25.06.2019 | Reise Hai-Alarm in Kroatien: So besorgt müssen Urlauber sein

Dieses Video aus dem Netz sorgt bei Kroatien-Urlaubern weiterhin für große Verunsicherung. Anfang des Monats hatten Touristen vor der Küste von Makarska einen Hai gesehen und von einem Boot aus gefilmt. Aber wie gefährlich ist der Hai und was ist mit anderen Reisezielen im Mittelmeer?

Dieses Video aus dem Netz sorgt bei Kroatien-Urlaubern weiterhin für große Verunsicherung. Anfang des Monats hatten Touristen vor der Küste von Makarska einen Hai gesehen und von einem Boot aus gefilmt. Bei dem Raubfisch in der Adria handelt es entweder um einen Blauhai oder um einen Makohai. Letzterer gilt als schnellster Hai überhaupt, bekommt in Wasser Geschwindigkeiten von bis zu 90 km/h drauf. Der Makohai ist nicht nur schnell, sondern im Vergleich zu anderen Haiarten sogar angriffslustig und damit eine Gefahr für den Menschen.

Auch die Größe des Tiers ist beeindruckend: Anhand des Videos ist davon auszugehen, dass der Raubfisch bis zu drei Meter lang ist. Kroatische Medien hatten nach dem Video berichtet, dass derselbe Hai einige Tage später noch einmal vor der Insel Korčula in der Adria gesehen wurde, bevor er wieder nach Makarska zurückgekehrt sei. Wo sich der Hai jetzt aufhält? Ungewiss!

Meeresbiologen vermuten: Darum kommen Haie an die Küste

Experten versuchen zu erklären, warum der Hai so nah ans Festland kommt. Als besonders ungewöhnlich empfinden es viele Meeresbiologen nicht. Es kommt immer wieder vor, dass sich größere Haie in die Adria verirren, weil sie dort auf der Suche nach Nahrung Schiffen folgen. Urlauber werfen oft Müll ins Meer, der Raubfische unter Umständen anlockt. Da es den meisten Haiarten aber nahe der Adria-Küsten zu kalt ist, verschwinden sie auch bald wieder.

Baden im Mittelmeer? Das sagen Experten

Viele Urlauber fragen sich aufgrund der Hai-Sichtung, ob sie noch unbesorgt an den kroatischen oder anderen Mittelmeer-Stränden baden gehen können. Experten versuchen zu beruhigen und betonen, dass Haie im Mittelmeer sehr selten so nah an die Küsten schwimmen. In diesem Gebiet gelten Angriffe auf Menschen deshalb auch als ziemlich unwahrscheinlich.