ANTENNE BAYERN Reisetipps Mongolei – Land der Extreme

Die parlamentarische Republik Mongolei ist der zweitgrößte Binnenstaat der Erde. Durch die Bodenbeschaffenheit und die klimatischen Verhältnisse ist Ackerbau kaum anzutreffen. Die meisten Mongolen leben von nomadischer Viehwirtschaft. Mit einer Gesamtfläche von etwa 1,5 Millionen Quadratkilometern hat die Mongolei nur zwei Nachbarstaaten: Russland und Kasachstan. Geographisch ist das Land zu etwa einem Drittel mit Hochgebirgen gekennzeichnet. Der Süden und Osten besteht aus trockenen Hochebenen. Mit 4.374 Metern über dem Meeresspiegel ist der Chüiten-Gipfel, welcher zum Altaigebirge gehört, der höchste Berg der Mongolei.

Mit rund 3,1 Millionen Einwohnern gilt die Mongolei als sehr dünn besiedelt. Fast 40 Prozent der Bewohner leben in der Hauptstadt Ulaanbaatar. Amtssprache ist Mongolisch, wobei die Calcha-mongolische Sprache für mehr als 80 Prozent der Bevölkerung Muttersprache ist. 40 Prozent der Einheimischen leben als Nomaden.

Sehenswürdigkeiten

Das Uvs-Nuur-Becken, das Orchon-Tal und die Felsmalereien des Altai Gebirges gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Mongolei hat historisch viel zu bieten. Tempel, Schreine und landschaftliche Besonderheiten sind unbedingt eine Reise wert. Als wohl bekannteste und trockenste Wüste der Welt zieht die Wüste Gobi zahlreiche Wanderer und Abenteurer an. Für Wintersportler sind die Gebirge mehr als ideal, um ihrem Hobby nachzukommen.

Klima und Wetter

Das Klima der Mongolei ist kontinental. Die Temperaturen schwanken sehr stark und die Übergänge der einzelnen Jahreszeiten sind sehr abrupt. Der Himmel der Mongolei gilt als einer der wolkenlosesten der Welt. Bei mehr als 260 Tagen Sonne im Jahr, treten nur im Sommer vereinzelt Wolken auf. Dazu ist das Land sehr windig, wodurch die Temperaturen sehr schnell fallen können. Die langen und sehr kalten Winter lassen teilweise noch bis in den Juni hinein Seen zufrieren. Durchschnittlich liegen die Temperaturen im Winter bei minus 30 Grad Celsius. Das Wetter kann insbesondere im Frühjahr und Herbst täglich wechseln. In der Wüste Gobi erreichen die Temperaturen tagsüber locker 40 Grad Celsius und fallen in den Nachtstunden häufig rapide ab.

Kulinarisches

Die mongolische Küche besteht hauptsächlich aus Milch- und Fleischprodukten, welche aus eigener Herstellung stammen. Durch die besonders im Winter sehr harten Temperaturen ist die Küche meistens voll von tierischen Fetten. In den Steppenregionen wird überwiegend Schafsfleisch, Käse und Trockenquark gegessen. Teigtaschen gefüllt mit allem, was die Natur bietet, sind als traditionell anzusehen. Gesalzener Milchtee gehört zu allen Speisen dazu. Auch vergorene Milch oder Milchschnaps sind traditionell sehr verbreitet. Gewürze finden kaum Verwendung bei der Speisenherstellung.

Anreise

  • In der Regel wird Ulaanbaatar von München aus mit einem Zwischenstopp in Moskau angeflogen. Die Flugzeit beträgt etwa 10,5 Stunden.
  • Von Ulan-Ude in Russland aus kann die Mongolei auch mit der Transmongolischen Eisenbahn erreicht werden.