20.01.2020 | Reise Neue Benimmregeln auf Mallorca: Ende für „All Inclusive“-Sauf-Tourismus

Ab Februar gelten neue Regeln auf den Urlaubinseln Mallorca und Ibiza. All-Inklusive-Hotels dürfen nicht mehr unbegrenzt Alkohol anbieten. Alle weiteren Regeln lest ihr hier.

Foto: Joan Llado / AP / dpa

Schon vor Saisonstart erlässt die Regionalregierung von Mallorca neue Benimmregeln, die ab Februar gelten. Das Ziel: übermäßigen Alkoholkonsum einschränken. 

Das neue Gesetz gilt aber nicht für die ganze Insel, sondern nur an der Playa de Palma, die auch als Ballermann bekannt ist, und in Magaluf im Westen Mallorcas. Hier feiern vor allem britische Touristen. Auch die Nachbarinsel Ibiza zieht mit – hier die Region Sant Antoni de Portmany.

Neue Benimmregeln

All-Inclusive-Hotels

Bändchen ums Handgelenk und dann ganztags an die Bar – das ist ab Februar Vergangenheit. Stattdessen dürfen All-Inclusive-Hotels in den entsprechenden Gebieten nur noch je drei alkoholische Drinks zum Mittag- und Abendessen anbieten. Wollt ihr zwischen den Mahlzeiten Alkohol trinken, müsst ihr ihn bezahlen – trotz All-Inclusive-Bändchen.

Happy Hour und Kneipentouren

Das neue Gesetz bedeutet das Aus für Happy-Hour-Angebote, bei denen es bisher in einem bestimmten Zeitraum vergünstigt Drinks gab. Auch Kneipentouren zu einem Festpreis dürfen nicht mehr angeboten werden.

Läden und Geschäfte

In Supermärkten und Kiosks herrscht Verkaufsstopp – zwischen 21.30 Uhr und 8 Uhr morgens geht künftig kein Alkohol mehr über das Kassenband.

Balkonsprünge

Vom Hotelbalkon in den Pool zu springen ist nun gesetzlich verboten. In den vergangenen Jahren haben sich Urlauber dabei immer wieder schwer verletzt oder sind gestorben. 

Strafen

Wer sich nicht dran hält, wird bestraft: Urlauber, die vom Balkon springen, können aus dem Hotel geworfen werden und müssen bis zu 60.000 Euro Strafe zahlen.

Auch Hoteliers und Barbetreiber müssen tief in die Geldbörse greifen, wenn sie euch unerlaubt Alkohol ausschenken: Bis zu 600.000 Euro sind dann fällig.