15.07.2014 | Reise Blank liegende Nerven, quengelnde Kinder und lähmender Stillstand - So verhalten Sie sich richtig im Stau

Ferienzeit in Bayern - ab in den Urlaub! Nur das Hinkommen - Das kann so eine Sache sein. Vor allem wenn man mit dem Auto in die Ferien startet...

Blank liegende Nerven, quengelnde Kinder und lähmender Stillstand - So verhalten Sie sich richtig im Stau
Bahnstrecke am Brenner gesperrt - Staugefahr für Autoreisende. Foto: APA

Ein Auto reiht sich an das nächste: STAU! Keine Frage, das ist nervig. So kann der Start in den Urlaub schon mal zur echten Geduldsprobe werden. Vor allem, wenn man auch noch quengelnde Kinder auf dem Rücksitz hat. Doch keine Sorge. Auch der größte Stau löst sich einmal auf und auch Sie werden irgendwann an Ihrem Urlaubsziel ankommen. Damit die Warterei aber nicht ganz so unangenehm wird und Sie sicher von A nach B kommen, haben wir hier die wichtigsten Stau-Tipps für Sie: 

  • 1. Geschwindigkeitsbegrenzungen einhalten

    Meist findet man schon vor dem Staubereich Geschwindigkeitsbegrenzungen wegen hohem Verkehrsaufkommen. Daran sollten Sie sich unbedingt halten. Denn wenn das Fahrtempo rechtzeitig reduziert wird und Sie auch sonst vorausschauend unterwegs sind, können Auffahrunfälle am Stauende leicht verhindert werden.

  • 2. Warnblinkanlage einschalten

    Sehen Sie in der Ferne ein Stauende, auf das Sie gerade zufahren, sollten Sie sofort Ihre Warnblinkanlage einschalten, um den Hintermann auf den Stau aufmerksam zu machen. Bremsen Sie nun (natürlich nur sofern noch möglich) langsam ab, denn auch hier ist schnell ein Auffahrunfall passiert.

  • 3. Defensives Fahren

    Vor allem im Stop-and-go-Verkehr kommt es immer wieder zu Unfällen. Wenn Sie schnell Gas geben, um kurz darauf wieder abrupt abzubremsen, ist das nicht nur unwirtschaftlich, sie erhöhen die Unfallgefahr damit auch erheblich. Dazu gehört auch zu dichtes Auffahren auf den Vordermann. Seien Sie lieber mit Rücksicht und Verstand unterwegs.

  • 4. Plötzlichen Spurwechsel vermeiden

    Auch wenn man meint, auf der anderen Spur kommt man schneller voran, sollte man es unterlassen, die Spur ständig zu wechseln. Damit bremst man die sich auf dieser Spur bewegenden Fahrzeuge aus und wundert sich kurz darauf, warum man eben noch rollte und nun steht.

  • 5. Rettungsgasse freihalten

    Bei zwei- und vierspurigen Autobahnen sollte in der Mitte eine Rettungsgasse freigehalten werden, bei dreispurigen zwischen der linken und der mittleren Fahrspur. Diese ist notwendig, damit Einsatzfahrzeuge, wie Polizei und Notarzt, bei einem Unfall schnell an den Ort des Geschehens gelangen können. Nutzen Sie auch keinesfalls den Standstreifen, um schneller voranzukommen, auch wenn es bis zu Ihrer Ausfahrt nicht mehr weit ist - außer Sie werden ausdrücklich durch Schilder dazu aufgefordert.

  • 6. Reißverschlussprinzip anwenden

    Vereinen sich aufgrund eines Unfalls oder einer Baustelle mehrere Spuren, so sollten Sie nach dem Reißverschlussprinzip vorgehen. Fahren Sie also bis zur Verengung vor und wechseln Sie erst dann auf die andere Spur. Damit vermeidet man Rückstaus erheblich.

  • 7. Verhalten an Unfallstellen

    Passieren Sie eine Unfallstelle, lassen Sie sich nicht zum Gaffen hinreißen. Fahren Sie zügig, aber stets wachsam am Unglücksort vorbei. Leider halten sich daran nicht alle Verkehrsteilnehmer, weshalb an solchen Stellen besondere Vorsicht geboten ist.

  • 8. Quengelnde Kinder

    "Sind wir schon dahaaaa?". Oh ja. Solche Sätze (im Minutentakt) können ganz schön an die Substanz gehen. Der ADAC hat Tipps für den Umgang mit solchen Situationen:

    Damit dem Nachwuchs nicht langweilig wird, sollten sich Eltern im Vorfeld über Spiel- und Beschäftigungsutensilien Gedanken machen. Papier, Stifte, Malbücher, Spiele und Bilderbücher sollten griffbereit im Auto bereitliegen. Ein Kassettenrekorder mit noch unbekannten Hörspielen sorgt bei kleineren Kindern für Ablenkung, für ältere Kinder können Gameboy, Nintendo oder ähnliches mit verschiedenen Spielen eingepackt werden. Bei Einzelkindern sollte sich der Beifahrer gelegentlich nach hinten setzen und sich mit dem Kind beschäftigen. Geschichten erzählen, Knobelspiele oder Kennzeichen erraten sorgen auf der Rückbank für Zeitvertreib und zugleich dafür, dass der Fahrer vorne sich ungestört auf die Straße konzentrieren kann.

  • 9. Übelkeit

    Es ist heiß im Auto, ruckeliges Stop & Go und vorwärts geht es trotzdem nicht. Das kann vor allem Kindern auf den Magen schlagen. Deshalb: Damit Klein und Groß im Auto nicht übel wird, am besten nicht mit vollkommen leerem, aber auch nicht mit zu vollem Magen aufbrechen. Zwischenmahlzeiten sollten leicht verdaulich sein. Spucktüten für den Fall der Fälle sollten Erwachsene in Reichweite platzieren. Wem übel ist, der sollte durch die Frontscheibe einen möglichst unbeweglichen Punkt am Horizont fixieren, dann beruhigt sich der Magen in der Regel wieder.

  • 10. Bleiben Sie ruhig

    Auch wenn Sie durch den Stau aufgehalten werden und es schlicht und einfach nervt, mit 20 km/h auf der Autobahn voranzukriechen – es nützt nichts, wenn Sie sich aufregen. Wenn Sie genervt und gereizt reagieren, wird sich der Stau auch nicht schneller auflösen. Es hilft nur eins: Tief durchatmen, Radio anschalten und in Ruhe abwarten :-)

So bilden Sie die perfekte Rettungsgasse: