengruppen praktisch unmöglich, Gorilla-Gruppen zu besuchen, die nicht zuvor an den Menschen gewöhnt worden sind.

Genau das bereitet vielen Urlaubern, die an einer Gorilla-Safari interessiert sind, jedoch Kopfzerbrechen. Schließlich befürchten sie, auf Tiere zu treffen, die nicht wirklich in freier Wildbahn und ihrer natürlichen Umgebung leben. Genau das kann bei einem Gorilla-Trekking in Uganda jedoch ausgeschlossen werden.

Die Gorilla-Gruppen, die von Touristen besucht werden können, sind habituiert – leben aber dennoch in freier Wildbahn. „Habituiert“ bedeutet dabei, dass die Tiere behutsam und über einen längeren Zeitraum an Menschen gewöhnt worden sind. Sehen sie die ihnen bekannte Vertrauensperson, bleiben sie auch der Touristengruppe gegenüber entspannt. Wären sie nicht an Menschen gewöhnt, würden sie flüchten oder Besucher im schlimmsten Fall sogar angreifen.

Zudem wird bei Safari-Touren für Touristen darauf geachtet, dass die Tiere nicht übermäßig gestört werden. Das bedeutet insbesondere, dass eine Touristengruppe die Tiere höchstens einmal pro Tag besuchen darf. Alle Teilnehmer müssen dabei außerdem einen vorgeschriebenen Mindestabstand zu den Tieren einhalten. Dementsprechend könnt ihr davon ausgehen, dass der Besuch einer Gorilla-Gruppe in Uganda mit Blick auf den Tierschutz unbedenklich ist.

Diese Voraussetzung müssen Trekking-Teilnehmer erfüllen

Wer während einer Uganda-Reise an einem Gorilla-Trekking teilnehmen möchte, muss mindestens 15 Jahre alt und körperlich fit und gesund sein. Fitness und Gesundheit sind dabei allerdings nicht lediglich wichtig, um die Tour in vollen Zügen genießen zu können. Vielmehr ist speziell die Gesundheit auch zum Schutz der Tiere wichtig. Insbesondere Gorillas haben viele Gemeinsamkeiten mit dem Menschen. Aufgrund ihrer Menschenähnlichkeit können sie sich daher auch mit Menschenkrankheiten anstecken. Um die Tiere nicht in Gefahr zu bringen, ist es daher wichtig, dass nur gesunde Teilnehmer bei einer Trekking-Tour dabei sind.

Zudem ist zu bedenken: Um die Gorillas in ihrer gewohnten Umgebung zu besuchen, können längere Wanderungen durch den Urwald nötig sein. Auf manchen Routen dauern die Wanderungen mehrere Stunden und sind körperlich herausfordernd. Zwar gibt es verschiedene Touren mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden – auf allen Trekking-Routen ist eine gewisse Grundfitness aber dennoch Voraussetzung.

Was kostet eine Gorilla-Begegnung?

Um an einem Primaten-Tracking teilnehmen und Gorillas und Schimpansen aus der Nähe sehen zu dürfen, müssen Touristen eine Erlaubnis erwerben. Die Erlaubnis stellt die staatliche Wildschutzbehörde Ugandas aus. Sie berechtigt dazu, an einer von einem Ranger begleiteten Tour zu Schimpansen- und Gorilla-Gruppen teilzunehmen. Selbstverständlich ist das reine Tracking im ugandischen Regenwald auch ohne eine Erlaubnis möglich – für den Besuch des Aufenthaltsorts einer Primatenfamilie ist die Genehmigung allerdings erforderlich.

Die Kosten der erforderlichen Erlaubnis belaufen sich in Uganda auf 700 US-Dollar für eine Gruppe mit acht Teilnehmern. In Ruanda kostet eine vergleichbare Erlaubnis 1.500 US-Dollar. Außerdem müssen Urlauber beachten, dass die Zahl der ausgegebenen Genehmigungen stark limitiert ist. Hierdurch soll verhindert werden, dass zu viele Touristen die Primaten besuchen und stören.

Ebenfalls wichtig zu wissen ist, dass der Erlös aus dem Verkauf der erforderlichen Genehmigungen dem Tierschutz zugute kommt. Ein gewichtiger Teil der Einnahmen wird nämlich für den Schutz der Lebensräume der Gorillas und Schimpansen verwendet. Zudem gehen Teile der Einnahmen auch an die an Gorilla-Lebensräume angrenzenden Gemeinden. Durch die finanzielle Hilfe sollen Arbeitsplätze geschaffen und die Wirtschaft gestärkt werden. Auf diese Weise ist es möglich, Wilderei unattraktiv zu machen und wilde Tiere noch besser zu schützen.

Gorilla-Safari auf eigene Faust organisieren?

Prinzipiell können Urlauber die für ein Gorilla-Trekking erforderliche Genehmigung selbst beantragen. Hierzu müssen sie sich an die Uganda Wildlife Authority wenden. Zu beachten ist allerdings, dass es aufgrund der starken Limitierung lange Wartezeiten gibt. Touristen sollten sich daher bereits sechs Monate vor einer Tour um die Erlaubnis bemühen. Vor Ort können sie eine private Tour dann in Begleitung eines Rangers durchführen.

Zu bedenken ist dabei allerdings: Meist ist es günstiger und bequemer, ein Safari-Komplettpaket über einen spezialisierten Anbieter zu buchen. Schließlich kümmert sich der Anbieter dann nicht nur um die Beschaffung der erforderlichen Erlaubnis. Vielmehr organisiert er auch die oft umständliche Anreise zu einer habituierten Gorilla-Familie. Hierbei müssen oft weite Strecken zurückgelegt werden, die teilweise durch unwegsames Gelände führen. Bereits die Anreise zum Trekking-Startpunkt kann daher für Individualtouristen eine Herausforderung darstellen.

Sinnvoll ist es daher, sich einer geführten und professionell organisierten Gruppentour anzuschließen. Meist fallen hierfür – neben den anteiligen Kosten für die Erlaubnis – vergleichsweise geringe Teilnahmegebühren an.